Ein weiterer Punkt: Nach dem Schnitt sollte man nicht sofort stark dün…

Jonelle 26-09-13 08:35 2 0

Viele winterharte Gräser wie Miscanthus, Pennisetum oder Panicum bleiben über den Winter stehen. Das ist kein Zeichen von Nachlässigkeit, sondern notwendig. Die Halme wirken wie ein Dach: Sie halten Regen ab, verhindern Staunässe im Herz und mildern Temperaturschwankungen. Schneidet man im November oder Dezember, entzieht man der Pflanze diesen Schutz. Besonders gefährdet sind Gräser in Töpfen oder an exponierten Standorten, wo der Frost tief in den Boden eindringt.

Vor jedem Schnitt lohnt eine kurze Kontrolle. Schneide einen dünnen Trieb an und prüfe, Http://Ossenberg.Ch/Index.Php?Title=Ausgestreckter_Arm_Oder_Gebeugter_Ellbogen:_So_Schneidet_Die_Leiter_Sicher ob das Holz noch grün und saftig ist. Trockene, braune Stellen zeigen abgestorbenes Gewebe, das vollständig entfernt werden muss. Bei einem Radikalschnitt sollten mindestens drei kräftige, junge Triebe im unteren Bereich stehen bleiben – sie bilden die neue Krone. Wird alles auf den Stock gesetzt, dauert der Neuaufbau mehrere Jahre und die Form ist zwischenzeitlich unbrauchbar.

Typische Fehler treten in drei Varianten auf. Erstens wird ein Formschnitt mit der Heckenschere auf zu alten Ästen durchgeführt, ohne vorher zu verjüngen – das Ergebnis ist eine außen grüne, innen kahle Wand. Zweitens wird der Radikalschnitt jährlich wiederholt, obwohl er nur alle fünf bis acht Jahre fällig ist. Drittens wird der Zeitpunkt nach dem Kalender statt nach der Pflanze gewählt: Entscheidend ist der Zustand der Knospen, nicht das Datum.

Die Werkzeugwahl trennt beide Verfahren zusätzlich. Für den Formschnitt genügt eine scharfe Heckenschere oder Astschere mit sauberen Schnittkanten. Für den Radikalschnitt braucht es eine Säge, deren Blatt nicht klemmt, und bei stärkeren Ästen eine Technik in zwei Schritten: erst von unten einschneiden, dann von oben durchtrennen, damit die Rinde nicht ausreißt. Ein sauberer Schnitt heilt schneller und verhindert Pilzbefall.

Zu den zuverlässigsten Kandidaten zählen Hasel, Weide, Hartriegel, Liguster, Holunder, Forsythie und Sommerflieder. Auch Rotbuche, Hainbuche, Weißdorn und Feldahorn treiben nach einem Stockhieb willig aus. Diese Gehölze besitzen schlafende Augen am alten Holz, neubert-Grosse.de aus denen sie neue Triebe bilden. Ein kräftiger, gesunder Wurzelstock ist Voraussetzung. Junge Sträucher erholen sich schneller als überalterte Exemplare mit dünnen, vergreisten Trieben.

Wasserschosser bleiben nicht dauerhaft nutzlos. Im ersten Jahr wachsen sie stark, verholzen aber bis zum Herbst. Im zweiten Jahr können sie flacher gestellt werden, indem man sie mit einem Holz oder einer Schnur nach unten bindet. Dann bilden sie oft Blütenknospen und tragen Früchte. Wer sie ganz entfernt, verliert diese Chance. Wer sie aber in großer Zahl stehen lässt, bekommt eine Krone, die von innen verkahlt und nur an der Außenseite Früchte trägt. Die Kunst liegt darin, einige ausgewählte Wasserschosser umzuleiten und den Rest zu entfernen.

Viele Gehölze werden jedes Jahr geschnitten und jedes Jahr schwächer. Der Grund liegt selten am Wetter, sondern an einer Verwechslung: Formschnitt und Radikalschnitt sind zwei völlig verschiedene Eingriffe mit unterschiedlichen Zeitfenstern. Wer sie gleich behandelt, nimmt der Pflanze genau die Reserven, die sie für den Austrieb braucht.

Formschnitt bedeutet, eine bestehende Form zu halten. Es werden nur Triebe gekürzt, die über die gedachte Linie hinauswachsen, und zwar maximal um ein Drittel ihres Zuwachses. Der Schnitt erfolgt am besten Ende Juni bis Mitte Juli, wenn der erste Austrieb abgeschlossen ist. Zu diesem Zeitpunkt reagiert das Gehölz mit verhaltenem Nachwachsen, weil die Hauptwachstumsphase vorbei ist. Wer stattdessen im März schneidet, bekommt einen zweiten, kräftigen Schub und darf im Sommer erneut zur Schere greifen.

Woran man erkennt, dass ein Radikalschnitt nötig ist Ein Radikalschnitt ist ein Verjüngungsschnitt. Er entfernt alte, überalterte oder sich kreuzende Äste bis auf den Stock oder auf eine tiefer liegende Abzweigung. Solche Eingriffe sind nur bei robusten, gut austreibenden Arten sinnvoll und nur alle paar Jahre. Der richtige Zeitpunkt liegt im Spätwinter, zwischen Ende Januar und Anfang März, solange die Pflanze noch in der Ruhephase ist und kein Saftdruck besteht. Ein Radikalschnitt im Sommer ist fast immer ein Fehler: Die Pflanze verliert zu viel Blattmasse, kann aber nicht mehr genug Reserven mobilisieren und treibt schwach oder gar nicht wieder aus.

Nach dem Schnitt sammelst du alle Reste auf und entsorgst sie im Restmüll, nicht auf dem Kompost. Verblühte Blüten enthalten oft Pilzsporen. Ein sauberer Schnitt alle zwei bis drei Wochen während der Blütezeit hält die Rose in gutem Zustand. So blüht sie bis in den Herbst hinein zuverlässig nach.

Ein häufiger Irrtum: Verblühtes wird mit dem Ausputzen gleichgesetzt. Doch Ausputzen meint nur das Entfernen der verwelkten Blüten und der Stängelreste. Ein Rückschnitt ins alte Holz ist etwas anderes. Wer beides vermischt, entfernt oft zu viel. Halte dich an die einfache Regel: Nur das, was welk ist, und nur bis zum nächsten fünfblättrigen Blatt. Alles darunter bleibt stehen.

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