Kann ein Dampfgarer hartes Brot wieder weich machen?

Dulcie 26-09-13 08:00 2 0

Nach dem Backen muss das Brot vollständig auskühlen, bevor es angeschnitten wird. Nüsse und Früchte sind im warmen Zustand weich und klebrig; erst beim Abkühlen festigen sie sich und verteilen ihr Aroma. Wer zu früh anschneidet, zerstört die Struktur und verliert den Vorteil, den der richtige Zeitpunkt beim Einarbeiten gebracht hat.

Typische Fehler sind zu lange Dampfzeiten und das Aufwärmen bereits verschimmelter Ware. Schimmel lässt sich nicht wegdampfen, und Feuchtigkeit beschleunigt ihn sogar. Ein weiterer Fehler ist das Dampfen von Brot mit Glasur oder Käsekruste; diese wird weich und verliert ihren Charakter. Auch mehrfaches Aufdampfen macht Brot nicht besser, sondern nur feuchter. Wer ein sehr hartes, altes Brot retten will, sollte es vorher in Scheiben schneiden und diese kurz bedampfen, statt den ganzen Laib zu behandeln.

Vollkornmehl enthält alle Bestandteile des Korns – Mehlkörper, Keimling und Schale. Es ist am nährstoffreichsten, aber auch am schwierigsten zu verarbeiten. Die Schalenbestandteile schneiden die Kleberstränge durch, der Teig geht schlechter auf. Deshalb braucht Vollkornbrot mehr Wasser (oft 80 bis 90 Prozent Hydration) und eine lange Teigführung, idealerweise über Nacht im Kühlschrank. Ein häufiger Fehler ist, Vollkornmehl direkt mit Hefe zu verbacken, ohne Quellzeit. Besser: Zuerst ein Quellstück aus Vollkornmehl und Wasser ansetzen, mindestens 2 Stunden, besser über Nacht. So werden die Schalen weich und der Teig lässt sich besser formen.

Für den Alltag reicht oft schon ein feuchtes Geschirrtuch über Nacht. Der Dampfgarer ist die schnellere Lösung, wenn es innerhalb weniger Minuten gehen soll. Er eignet sich gut für Baguette, Brötchen und flache Fladen, weniger für dichte Roggenbrote mit harter Kruste. Nach dem Bedampfen schmeckt das Brot am besten, wenn man es sofort isst oder kurz aufbackt, damit die Oberfläche wieder etwas Spannung bekommt.

Vor der Zugabe müssen Nüsse und Trockenfrüchte vorbereitet werden. Trockenfrüchte wie Rosinen, Datteln oder Feigen quellen besser, wenn sie vorher in warmem Wasser oder Fruchtsaft eingeweicht werden. Abtropfen nicht vergessen, sonst wird der Teig zu feucht. Nüsse dagegen profitieren vom Rösten: zehn Minuten bei mittlerer Hitze im Ofen oder in einer trockenen Pfanne. Das intensiviert das Aroma und macht die Schalen leichter verdaulich. Grob hacken, nicht mahlen, damit sie im Teig sichtbar bleiben.

Der Effekt beruht auf zwei Vorgängen. Erstens hydratisieren die Glutenin- und Gliadinketten vollständig, weil kein Salz die Wasseraufnahme verzögert und kein Knetvorgang die Struktur vorzeitig ausrichtet. Zweitens spalten Proteasen einen Teil der Peptidbindungen. Das senkt den Widerstand des Teigs, ohne ihn zu zerstören. Gerade bei Mehlen mit hoher Dehnfestigkeit – etwa Winterweizen mit über 13 Prozent Protein – ist dieser Abbau entscheidend, damit der Teig überhaupt formbar wird.

Typische Fehler sind zu lockere Verpackung, Auftauen im Kühlschrank und wiederholtes Einfrieren. Auch das Aufbacken bei zu hoher Temperatur verbrennt die Kruste, bevor die Mitte warm wird. Wer diese Punkte beachtet, hat monatelang Brot in Backqualität – ohne jeden Tag einkaufen zu müssen.

Der zweite Indikator ist die Konsistenz. Ein Teig, der zu lange geführt wurde, verliert seine Elastizität. Er lässt sich nicht mehr sauber dehnen, reißt beim Dehnen sofort, Http://ingeekswetrust.De oder er wird umgekehrt klebrig und schmierig. Typisch ist auch ein flacher, breit gelaufener Teig, der im Behälter kaum noch Spannung hält und an der Oberfläche Risse oder eine glasige, feuchte Schicht zeigt. Wer jetzt noch backt, bekommt meist eine dichte Krume, eine blasse Kruste und einen Teigling, der im Ofen kaum aufgeht.

Beim Unterheben zählt sanftes Arbeiten. Den Teig auf eine bemehlte Fläche legen, flach drücken, die Mischung darauf verteilen und von allen Seiten einschlagen. Nicht kneten, sondern falten. Wer zu stark drückt, presst Feuchtigkeit aus den Früchten und zerdrückt die Nüsse. Anschließend den Laib formen und in den Gärkorb legen. Eine zweite, kürzere Gehzeit von dreißig bis sechzig Minuten reicht, damit sich der Teig wieder entspannt.

Im Ofen aufbacken funktioniert am besten bei Zimmertemperatur aufgetautem Brot. Den Ofen auf zweihundert Grad vorheizen, das Brot kurz unter fließendem Wasser abbrausen und dann zehn bis fünfzehn Minuten backen. Die Feuchtigkeit auf der Kruste verdampft und macht sie wieder knusprig. Wer das Brot direkt aus dem Gefrierschrank backt, braucht etwa fünfundzwanzig Minuten und riskiert, dass die Kruste verbrennt, während die Mitte noch kalt ist. Ein Backthermometer schafft Sicherheit: Bei etwa zweiundneunzig Grad im Kern ist das Brot durchgebacken.

Nüsse und Trockenfrüchte machen aus einem einfachen Brot ein kräftiges, If you have any kind of inquiries concerning where and ways to use diese Seite, you could contact us at our web-page. aromatisches Gebäck. Der häufigste Fehler passiert jedoch nicht beim Backen, sondern beim Einarbeiten in den Teig. Wer Walnüsse, Haselnüsse, Rosinen, Feigen oder Aprikosen zu Beginn des Knetens zugibt, riskiert harte Kerne, ausgelaugte Früchte und eine ungleichmäßige Krume. Die Zugabe braucht einen klaren Zeitpunkt, und der liegt später, als viele denken.

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