Knospen oder Laub: wann Sommerblüher wirklich geschnitten werden

Von 26-09-13 09:05 2 0

Typische Fehler entstehen durch Ungeduld. Wer zu früh schneidet, setzt die Schnittstellen Frost aus und verliert Knospen. Wer zu spät schneidet, entfernt bereits ausgetriebene Blütenanlagen. Ein weiterer häufiger Fehler ist der gleichmäßige Rückschnitt aller Triebe. Das fördert dichten, blühfaulen Wuchs. Besser ist es, gezielt alte, schwache oder sich kreuzende Triebe zu entfernen und kräftige Leittriebe stehen zu lassen.

Trennen statt ziehen: die Technik, die den Putz rett

Der wichtigste Schritt kommt vor jedem Schnitt: Prüfen, wo der Efeu überhaupt haftet. An glattem, intaktem Außenputz hält er sich nur oberflächlich. An porösen Stellen, an Rissen und in den Fugen zwischen Klinkern oder Naturstein sitzen die Haftwurzeln dagegen tief. Wer dort ohne Vorbereitung zieht, beschädigt den Untergrund. Deshalb zuerst mit der Hand oder einem dünnen Spachtel testen, wie fest ein Trieb sitzt.

Wer das Messer trotzdem nutzen will, sollte es nur für dünne, krautige Triebe verwenden. Für verholzte Zweige ist es das falsche Werkzeug. Die Handschere bleibt die bessere Wahl, weil sie sauber trennt, die Wunde klein hält und dem Strauch die Heilung erleichtert. Ein scharfes Werkzeug ersetzt dabei keine Technik: Der richtige Winkel, der richtige Abstand zur Knospe und der passende Zeitpunkt entscheiden darüber, ob der Kirschlorbeer dicht und gesund bleibt.

Ein häufiger Fehler ist der Rundumschlag ohne Rücksicht auf den Zustand der Pflanze. Ein bereits geschwächtes, von Pilzen befallenes oder jahrelang vernachlässigtes Gehölz überlebt einen radikalen Rückschnitt oft nicht. Prüfen Sie vorher, ob das Holz im Inneren noch frisch und hell ist. Ein weiterer Fehler: der Schnitt in praller Sonne bei großer Hitze. Die freigelegten Stummel verbrennen dann leicht, die Rinde platzt auf. Decken Sie empfindliche Schnittstellen mit einem Wundverschluss ab, vor allem bei stark sonnenexponierten Standorten. Und düngen Sie nach dem Eingriff nicht sofort stark, sonst schießt die Pflanze in unerwünscht weiches, instabiles Holz.

Arbeiten Sie immer von unten nach oben und von der Mitte nach außen. Die Hecke sollte oben schmaler sein als unten, damit Licht bis zum Boden gelangt. Ein häufiger Fehler ist der senkrechte Schnitt, bei dem die Unterseite beschattet wird und verkahlt. Ein weiterer Fehler: zu tiefes Einkürzen der Seitenzweige, weil die Schere versehentlich in den braunen Bereich gerät. Kontrollieren Sie nach jedem Zug, ob die Schnittfläche noch von grünen Nadeln umgeben ist.

Der Unterschied zwischen Aufbauschnitt und Blütenschnitt Beim Aufbauschnitt geht es darum, die Grundstruktur zu erhalten oder zu verjüngen. Er erfolgt, wenn die Pflanze noch ruht, aber keine strengen Fröste mehr zu erwarten sind. Der Blütenschnitt dagegen richtet sich danach, wo die Pflanze ihre Knospen ansetzt. Bei Arten, die am letztjährigen Holz blühen, wird nur das abgestorbene Holz entfernt. Bei Arten, Raumteiler Ohne Sichtschutz die am neuen Holz blühen, darf kräftiger zurückgeschnitten werden, sobald der Austrieb beginnt.

Der richtige Zeitpunkt entscheidet über den Erfolg Schneiden Sie laubabwerfende Gehölze am besten im Spätwinter, kurz bevor der Austrieb beginnt. Dann sind die Energiereserven in Wurzeln und Stamm gespeichert, und die Pflanze kann im Frühjahr sofort durchstarten. Ein Schnitt im Herbst ist riskant, weil offene Wunden und austretende Feuchtigkeit Frost und Pilzen Tür und Tor öffnen. Beleuchtung im Wohnzimmer Sommer geschnittene Sträucher treiben zwar oft noch einmal aus, gehen aber geschwächt in den Winter. Ausnahme: stark blutende Arten wie Birke, Ahorn und Walnuss schneidet man erst nach dem Laubaustrieb, sonst verlieren sie über die Schnittflächen zu viel Saft.

Einen Strauch oder Baum auf den Stock zu setzen bedeutet, alle Triebe bis auf kurze Stummel von 10 bis 30 Zentimetern über dem Boden zurückzuschneiden. Der Fachbegriff stammt aus der Forstwirtschaft und beschreibt einen der stärksten Eingriffe überhaupt. Nicht jedes Gehölz verkraftet das. Wer falsch ansetzt, verliert die Pflanze oder wartet Jahre auf einen mickrigen Neuaustrieb. Entscheidend sind die Regenerationsfähigkeit der Art, der Zeitpunkt und der Zustand des Gehölzes vor dem Schnitt.

Der erste verlässliche Hinweis ist das Anschwellen der Blattknospen. Sobald die Knospen prall werden und sich grün oder rötlich färben, beginnt der Saftstrom. Jetzt lässt sich gut erkennen, welche Triebe leben und welche erfroren sind. Ein Fingertest am Trieb hilft zusätzlich: Lässt sich die Rinde leicht eindrücken und zeigt sich darunter grünes Gewebe, ist der Trieb vital. Braune, trockene Stellen werden bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten.

Zu den zuverlässigsten Kandidaten zählen alle Arten, die von Natur aus aus der Basis oder aus dem Wurzelstock neu austreiben. Dazu gehören Weiden, Hasel, Holunder, Hartriegel, Liguster, Forsythie, Sommerflieder, Sanddorn und viele Ziersträucher mit mehrjährigem Holz. Auch Hainbuche, Feldahorn, Esche und Eiche treiben nach einem Stockhieb meist wieder durch, wenn sie gesund sind. Bei Nadelgehölzen ist dagegen Vorsicht geboten: Fichte, Tanne, Kiefer und Douglasie bilden aus altem Holz kaum neue Knospen. Ein radikaler Rückschnitt bedeutet bei ihnen in der Regel das Ende.

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