Die fertigen Schrägbandrollen kühl und trocken lagern. Direkte Sonne v…
Beim Umsticken wird von rechts nach links gearbeitet, der Faden läuft unter dem Stab entlang. Jeder Stich sollte den Stoff nicht durchstechen, sondern nur die freien Fäden fassen. Wer zu tief einsticht, beschädigt das Gewebe und der Hohlsaum franst aus. Nach dem Fertigstellen den Saum vorsichtig bügeln, am besten über einem weichen Tuch, damit die Stäbe nicht plattgedrückt werden.
Für Anfänger empfiehlt es sich, mit einer Muschelkante auf einem festen Baumwollstoff zu beginnen, da dieser weniger zum Ausfransen neigt. Hohlsaum eignet sich eher für leinwandbindige Stoffe wie Leinen, bei denen sich Fäden sauber ziehen lassen. Bei beiden Techniken gilt: Der Faden darf nicht zu lang sein, sonst verdrillt er sich und die Stiche werden ungleichmäßig. Nach einigen Zentimetern die Arbeit wenden und prüfen, ob die Rückseite sauber ist.
Für die Serie lohnt sich eine Schablone aus Karton oder fester Folie. Ein Streifen von exakt der fertigen Saumbreite wird an die Kante gelegt und der Stoff darüber gebrochen. So entsteht bei jeder Serviette dieselbe Breite, ohne Nachmessen. Noch effizienter: eine Bügelhilfe, die den Stoff während des Bügelns führt. Wichtig ist, die Schablone nach einigen Servietten zu prüfen, weil sich der Karton an den Kanten abnutzt und dann breitere Brüche erzeugt.
Streifen schneiden und zum Band verbind
Die fertigen Schrägbandrollen kühl und trocken lagern. Direkte Sonne vermeiden, siehe hier weil die Farbe ausbleichen kann. Wer das Band aus vorbereiteten Streifen herstellt, spart nicht nur Geld, sondern hat auch die Kontrolle über Material und Breite. Mit etwas Übung dauert die Herstellung eines Meters Band nicht länger als fünf Minuten.
Hohlsaum: Fäden ziehen und Stäbe umsticken Für einen Hohlsaum zuerst die Webrichtung bestimmen. Mit einer spitzen Schere oder einer Nadel werden in einer Linie zwei bis vier Fäden vorsichtig herausgezogen, je nach gewünschter Breite. Danach die verbleibenden Fäden bündeln und mit festen Stichen, etwa Schlingen- oder Steppstichen, zu Stäben umsticken. Wichtig ist gleichmäßige Spannung: Zu locker gestickte Stäbe verziehen sich, zu fest gezogene ziehen den Stoff zusammen. Typische Fehler sind ungleiche Fadenzahl, schiefes Ausziehen und das Überspringen von Stäben, wodurch Löcher entstehen. Ein Probestück auf demselben Stoff verhindert Überraschungen.
Die Spannung wird in kleinen Schritten eingestellt. Zuerst den Regler auf eine mittlere Position drehen, dann ein Teststück mit geradem Stich nähen. Erst wenn der Faden oben sauber in der Nut liegt und die Kapsel korrekt sitzt, wirkt eine Veränderung am Regler überhaupt. Drehen im Uhrzeigersinn erhöht meist die Spannung, gegen den Uhrzeigersinn senkt sie. Nach jeder Viertelumdrehung erneut nähen und die Naht auf beiden Seiten vergleichen. Ober- und Unterfaden sollen sich in der Stoffmitte treffen, nicht auf einer Seite Schlaufen bilden.
Am Ende der Naht sicherst du den Faden mit zwei Rückstichen und einem Knoten. Schneide den Faden nicht direkt am Knoten ab, sondern lasse einen Zentimeter stehen und versäubere ihn später mit einer Nadel im Stoffinneren. Ein typischer Fehler ist, Https://Sevtfoms.Ru/ den Faden einfach abzuschneiden. Dann rutscht der Knoten durch die Maschen und die Naht öffnet sich wieder. Ein weiterer Fehler ist, den Matratzenstich bei dehnbaren Stoffen mit normaler Nadel zu arbeiten. Verwende eine Nadel mit abgerundeter Spitze, damit du die Fasern nicht spaltest.
Hohlsaum und Muschelkante sind zwei klassische Handarbeiten, die oft verwechselt werden, weil beide mit freiem Faden auf einem Gewebe arbeiten. Der Unterschied liegt im Aufbau: Beim Hohlsaum werden Fäden aus dem Stoff gezogen, sodass ein Gitter oder Lochmuster entsteht, das anschließend mit Stickstichen umfasst wird. Die Muschelkante dagegen ist eine Abschlusskante, bei der mit Nadel und Faden halbrunde Bögen über den Stoffrand gearbeitet werden, ohne dass zuvor Fäden ausgezogen werden. Wer beide Techniken kennt, wählt je nach Projekt: Hohlsaum für Flächen und Saumverzierungen, Muschelkante für Kanten, die nicht ausfransen sollen.
Die Muschelkante beginnt am Stoffrand. Zuerst wird der Rand mit einem festen Stich, etwa einem Hexenstich, gesichert. Dann werden in gleichmäßigen Abständen Fäden über den Rand Platzsparende Möbel gelegt und mit dichten Stichen umwickelt, sodass halbrunde Bögen entstehen. Die Bögen dürfen nicht zu weit sein, sonst hängen sie durch; zu enge Bögen ziehen den Stoff ein. Ein häufiger Fehler ist, die Fäden zu straff zu spannen, wodurch sich der Rand wellt. Besser ist es, die Bögen locker zu formen und erst am Ende die Form zu korrigieren.
Wer beide Techniken beherrscht, kann sie kombinieren: Ein Hohlsaum als Zierstreifen und eine Muschelkante als Abschluss ergeben ein sauberes Ergebnis. Entscheidend ist die richtige Vorbereitung, gleichmäßige Stiche und Geduld. Mit etwas Übung entstehen haltbare, handgearbeitete Kanten, die auch nach vielen Wäschen ihre Form behalten.
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