Warum blutet der Rebstock im Frühjahr und wann ist das harmlos?

Shenna 26-09-13 08:37 2 0

Am Ende geht es nicht darum, die Säge schärfer zu machen als eine Schere – das ist sie von Haus aus. Es geht darum, sie scharf zu halten. Eine scharfe Säge schneidet Totholz in wenigen Zügen, ohne zu verkanten, ohne zu verbrennen und ohne die Schnittstelle zu zerstören. Wer regelmäßig nachfeilt, statt erst bei völliger Stumpfheit zu reagieren, spart Kraft, schont das Werkzeug und erhält saubere Schnittflächen, die dem Holz wirklich helfen.

Warum das so ist, hat einen einfachen physikalischen Grund. Eine Schere arbeitet mit zwei Klingen, die gegeneinander drücken. Bei trockenem Holz entsteht dabei kein sauberer Schnitt, sondern ein Quetschen und Brechen. Die Säge dagegen trägt Material ab. Je schärfer die Zähne sind, desto weniger Kraft braucht man, desto präziser wird die Schnittfläche und desto geringer ist die Gefahr, dass das Holz einreißt. Ein stumpfes Sägeblatt hingegen rutscht über die harte Oberfläche, erhitzt sich, verbrennt das Holz und hinterlässt eine unsaubere, ausgefranste Kante. Genau diese Kante ist später Eintrittspforte für Feuchtigkeit und Pilze.

Der Unterschied zwischen Aufbauschnitt und Blütenschnitt Beim Aufbauschnitt geht es darum, die Grundstruktur zu erhalten oder zu verjüngen. Er erfolgt, wenn die Pflanze noch ruht, aber keine strengen Fröste mehr zu erwarten sind. Der Blütenschnitt dagegen richtet sich danach, wo die Pflanze ihre Knospen ansetzt. Bei Arten, die am letztjährigen Holz blühen, wird nur das abgestorbene Holz entfernt. Bei Arten, die am neuen Holz blühen, darf kräftiger zurückgeschnitten werden, sobald der Austrieb beginnt.

Wer unsicher ist, ob das Bluten noch normal ist, prüft den Zustand der Knospen. Solange diese prall und grün bleiben und der Neutrieb einsetzt, besteht kein Grund zur Sorge. Erst wenn der Saftfluss trotz fortschreitender Vegetation nicht nachlässt oder die Triebe welken, Should you adored this post in addition to you want to be given more info with regards to Wohnkomfort Verbessern kindly pay a visit to our own web-site. ist eine genauere Kontrolle von Wurzeln und Boden angebracht. In den allermeisten Fällen genügt es, abzuwarten und dem Rebstock Ruhe zu gönnen.

Bei jungen Reben im ersten oder zweiten Standjahr kann das Bluten deutlicher ausfallen, weil das Verhältnis von Wurzelmasse zu oberirdischen Teilen noch ungünstig ist. Hier lohnt es sich, den Schnitt auf mehrere Termine zu verteilen und nicht alle Ruten an einem Tag zu entfernen. So bleibt der Wurzeldruck geringer und die Pflanze kann sich besser regulieren.

Zunächst wird der Strauch von unten nach oben begutachtet. Vier bis fünf kräftige, junge Triebe bleiben stehen – sie sind hell, glatt und wachsen steil nach oben. Alles, was älter als drei Jahre ist, erkennt man an der dunklen, rissigen Rinde und daran, dass der Trieb kaum noch Neuaustrieb zeigt. Solche Ruten werden mit einer scharfen Schere dicht über dem Boden entfernt, ohne den verbleibenden Stamm zu verletzen. Der Schnitt erfolgt schräg, damit Wasser abläuft und keine Fäulnis entsteht.

Als Faustregel gilt: Erst beobachten, dann schneiden. Zeigt die Pflanze deutlichen Austrieb an mehreren Stellen, ist der Zeitpunkt für den Blütenschnitt gekommen. Bei unsicherer Witterung lässt sich der Schnitt in zwei Schritten ausführen: zuerst das eindeutig abgestorbene Holz, einige Wochen später der formende Rückschnitt. So bleibt die Blüte erhalten und die Pflanze erholt sich schneller.

Sommerblüher wie Hortensien, Buddleja oder Hibiskus blühen am einjährigen Holz. Wer sie im Frühjahr schneidet, bevor der Austrieb sichtbar ist, entfernt oft genau die Knospen, die in diesem Jahr Blüten tragen sollen. Der richtige Moment lässt sich deshalb nicht am Kalender festmachen, Beleuchtung Im wohnzimmer sondern an der Pflanze selbst. Entscheidend ist der Zustand der Knospen, nicht das Datum.

Totholz ist kein normales Holz. Es ist trocken, oft rissig, morsch und mit Sand, Erde oder kleinen Steinchen durchsetzt. Wer hier mit einer Gartenschere arbeitet, kommt schnell an die Grenze: Die Schere ist für grüne Triebe und dünne Zweige gebaut, nicht für hartes, sprödes Altholz. Der Versuch, einen trockenen Ast mit der Schere zu kappen, endet meist damit, dass das Holz splittert, die Klinge verrutscht oder das Getriebe der Schere nachgibt. Deshalb gilt: Für Totholz braucht man eine Säge – und die muss schärfer sein als jede Schere, die man daneben liegen hat.

Neben dem Grundschnitt fallen jedes Jahr Seitentriebe an, die flach am Boden aufliegen oder quer in die Mitte wachsen. Diese Konkurrenztriebe werden vollständig herausgeschnitten, ebenso alles, was von Krankheiten wie dem Johannisbeer-Glasflügler befallen ist. Typische Anzeichen sind welkende Spitzen und ein hohler, ausgefressener Markkanal. Solche Ruten kommen nicht in den Kompost, sondern in den Restmüll oder werden verbrannt, damit sich der Schädling nicht weiter ausbreitet.

Wann Sie eingreifen sollten und wann nicht In den meisten Fällen ist das Bluten harmlos und endet von selbst, sobald die Knospen austreiben. Dann schließen sich die Wunden durch einsetzendes Dickenwachstum, und der Druck verteilt sich auf die jungen Triebe. Kritisch wird es nur, wenn der Saft über Tage stark und ununterbrochen läuft, weil dann Nährstoffe verloren gehen und der Rebstock geschwächt werden kann.

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