Nach dem Nähen wird der Saum noch einmal gebügelt, diesmal über einem …

Georgianna Hoop… 26-09-13 08:44 2 0

Nach dem Nähen wird der Saum noch einmal gebügelt, diesmal über einem weichen Untergrund, damit die Naht nicht platt gedrückt wird. Erst jetzt zeigt sich, ob der Blindsaum wirklich unsichtbar ist. Von außen darf höchstens eine feine, kaum wahrnehmbare Linie zu sehen sein, die je nach Stoff und Farbe in der Webstruktur verschwindet. Wer diese Reihenfolge einhält – bügeln, testen, langsam nähen, nachbügeln – bekommt eine saubere Kante, die auch nach mehreren Wäschen hält.

Typische Fehler passieren schnell. Manche dekatieren nur ein kleines Stück und schneiden den Rest ungewaschen zu – dann läuft der ungewaschene Teil später anders ein. Andere bügeln den Stoff heiß und trocken, statt zu dämpfen, und wundern sich über glänzende Stellen. Ein weiterer Fehler: den Stoff nach dem Waschen aufhängen, obwohl er schwer ist und sich unter seinem eigenen Gewicht verzieht. Besser flach trocknen. Auch das Bügeln Pflanzen im Innenraum nassen Zustand kann Fasern schädigen, besonders bei Wolle und Seide.

So wird dekatziert, ohne den Stoff zu ruinieren Am zuverlässigsten ist die Methode, die der späteren Pflege entspricht. Ein Stoff, der in der Maschine gewaschen wird, wird vor dem Zuschnitt genauso gewaschen – mit der gleichen Temperatur und dem gleichen Programm. Ein Stoff, der nur chemisch gereinigt wird, wird gedämpft. Beim Waschen den Stoff nicht schleudern, sondern flach liegend trocknen, damit er sich nicht verzieht. Beim Dämpfen mit dem Bügeleisen reichlich Dampf geben und das Eisen knapp über dem Stoff halten, ohne ihn zu pressen. Wichtig ist, den Stoff vor dem Zuschnitt vollständig trocknen zu lassen.

Nicht jeder Stoff läuft gleich stark ein. Baumwolle und Leinen schrumpfen oft zwischen drei und zehn Prozent, Wolle kann ebenfalls einlaufen, Polyester und andere Synthetikfasern dagegen kaum. Ein Blick auf das Pflegeetikett gibt erste Hinweise. Fehlt es oder ist es unklar, hilft ein Test: Ein Quadrat von etwa zehn auf zehn Zentimetern abmessen, markieren, waschen und nach dem Trocknen erneut messen. Die Differenz zeigt, mit welcher Schrumpfung zu rechnen ist.

So werden die Falten technisch sauber angele

Nach dem Dekatieren den Stoff ausbreiten und vollständig abkühlen lassen, erst dann zuschneiden. Achtung: Der Stoff kann sich beim Dämpfen leicht verziehen, deshalb vor dem Zuschnitt die Webkante prüfen und den Fadenlauf neu ausrichten. Bei gemusterten Stoffen darauf achten, dass das Muster nach dem Dekatieren noch passt – manchmal verschiebt es sich leicht. Wer diese Schritte einhält, hat später beim Nähen weniger Überraschungen und ein Ergebnis, das auch nach mehreren Wäschen noch sitzt.

If you enjoyed this post and you would certainly such as to get more information relating to Platzsparende Möbel kindly see the web page. Stoff, der direkt nach dem Kauf zugeschnitten wird, kann nach dem ersten Waschen einlaufen. Dann passen die Nähte nicht mehr, die Ärmel werden zu kurz, der Rock sitzt zu eng. Wer das vermeiden will, dekatziert den Stoff vor dem Zuschnitt. Dekatieren bedeutet, den Stoff vor dem endgültigen Verarbeiten so zu behandeln, wie er später gepflegt wird – meist durch Waschen oder Dämpfen. So schrumpft das Material kontrolliert, bevor es zugeschnitten wird.

Eine häufige Fehlerquelle ist zu viel Zug am Stoff. Wer vor der Nadel zieht oder hinter dem Nähfuß nachschiebt, verzieht die Naht. Der Transporteur arbeitet von unten, die obere Lage wird nur mitgenommen. Bei zwei Stofflagen können sie sich unterschiedlich verschieben, besonders an Rundungen. Dagegen hilft Stecken oder besser Heften entlang der Nahtlinie. Wer mit leichtem Druck von oben führt statt zu ziehen, behält beide Lagen unter Kontrolle.

Ein häufiger Fehler ist das Absteppen über eine bereits gebügelte Naht, ohne die Nahtzugabe vorher zu fixieren. Die Zugabe wandert unter dem Nähfuß, die Steppnaht verläuft schief, und die Kante wirft Falten. Abhilfe schafft ein kurzer Heftstich mit der Hand oder ein Klebeband, das die Zugabe vor dem Nähen fixiert und danach rückstandslos entfernt wird. Ebenso problematisch ist das Bügeln nach dem Absteppen mit zu viel Druck. Die Naht wird plattgedrückt und verliert die gewünschte Kante.

Für einen Hohlsaum benötigt man einen Stoff mit gleichmäßiger Bindung, etwa Leinen oder Baumwolle. Zuerst werden mit einer spitzen Nadel oder einer Häkelnadel mehrere Fäden in einer Reihe ausgezogen – meist in Kettrichtung. Die verbleibenden Fäden werden dann paarweise mit festen Stichen umwickelt. Wichtig ist, die Fäden nicht zu straff zu ziehen, sonst verzieht sich das Gewebe. Ein häufiger Fehler ist das Ausziehen zu vieler Fäden auf einmal; besser ist es, in kleinen Schritten zu arbeiten und die Breite des Saums schrittweise anzupassen. Nach dem Umwickeln wird der Saum vorsichtig gebügelt, damit er flach liegt.

Rundungen an der Nähmaschine sauber zu nähen, scheitert selten am Können, sondern an der Vorbereitung. Wer eine Kurve einfach unter den Nähfuß schiebt und losnäht, bekommt am Außenbogen Wellen und am Innenbogen kleine Fältchen. Das liegt daran, dass zwei Stoffkanten unterschiedlich lang sind: Außen mehr Umfang, innen weniger. Diese Differenz muss vor dem Nähen ausgeglichen werden, nicht während.

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