5 Gründe, warum Forsythien direkt nach der Blüte geschnitten werden
Wo der Amboss seine Stärke ausspielt Die Amboss-Schere besitzt nur eine bewegliche Klinge. Sie trifft auf einen flachen, meist auswechselbaren Amboss aus weicherem Material. Das Holz wird nicht durchtrennt, sondern gegen die Auflage gedrückt und gebrochen. Das klingt brutal, ist aber bei totem Holz von Vorteil: Trockene Äste splittern unter einer Bypass-Klinge leicht, weil sie nicht nachgeben. Der Amboss hält sie fest und bricht sie kontrolliert. Deshalb setzt man diese Bauart bei Totholz, bei stark verholzten Ästen und beim Auslichten im Winter ein. Ein Nachteil: Der Schnitt ist selten glatt, und an lebendem Gewebe entstehen Quetschungen, die als Eintrittspforte für Pilze dienen.
Ein häufiger Fehler ist der sogenannte Formschnitt mit der Heckenschere. Rhododendron treibt aus den verholzten, kahlen Bereichen nur widerwillig neu aus. Wer die Außenkontur gleichmäßig stutzt, entfernt fast ausschließlich Blütenknospen und erzeugt eine dichte Hülle, in deren Innerem kein Licht mehr ankommt. Besser ist der Aufbau von innen: zunächst alle abgestorbenen, kranken und sich kreuzenden Zweige entfernen, dann die überlangen Triebe einzeln einkürzen. So bleibt die Grundform erhalten und die Pflanze bildet neue Blütenknospen an kurzen, kräftigen Trieben.
Gruppe 3 ist die unkomplizierteste: Diese Clematis blüht am einjährigen Holz, also an den Trieben, die im Frühjahr neu austreiben. Dazu zählen Clematis jackmanii, viticella und tangutica. Sie blühen von Juli bis September. Der Schnitt erfolgt im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr, kurz bevor der Neuaustrieb beginnt. Man schneidet alle Triebe auf etwa 20 bis 30 Zentimeter über dem Boden zurück, bei starkwüchsigen Sorten sogar noch tiefer. Wer das nicht tut, bekommt zwar Blüten, aber nur weit oben und in geringerer Zahl.
Für die Praxis gilt: Am besten hält man beide Scheren bereit und greift je nach Material zur passenden. Bypass für alles Grüne, Amboss für alles Tote. Zwischen den Einsätzen reinigt man die Klingen, ölt das Gelenk und schärft nur die Schneide, nicht den Amboss. Eine stumpfe Bypass-Klinge quetscht, eine nachgeschliffene Amboss-Klinge zerstört die Auflage. Wer diese Trennung einhält, schneidet sauberer, schont die Pflanzen im Innenraum und muss seltener nachkaufen.
Ein Rhododendron, der über Jahre nur spärlich blüht und von unten her verkahlt, hat meist kein Standortproblem, sondern einen Schnittfehler. Wer zur falschen Zeit oder an der falschen Stelle schneidet, entfernt genau die Knospen, die im nächsten Jahr Blüten tragen würden. Der kompakte, blühfreudige Wuchs entsteht nicht durch häufiges Kürzen, sondern durch einen gezielten Eingriff zum richtigen Zeitpunkt an den richtigen Trieben.
Wer die Blüte fördern will, schneidet also sparsam, einzeln und direkt nach der Blüte. Ein über Jahre vernachlässigter Strauch wird nicht in einer Saison umgeformt, sondern über zwei bis drei Schnittperioden. Wer Geduld mitbringt und jedes Jahr nur die langen Triebe auslichtet, bekommt einen kompakten, bis zum Boden belaubten Rhododendron mit deutlich mehr Blüten als nach jedem radikalen Kahlschlag.
Bevor überhaupt geschnitten wird, muss klar sein, wo der Efeu bleiben darf und wo nicht. Ein Klettergerüst aus Metall oder Holz hält die Ranken von der Wand fern. Wer keine Rankhilfe will, sollte mindestens einen Abstand von zehn Zentimetern zur Fassade einhalten. Das gelingt, indem man den Efeu an Drahtseilen führt, die vor der Wand gespannt sind. So bleiben die Haftwurzeln vom Putz fern, und die Fugen werden nicht belastet.
Das klingt einfacher, als es ist. Der entscheidende Fehler liegt nicht in der Menge, sondern in der Auswahl. Viele schneiden die schwächsten Triebe zuerst, weil sie optisch stören. Genau das ist falsch. Entfernt werden die ältesten, dicksten und verholzten Äste – idealerweise die, deren Rinde bereits grau und rissig ist. Junge, kräftige Triebe bleiben stehen, denn sie tragen in den nächsten Jahren die Blüte und den Neuaustrieb. Man erkennt sie an der glatten, oft helleren Rinde und am kräftigen Austrieb im Vorjahr.
Nach dem Schnitt braucht der Strauch Unterstützung, aber keine Überdüngung. If you have almost any concerns relating to in which and the best way to use zur Website, you can contact us on our own internet site. Eine dünne Schicht Laubkompost oder Rhododendronerde um die Wurzeln hält den Boden sauer und feucht. Stickstoffbetonte Dünger im Spätsommer sind kontraproduktiv, weil sie weiches Wachstum fördern, das nicht ausreift und im Winter erfriert. Wer den Schnitt mit einem zu tiefen Rückschnitt in alte, kahle Zweige verbindet, muss mit langem Warten rechnen: Aus schlafenden Knospen am alten Holz treibt Rhododendron zwar aus, aber oft erst im zweiten Jahr und zunächst rein vegetativ.
Die Bypass-Schere arbeitet nach dem Prinzip einer Papierschere. Beide Klingen sind geschwungen und laufen beim Schließen seitlich aneinander vorbei. Dadurch entsteht ein sauberer Schnitt, der die Leitungsbahnen im Trieb kaum verletzt. Wichtig ist die Einstellung: Die Klingen dürfen sich nicht berühren, aber auch keine Lücke lassen, in der dünne Zweige einklemmen. Eine Schraube an der Gelenkachse reguliert das Spiel. Wer hier zu fest anzieht, reibt die Klingen aufeinander und ruiniert die Schneide; wer zu locker lässt, knickt statt zu schneiden. Bypass-Scheren gehören deshalb an lebendes Holz, an Rosen, an junge Triebe und an alles, was weiterwachsen soll.
등록된 댓글이 없습니다.