5 Regeln für Brot, das tagelang frisch bleibt

Trista Dunbabin 26-09-13 06:52 2 0

Ein Brot, das außen goldbraun aussieht und beim Anschnitt einen feuchten, klebrigen Kern zeigt, ist kein Backfehler, sondern das Ergebnis mehrerer möglicher Ursachen. Wer den Teig richtig führt, die Gare kontrolliert und das Brot ausreichend auskühlen lässt, bekommt eine lockere Krume. Die folgenden fünf Punkte decken die häufigsten Gründe ab.

Auch die Mehlsorte und die Teigausbeute spielen eine Rolle. Vollkornmehl bindet mehr Wasser als helles Mehl. Wer einfach das gleiche Rezept mit Vollkorn verwendet, erhält einen zu festen Teig. Umgekehrt führt zu viel Wasser bei hellem Mehl zu einer instabilen Krume. Die Teigausbeute sollte zum Mehltyp passen: Bei Weizenmehl Typ 550 reichen 60 bis 65 Prozent Wasser, bei Vollkornmehl sind es 70 bis 80 Prozent. Ein Autolyseteig – Mehl und Wasser 30 Minuten ruhen lassen – verbessert die Wasseraufnahme und macht den Teig geschmeidiger.

Zusammengefasst: Der beste Abkühlprozess ist der langsame, offene und zugfreie. Hitze muss gleichmäßig entweichen können, Feuchtigkeit darf nicht eingeschlossen werden, Http://Ingeekswetrust.de und der Anschnitt erfolgt erst nach vollständiger Abkühlung. Wer diese Punkte einhält, erhält eine Krume, schuetzenverein-scheyern-1862.de die auch nach Tagen noch weich und saftig ist. Wer abkürzt, bekommt Brot, das beim ersten Bissen überzeugt und am nächsten Tag bereits enttäuscht.

Brot altert nicht, weil es austrocknet, sondern weil die Stärke im Inneren langsam kristallisiert. Dieser Vorgang läuft bei Zimmertemperatur am schnellsten, bei Kälte noch schneller. Deshalb wird Brot im Kühlschrank bereits nach wenigen Stunden hart und pappig, obwohl es dort nicht schimmelt. Wer Brot länger als einen Tag genießen will, muss zwei Dinge steuern: Feuchtigkeit und Luftzirkulation. Beides lässt sich mit einfachen Mitteln regeln, ohne dass die Kruste weich wird oder sich Schimmel bildet.

Nach dem Spannen wird der Strang fixiert, ohne dass die Spannung nachlässt. Ein Spannschloss oder eine Klemme hält die Kraft. Prüfe danach die gesamte Länge: Sind irgendwo neue Knicke, Raumteiler ohne Sichtschutz Aufwölbungen oder glänzende Stellen entstanden? Das sind Vorboten eines Bruchs. Ein straffer Strang darf nicht schwingen wie eine Saite. Schwingungen ermüden das Material und führen zu Rissen. Wenn der Strang arbeitet, reduziere die Spannung leicht oder ändere die Befestigung. Ein weiterer typischer Fehler ist, den Strang über Nacht unter voller Last zu lassen. Temperaturschwankungen und Kriechen lockern oder überdehnen ihn.

Zähe Mehle, also Sorten mit hohem Proteingehalt und kräftiger Glutenstruktur, lassen sich oft nur schwer ausrollen oder formen. Der Teig wirkt steif, reißt beim Dehnen schnell und zieht sich sofort wieder zusammen. Genau hier setzt die Autolyse an: eine Ruhephase direkt nach dem Vermischen von Mehl und Wasser, noch ohne Salz, Hefe oder Sauerteig. In dieser Zeit quellen die Mehlpartikel auf, Enzyme werden aktiv, und die Kleberproteine beginnen sich von selbst zu vernetzen. Das Ergebnis ist ein Teig, der sich deutlich leichter dehnen lässt, ohne dass man ihn mechanisch bearbeiten muss.

Für Sauerteigbrote eignen sich Quellstücke besonders, weil sie die Säure binden und die Kruste röter backen. Für Hefebrote hingegen reicht oft trockenes Unterheben, wenn die Saatmenge unter 10 Prozent der Mehlmenge liegt. Darüber wird Einweichen Pflicht.

photo-1722248242689-c9d5bbed810f?ixid=M3Mengen dosieren: Faustregeln statt Schätzungen. Die Gesamtmenge an Saaten und Körnern sollte 15–25 Prozent der Mehlmenge nicht überschreiten. Bei 500 g Mehl also höchstens 75–125 g Saaten. Wer mehr will, muss die Flüssigkeit anpassen – etwa 10 Prozent mehr Wasser pro zusätzlichen 50 g Saaten. Für den Geschmack reichen oft schon 10 Prozent, etwa 50 g auf 500 g Mehl. Zu viele Saaten machen den Teig schwer, die Krume dicht und den Ofentrieb schwach. Ein weiterer Fehler: Saaten erst nach dem Kneten unterheben, dann verteilen sie sich ungleichmäßig. Besser: Quellstück oder Röstsaaten vor dem letzten Kneten kurz einarbeiten. So bleiben sie gleichmäßig im Brot und fallen nicht heraus.

Einweichen: Quellzeit und Wasser richtig bemessen Hartschalige Saaten wie Leinsamen, Sesam, Mohn, Hirse oder Amaranth sollten vor dem Backen quellen. Sonst saugen sie während der Gare Wasser aus dem Teig und die Krume bleibt trocken. Für eine Quellhilfe nimmst du etwa das 1,5- bis 2-fache der Saatmenge an Wasser. Also: 100 g Leinsamen in 150–200 ml Wasser. Das Ganze mindestens 30 Minuten, besser über Nacht, abgedeckt quellen lassen. Achtung: Quellstücke sind kein Ersatz für Rezeptflüssigkeit – ziehe das Wasser vom Hauptrezept ab, sonst wird der Teig zu weich. Typischer Fehler: zu wenig Wasser, dann bleiben die Saaten steinhart, oder zu viel, dann schwimmt der Teig.

Wer diese drei Punkte – richtiges Quellverhältnis, trockenes Rösten ohne Fett und eine Obergrenze von 25 Prozent – beachtet, bekommt ein Brot, das außen kräftig und innen saftig bleibt. Die Saaten sind dann kein Störfaktor, sondern tragen Geschmack und Struktur.

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