Hortensien schneiden: Der Schnitt im falschen Moment kostet die Blüte

Mora 26-09-13 09:02 2 0

Typische Fehler sind das Abreißen in einem Zug, der Einsatz von Chemikalien direkt am Putz und das Schneiden in der Hauptwachstumsphase im Frühsommer. Besser ist ein Rückschnitt im Spätwinter oder nach dem Austrieb, wenn der Efeu weniger stark nachschiebt. Wer nur die Spitzen kappt und die Haftwurzeln stehen lässt, gewinnt nichts: Der Efeu wächst von dort aus weiter und dringt erneut in die Fugen ein.

Wer den Strauch regelmäßig pflegt, braucht keine radikalen Eingriffe. Ein jährlicher Schnitt im späten Winter, alte Ruten raus, kräftige junge Triebe bleiben, hält die Johannisbeere über viele Jahre ertragreich. Der Strauch dankt es mit größeren Beeren und einer Ernte, die nicht von Jahr zu Jahr schwankt.

Wer Hortensien wie Rosen behandelt und im Frühjahr radikal zurückschneidet, entfernt oft genau die Knospen, aus denen im Sommer die Blüten werden sollen. Der entscheidende Punkt ist die Frage, ob eine Sorte am alten Holz oder am neuen Holz blüht. Diese Unterscheidung bestimmt, wann und wie stark geschnitten werden darf. Ein falscher Termin führt nicht zum Absterben der Pflanze, aber zu einer Saison Raumteiler ohne Sichtschutz Blüten.

Die Grenze lässt sich vor dem Schnitt mit bloßem Auge bestimmen. Greift man einen Zweig ab und biegt ihn leicht, sieht man am Übergang von grünen Nadeln zu brauner Rinde einen deutlichen Farbwechsel. Bis dorthin darf die Schere gehen, wenige Zentimeter darüber hinaus wird es riskant. Innerhalb der grünen Zone sitzen an den Triebachsen kleine, hellgrüne Knospen, die nach dem Schnitt austreiben. Fehlen diese Knospen, bleibt die Stelle kahl. Wer unsicher ist, schneidet lieber einen Zentimeter zu wenig als einen zu viel.

Sommer- und Herbstblüher jetzt zurückschneiden Stauden, die von Juni bis Oktober blühen, können nach dem Verblühen kräftig zurückgeschnitten werden. Dazu gehören Sonnenhut, Fetthenne, Herbstastern, Phlox und Rudbeckien. Der Schnitt erfolgt etwa eine Handbreit über dem Boden, bei kräftigen Pflanzen bis auf 10 bis 15 Zentimeter. Ein Rückschnitt bis kurz über den Boden regt einen frischen Austrieb an, der oft noch im selben Jahr Blüten trägt. Wichtig: Nicht in die Blattrosette schneiden, die am Boden überwintert.

Schneiden am neuen Holz: Der unkomplizierte Fall Anders verhalten sich die Schneeballhortensie (Hydrangea arborescens) und die Rispenhortensie (Hydrangea paniculata). Sie bilden ihre Blüten erst an den Trieben, die im laufenden Jahr wachsen. Diese Sorten vertragen einen kräftigen Rückschnitt Beleuchtung im Wohnzimmer zeitigen Frühjahr, kurz vor dem Austrieb. Ein Schnitt bis auf 30 bis 50 Zentimeter über dem Boden ist möglich und fördert sogar größere Blütenstände. Wer hier zu zaghaft schneidet, bekommt viele dünne Triebe und kleinere Blüten.

Nach dem Schnitt bleibt die Wunde offen. Kein Wundverschluss, keine Farbe, kein Wachs. Der Baum bildet selbst eine Abschottungsschicht, und Mittel auf der Schnittfläche behindern diesen Prozess eher. Wichtig ist nur, dass der Schnitt sauber ist und der Kragen steht. Bei starken Ästen lohnt es sich, vorher eine Leiter zu nutzen und den Fallweg des Astes freizuhalten. Wer die drei Schnitte einmal an einem dickeren Ast geübt hat, erkennt sofort, warum ein einzelner Schnitt keine Option ist.

Bei Gräsern ist besondere Vorsicht geboten: Immergrüne Arten wie Seggen werden nur im Frühjahr geschnitten, sommergrüne wie Chinaschilf erst im März. Ein Herbstschnitt bei Gräsern führt zu Wasserverlust über die Schnittstellen und zum Absterben. Wer im Herbst unsicher ist, lässt alle Stauden stehen, die Samenstände bieten Vögeln Nahrung und schützen die Krone vor Frost.

Wer die Regeln befolgt, hat im nächsten Jahr kräftige Pflanzen und eine längere Blütezeit. Ein Blick auf die Art und den Zeitpunkt der Blüte verhindert die meisten Fehler. Bei Unsicherheit gilt: lieber stehen lassen als falsch schneiden.

Ein typischer Fehler ist der Einheitsschnitt für alle Hortensien im Garten. Wer im März alle Sträucher auf die gleiche Höhe stutzt, nimmt den alten-Holz-Sorten die Blüte und schwächt zugleich die neuen-Holz-Sorten, weil der Schnitt zu spät oder zu schwach erfolgt. Besser ist es, den Bestand vorher zu prüfen: Blüht die Pflanze an den Spitzen der vorjährigen Triebe, ist sie der alten Gruppe zuzuordnen. Erscheinen die Knospen erst an frischen, grünen Trieben, gehört sie zur neuen Gruppe.

Zu den Sorten, die am alten Holz blühen, gehören die weit verbreitete Bauernhortensie (Hydrangea macrophylla), die Tellerhortensie (Hydrangea serrata), die Eichenblatthortensie (Hydrangea quercifolia) und die Kletterhortensie (Hydrangea petiolaris). Bei ihnen entstehen die Blütenknospen bereits im Vorjahr an den Trieben. Wer diese Triebe im Frühjahr abschneidet, vernichtet den Blütenansatz. Diese Gruppe wird daher nur nach der Blüte im Spätsommer oder Herbst geschnitten, Platzsparende MöBel und auch dann nur sparsam.

Bei den alten-Holz-Sorten beschränkt sich der Schnitt auf das Entfernen abgestorbener, kranker oder sich kreuzender Triebe. Ein Rückschnitt erfolgt direkt nach der Blüte, damit die Pflanze bis zum Herbst neue Knospen für das nächste Jahr anlegen kann. Ein später Schnitt im Herbst oder gar im Winter schadet, weil die jungen Triebe nicht mehr ausreifen. Wer unsicher ist, lässt die Pflanze ein Jahr lang ungeschnitten und beobachtet, wo die Blüten sitzen.

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