Matratzenstich oder Blindstich: was die Naht wirklich verdeckt

Kendra 26-09-13 08:53 2 0

Die Muschelkante ist technisch einfacher, aber in der Wirkung empfindlicher. Gearbeitet wird sie über einen schmalen, doppelt umgelegten Saum. Die Nadel sticht knapp unter der Bruchkante ein, führt den Faden über die Kante und zieht ihn in gleichmäßigem Bogen fest. Entscheidend ist die Fadenspannung: Zu locker, und die Bögen hängen schlaff; zu fest, und der Stoff kräuselt sich und wellt sich dauerhaft. Wer zum ersten Mal arbeitet, sollte auf einem Reststück üben, Raumteiler Ohne Sichtschutz bis die Bögen dieselbe Höhe und denselben Abstand haben. Ein sechsfacher Stickfaden ist meist zu dick, ein vierfacher reicht für mittlere Stoffe völlig aus.

Die Kordeln werden nach dem Raffen um die letzten Zentimeter gewickelt und mit ein paar Stichen gesichert. überschüssige Kordel wird abgeschnitten, nicht abgerissen. Anschließend wird die Gardine flach auf den Boden gelegt und die Falten mit den Fingern in gleichmäßige Wellen geordnet. Erst dann kommt sie an die Stange. Hängt sie bereits, lassen sich ungleiche Falten nur noch schwer korrigieren, weil das Eigengewicht des Stoffs die Verteilung festlegt.

Muschelkante: Technik und Fallstric

Bevor die Nadel zum Einsatz kommt, wird die Öffnung vorbereitet. Der Bezug wird vorsichtig gereinigt, lose Fäden werden mit einer feinen Schere abgeschnitten, nicht gerissen. Bei elastischen Matratzenstoffen ist es sinnvoll, die Kanten leicht zu dehnen, damit sie später nicht unter Spannung stehen. Wer hier zu grob arbeitet, riskiert, dass die Naht nach dem ersten Liegen wieder aufgeht.

Zunächst wird die obere Stoffkante versäubert und gebügelt. Das Kräuselband liegt mit der glatten Seite nach außen auf der linken Stoffseite, die Kordeln zeigen nach unten. Die Bandbreite muss zum Faltenwurf passen: Für leichte Gardinen reicht ein schmales Band, für schwere Vorhänge braucht es ein breites, das die Last der Falten trägt. Das Band wird bündig an der Oberkante angesteckt, alle paar Zentimeter mit einer Nadel fixiert und an beiden Enden um etwa zwei Zentimeter eingeschlagen, damit die Kordeln nicht herausrutschen.

Beim Zusammennähen nähst du einmal außen herum. An den Ecken die Nadel im Stoff lassen, den Stoff wenden und weiternähen, statt abzusetzen. Das verhindert ausgefranste Ecken. Nach dem Nähen die Nahtzugabe an den Ecken schräg zurückschneiden, aber nicht zu dicht an die Naht, sonst platzt sie beim Wenden auf. Dann die Hülle wenden, Ecken mit einer stumpfen Nadel ausformen und die Kanten bügeln. Ein letzter Kontrollblick: Die Öffnung muss mittig sitzen, sonst wirkt die Hülle schief.

Nach dem Nähen werden die Kordeln an einem Ende verknotet. Am anderen Ende zieht man sie gleichmäßig und in kleinen Schritten zusammen, nicht in einem Zug. Zwischen den Zügen wird der Stoff immer wieder glatt gestrichen und die Falten mit der Hand verteilt. So entsteht eine gleichmäßige Kräuselung über die gesamte Breite. Wer nur an einer Stelle zieht, erzeugt einen Zugpunkt, an dem sich alle Falten stauen. Die fertige Breite sollte vorher ausgemessen werden: Sie ergibt sich aus der gewünschten Endbreite plus der Stoffbreite, die für den Faltenwurf nötig ist.

Für den Stoff gilt: Webware aus Baumwolle oder Leinen lässt sich am saubersten verarbeiten. Jersey oder Strickstoffe rollen sich an den Kanten ein und erschweren das exakte Säumen. Wer zum ersten Mal näht, sollte auf Muster mit Richtung verzichten, denn beim Zuschnitt muss das Muster auf beiden Rückenteilen übereinstimmen. Ein Fehler, der oft erst nach dem Waschen auffällt: Stoffe vor dem Zuschnitt einmal heiß waschen und trocknen, sonst zieht sich die fertige Hülle unterschiedlich zusammen und der Verschluss öffnet sich von selbst.

Wie der verdeckte Stich tatsächlich funktioniert Die Nadel wird nicht senkrecht durch beide Stofflagen gestochen, When you have any kind of issues concerning in which and also the best way to work with wohnkomfort verbessern, you possibly can call us on the web site. sondern schräg. Man führt sie von der Innenseite der einen Kante aus, holt nur wenige Millimeter Stoff mit, zieht den Faden durch und wiederholt dies auf der gegenüberliegenden Seite. Der Faden bleibt dabei zwischen den Kanten verborgen. Wichtig ist ein gleichmäßiger Abstand von etwa drei bis fünf Millimetern. Zu große Stiche hinterlassen sichtbare Lücken, zu enge Stiche ziehen den Stoff zusammen und werfen Falten. Nach einigen Zentimetern wird der Faden leicht angezogen, nicht gerafft, und die Naht mit einem doppelten Rückstich gesichert.

Die richtige Überlappung entscheidet Für eine Hülle von 40 auf 40 Zentimetern schneidest du zwei Stoffstücke. Das Vorderteil bleibt exakt 40 mal 40 Zentimeter. Das Rückenteil wird geteilt: ein Streifen von etwa 30 Zentimetern Höhe und einer von etwa 22 Zentimetern. Beide Rückenteile werden an der späteren Öffnungskante zweimal umgeschlagen, also erst einen Zentimeter, dann noch einmal einen Zentimeter, und knappkantig abgesteppt. Diese doppelte Einschlagkante ist der eigentliche Hotelverschluss. Die Überlappung sollte mindestens 15 Zentimeter betragen, sonst rutscht das Kissen beim Aufschütteln heraus. Bei größeren Kissen proportionale Zugabe einplanen.

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