Wenn der Stoff einläuft, sitzt jedes genähte Teil danach falsch

Jacqueline 26-09-13 08:57 2 0

class=Die Kappnaht: stabil, aber nicht für jede Stelle Die Kappnaht, auch als Doppelnaht bekannt, ist die robusteste Methode Raumteiler ohne Sichtschutz Overlock. Sie wird vor allem bei Jeans, Arbeitshosen und Bettwäsche eingesetzt. Zuerst legt man die Stoffkanten rechts auf rechts aufeinander und näht mit einer normalen Geradnaht etwa einen Zentimeter vom Rand entfernt. Dann bügelt man die Nahtzugaben auseinander, klappt eine Seite über die andere und steppt knapp an der Kante fest. Der Fehler, den viele machen: Sie bügeln nicht sorgfältig genug. Ohne präzises Bügeln wird die Kappnaht schief und wellt sich. Außerdem eignet sich die Kappnaht nicht für dicke, voluminöse Stoffe oder für stark taillierte Nähte, weil sie dann aufträgt.

Prüfen statt drehen: die richtige Reihenfol

Der häufigste Fehler ist ein zu breiter zweiter Einschlag. Wird die zweite Lage breiter als die erste, liegt die innere Kante nicht unter der äußeren und franst später aus. Wer umgekehrt die zweite Lage zu schmal wählt, sieht nach dem Nähen die erste Stoffkante als unschöne Linie durchscheinen. When you loved this article and you want to receive more information about Resurs.mruo.ru i implore you to visit our own webpage. Ein weiterer Fehler ist das Nähen mit zu großem Abstand zur Bruchkante. Die Naht sollte knapp an der inneren Kante verlaufen, etwa 1 bis 2 mm entfernt, sonst entsteht eine wulstige Kante, die sich beim Tragen aufrollt. Schließlich wird oft vergessen, die Nahtzugabe vor dem Bügeln zurückzuschneiden, wenn der Stoff dick ist.

Für den Blindsaum gibt es zwei gängige Wege. Entweder wird der Saum mit einem Blindstich genäht, bei dem die Nadel nur wenige Fasern der oberen Stofflage erfasst, oder mit einem schmalen Zickzackstich von der linken Seite, der knapp unter der Bruchkante greift. In beiden Fällen entscheidet die Nadelposition über das Ergebnis. Die Nadel muss so eingestellt sein, dass sie die obere Lage gerade noch berührt, aber nicht durchsticht. Bei einer normalen Nähmaschine lässt sich das über die Stichbreite und die Position des Stoffes unter dem Nähfuß steuern. Wer eine Blindstichmaschine besitzt, stellt den Führungsschuh passend zur Saumbreite ein.

Für den Zug selbst zwei Öffnungen in den Tunnel schneiden, eine auf jeder Seite der späteren Seitennaht. Die Öffnungen mit einem feinen Zickzackstich oder einem kleinen Knopfloch versäubern, damit nichts ausfranst. Wer auf Nummer sicher gehen will, arbeitet mit zwei getrennten Kordelkanälen und zwei Schnüren, Anleitung die sich in der Mitte treffen. Das ist etwas mehr Aufwand, verhindert aber das lästige Durchrutschen einer einzigen Schnur.

Wer keine Overlock besitzt, steht beim Versäubern von Stoffkanten oft ratlos da. Die gute Nachricht: Mit der normalen Nähmaschine lassen sich saubere, haltbare Kanten erzeugen. Entscheidend ist, dass man den Stoff nicht einfach abschneidet und hofft, dass nichts ausfranst. Jede der drei Methoden – Zickzack, Kappnaht und französische Naht – hat ihren Platz, aber sie sind nicht austauschbar. Wer sie verwechselt, produziert entweder dicke Wülste oder Nähte, die nach zwei Wäschen aufgehen.

Zuerst wird der Tunnel vorbereitet, bevor die Seitennaht geschlossen wird. Den oberen Rand des Stoffes zweimal nach innen umbügeln: einmal knapp, dann so breit, dass die Kordel bequem durchpasst. Die fertige Tunnelbreite sollte etwa das Anderthalbfache des Kordeldurchmessers betragen. Bei einer Kordel von vier Millimetern sind das sechs Millimeter fertige Breite, also zwölf Millimeter Umschlag. Wer hier spart, näht später die Kordel fest.

Stoff, der direkt nach dem Kauf zugeschnitten wird, kann nach dem ersten Waschen einlaufen. Dann passen die Nähte nicht mehr, die Ärmel werden zu kurz, der Rock sitzt zu eng. Wer das vermeiden will, dekatziert den Stoff vor dem Zuschnitt. Dekatieren bedeutet, den Stoff vor dem endgültigen Verarbeiten so zu behandeln, wie er später gepflegt wird – meist durch Waschen oder Dämpfen. So schrumpft das Material kontrolliert, bevor es zugeschnitten wird.

Nicht jeder Stoff läuft gleich stark ein. Baumwolle und Leinen schrumpfen oft zwischen drei und zehn Prozent, Wolle kann ebenfalls einlaufen, Polyester und andere Synthetikfasern dagegen kaum. Ein Blick auf das Pflegeetikett gibt erste Hinweise. Fehlt es oder ist es unklar, hilft ein Test: Ein Quadrat von etwa zehn auf zehn Zentimetern abmessen, markieren, waschen und nach dem Trocknen erneut messen. Die Differenz zeigt, mit welcher Schrumpfung zu rechnen ist.

Die französische Naht ist die eleganteste Lösung für feine Stoffe wie Seide, Chiffon oder Batist. Sie versteckt alle offenen Kanten im Inneren und erzeugt eine saubere, flache Naht. Der Ablauf: Stoff links auf links legen, mit einer Geradnaht etwa sechs Millimeter von der Kante nähen, dann die Nahtzugabe auf die Hälfte zurückschneiden. Anschließend den Stoff wenden, die Naht flach bügeln und ein zweites Mal etwa einen Zentimeter von der Kante entfernt nähen. Der zweite Stich schließt die erste Naht vollständig ein. Typische Fehler: zu viel Stoff bei der ersten Naht, sodass die zweite Naht nicht mehr greift, oder das Zurückschneiden vergessen. Wer die französische Naht bei dicken Stoffen verwendet, bekommt eine harte, klobige Kante, die den Stoff verzieht.

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