Wenn der Teig klebt, hilft nur der Fenstertest

Ona 26-09-13 07:17 2 0

Woran man den überreifen Teig erkennt, bevor er gebacken wi

Beim Kneten von Roggenteig gilt: weniger ist mehr. Roggen braucht keine intensive Knetung, sondern gleichmäßige Vermischung. Zu viel Kneten macht den Teig klebrig, weil die Stärke aufgeschlossen wird. Besser ist es, die Zutaten nur kurz zu verbinden und den Teig dann in der Schüssel oder Form reifen zu lassen. Die Teigruhe ersetzt hier das Kneten. Wer Roggen zu lange bearbeitet, bekommt eine klebrige Masse, die sich kaum noch formen lässt.

Der Hauptteig besteht aus Mehl, Wasser, Salz und dem Sauerteig. Für Brötchen eignet sich ein Mehl mit mittlerem Proteingehalt, etwa 550er oder 1050er Type. Die Teigausbeute liegt bei etwa 65 bis 70 Prozent Wasser bezogen auf das Mehl. Kneten ist wichtig, aber nicht übermäßig: Fünf bis acht Minuten reichen, bis der Teig glatt ist. Ein häufiger Fehler ist zu viel Wasser. Der Teig klebt dann beim Formen und die Teiglinge laufen breit. Lieber etwas fester arbeiten und die Stockgare im Kühlschrank verlängern, statt mit feuchten Händen nachzubessern.

Nach dem Fenstertest folgt die Ruhe. Auch ein perfekt gekneteter Teig braucht eine Pause von zwanzig bis sechzig Minuten, damit sich die Spannung löst. Wird er sofort weiterverarbeitet, zieht er sich beim Formen zusammen und springt zurück. In dieser Ruhephase entscheidet sich, ob der Teig wirklich fertig war: Er wird geschmeidiger, lässt sich leichter ausrollen und behält die Form. Ein Teig, der nach der Ruhe noch klebt und reißt, wurde nicht ausreichend geknetet.

Brötchen brauchen keinen sanften Ofentrieb, sie brauchen sofortige Hitze. Bei 240 bis 260 Grad Ober- und Unterhitze, mit Schwaden in den ersten zehn Minuten, entsteht ein schneller Ofentrieb und eine dünne, glänzende Kruste. Wer bei 200 Grad backt, verliert Feuchtigkeit zu langsam, die Kruste wird ledrig. Ein Backstein oder ein vorgeheiztes Blech speichert die Wärme besser als ein dünnes Blech. Nach zehn Minuten den Dampf ablassen, die Temperatur auf 220 Grad senken und weitere acht bis zwölf Minuten backen, bis die Brötchen hohl klingen. Zu frühes Herausnehmen führt zu gummiger Krume, zu spätes Backen zu harter Kruste ohne Aroma.

Autolyse bedeutet, dass Mehl und Wasser vor dem Kneten für eine bestimmte Zeit miteinander vermischt werden, ohne Salz und ohne Hefe. In dieser Ruhephase beginnen Enzyme im Mehl, Stärke in Zucker zu spalten und Proteine zu quellen. Das Ergebnis ist ein Teig, der sich anders anfühlt, anders riecht und sich beim Kneten deutlich geschmeidiger entwickelt. Wer diesen Schritt überspringt, merkt das oft erst, wenn der Teig reißt oder die Krume trocken bleibt.

If you are you looking for more information on Http://martinpreisssoftware.de/ have a look at our internet site. Dinkel: kürzer kneten, länger ruhen lassen Dinkel hat einen anderen Kleberaufbau als Weizen. Die Glutenstruktur ist weniger dehnbar und reagiert empfindlich auf mechanische Belastung. Zu langes Kneten zerstört das Netz, der Teig wird klebrig und verliert seine Form. Praktisch heißt das: Dinkelteig nur kurz kneten, etwa drei bis fünf Minuten bei mittlerer Geschwindigkeit, dann ruhen lassen. Die Ruhephase ist kein Luxus, sondern nötig, damit das Mehl Wasser aufnimmt und der Teig bindet. Wer Dinkel wie Weizen behandelt, bekommt einen flachen, Energiesparendes Wohnen dichten Laib.

Zunächst die Hände prüfen. Ein fertiger Teig hinterlässt beim kurzen Drücken kaum Reste an der Handfläche. Wird die Hand abgezogen, zieht der Teig Fäden, aber keine breite Schmiere. Bleibt eine klebrige Schicht zurück, fehlt noch Mehl oder Zeit. Typischer Fehler: Zu früh Mehl nachstreuen. Dadurch wird der Teig trocken und verliert Geschmeidigkeit. Besser kurz weiterkneten, damit das vorhandene Mehl quellen kann.

Typische Fehler sind zu heißes Wasser, eine zu lange Ruhezeit bei sehr warmem Raum oder das vorzeitige Hinzufügen von Salz. Salz entzieht den Proteinen Wasser und hemmt die Enzymtätigkeit, deshalb gehört es nicht in die Autolyse. Ebenso problematisch ist es, die Phase bei einem Teig mit hohem Vollkornanteil zu überspringen, weil gerade dort die Quellzeit über die spätere Krumenstruktur entscheidet. Ein weiterer Fehler: den Teig während der Ruhephase mehrfach umrühren. Das stört die beginnende Netzwerkbildung und bringt keinen Vorteil.

Beim Ziehen nicht reißen. Der Teig wird vorsichtig mit beiden Daumen nach außen gedrückt und langsam auseinandergezogen, nicht auseinandergerissen. Kalte Hände oder eine kalte Unterlage erschweren das Dehnen. Ein Teig, der direkt aus der Kühlung kommt, wirkt immer fester und reißt schneller. Vor dem Test kurz auf Handtemperatur kommen lassen. Ein weiterer Fehler: Flur Gestalten den Test an einer trockenen Stelle durchführen. Die Oberfläche leicht befeuchten oder mit Öl bestreichen, dann erst dehnen.

Beim Backen zeigen sich die Unterschiede erneut. Weizenteig verträgt hohe Anfangstemperaturen und geht im Ofen stark auf. Dinkel braucht etwas moderatere Hitze, sonst verbrennt die Kruste, bevor die Krume durchgegart ist. Roggen backt bei mittlerer Hitze und braucht länger, weil die dichte Struktur die Wärme schlechter leitet. Ein häufiger Fehler ist, Roggenbrot zu früh aus dem Ofen zu nehmen. Es fühlt sich außen fest an, ist innen aber noch nicht fertig. Nach dem Backen sollte Roggenbrot vollständig auskühlen, bevor es angeschnitten wird, sonst reißt die Krume.

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