5 Gründe, warum Hecken unten breiter geschnitten werden
Nicht jedes Ziergras verträgt denselben Rückschnitt. Immergrüne Arten wie Seggen oder einige Bambusformen werden nur ausgelichtet, nicht radikal abgeschnitten. Bei ihnen entfernt man lediglich abgestorbene Halme und kürzt zu lange Triebe ein. Sommergrüne Gräser, etwa Chinaschilf oder Lampenputzergras, dürfen dagegen kräftig zurückgeschnitten werden. Ein häufiger Fehler ist, alle Gräser gleich zu behandeln. Wer immergrüne Arten bis zum Boden abschneidet, nimmt ihnen die Blätter, die sie für die Photosynthese brauchen, und schwächt sie über Monate.
Ein Heckenschnitt in Trapezform ist keine Frage des Geschmacks, sondern eine Frage des Lichts. Wird eine Hecke oben genauso breit oder breiter als unten geschnitten, fällt auf die unteren Triebe kaum noch direktes Sonnenlicht. Die Folge: unten verkahlt die Hecke, oben wächst sie weiter, und nach einigen Jahren steht eine grüne Wand mit brauner Basis. Wer unten breiter als oben schneidet, hält die unteren Partien im Licht und damit vital.
Bei mehrblütigen Sorten, deren Knospen in Büscheln stehen, geht man anders vor. Hier schneidet man zunächst die verblühte Einzelblüte mit kurzem Stiel heraus, bis zur nächsten Verzweigung. Erst wenn das gesamte Büschel verblüht ist, wird der ganze Trieb bis zum nächsten kräftigen Auge unterhalb des Büschels entfernt. Wer jeden einzelnen Stiel bis weit nach unten zurückschneidet, verliert unnötig Substanz und verzögert den neuen Austrieb um Wochen.
Wer diese Rangordnung einmal verstanden hat, sieht beim nächsten Baumschnitt sofort, welcher Trieb welche Aufgabe hat. Das ersetzt kein Fachwissen über Sorten und Schnittzeiten, aber es verhindert die groben Fehler, die sich später kaum korrigieren lassen.
Der richtige Zeitpunkt lässt sich an der Pflanze selbst ablesen. Sobald die ersten grünen Spitzen aus der Basis der Horste schieben, ist der Moment gekommen. Das ist je nach Region und Witterung meist im späten Februar oder im März. Ein Blick auf die Wettervorhersage lohnt sich: Steht noch eine längere Frostphase mit Temperaturen deutlich unter null an, wartet man besser noch einige Tage. Ein kurzer Nachtfrost schadet dagegen nicht, solange der Boden nicht tief gefroren ist.
An einem jungen Obstbaum lässt sich früh erkennen, wie er sich entwickeln wird. Wer die Rangordnung der Triebe versteht, kann eingreifen, bevor Fehler festwachsen. Die Begriffe Leittrieb und Gerüstast beschreiben dabei zwei unterschiedliche Aufgaben im Kronenaufbau, die nicht verwechselt werden sollten.
Häufige Fehler: Ein zu tiefer Schnitt bis ins nackte Holz ohne Augen treibt nicht mehr aus. Ein Schnitt in der Vegetationspause vor dem Austrieb kann bei manchen Arten stark bluten. Wird nur außen herumgekürzt, verkahlt das Innere weiter. Und wer das Schnittgut nicht entfernt, riskiert Pilzinfektionen über die frischen Wunden. Sauberes, scharfes Werkzeug ist Pflicht, ebenso ein Schnitt bei trockenem Wetter. Bei starkem Befall mit Krankheiten oder Schädlingen wird der Strauch besser komplett entfernt und neu gepflanzt.
Ein weiterer Fehler ist der Schnitt zur falschen Zeit. Wer Pflanzen im Innenraum Frühjahr blind alles zurückschneidet, was ihm zu lang erscheint, entfernt oft genau die Triebe, die die Krone aufbauen. Besser ist, zunächst nur Konkurrenztriebe und eindeutig störende Äste zu entfernen und die eigentlichen Gerüstäste über mehrere Jahre aufzubauen. Der Leittrieb bleibt dabei unangetastet, solange der Baum noch Höhe gewinnen soll.
Die Zahl der Gerüstäste hängt von der Baumform ab. Für eine schlanke Spindel reichen drei bis vier gut verteilte Äste über die gesamte Lebenszeit. Bei einer Pyramidenkrone sind es fünf bis sechs, verteilt auf zwei oder drei Etagen mit ausreichend Abstand zueinander. Wer zu viele Äste stehen lässt, bekommt eine dichte Krone, in die kein Licht fällt. Die Folge sind kleine, farblose Früchte und mehr Krankheitsdruck im Inneren.
Beim Lesen des Baumes hilft es, sich die Wuchsrichtung anzusehen. Steile, fast senkrecht nach oben wachsende Triebe sind meist zu stark und neigen dazu, die Mitte zu verdrängen. Flacher stehende Triebe sind oft die besseren Gerüstäste, http://Flughafentransfer-Goeppingen.gmbh/index.php?title=Knospenansatz_oder_Blattachsel:_wo_die_Schere_bei_Rosen_hingehört weil sie später ruhiger wachsen und mehr Fruchtholz bilden. Wer das verwechselt, hat nach wenigen Jahren einen dichten, unübersichtlichen Baum, in dem Licht und Luft fehlen.
Gerüstäste tragen die Krone, der Leittrieb hält sie zusammen Gerüstäste sind die dauerhaften Hauptäste, die später das gesamte Fruchtholz tragen. Sie gehen flach bis schräg vom Stamm ab, verteilt auf verschiedene Höhen und Himmelsrichtungen. Ein Gerüstast wächst schwächer als der Leittrieb, sonst übernimmt er dessen Rolle. Genau hier liegt der häufigste Anfängerfehler: Ein kräftiger Seitentrieb wird stehen gelassen, weil er so gesund aussieht. Nach zwei Jahren dominiert er die Spitze, der eigentliche Leittrieb verkümmert, und die Krone wird schief.
Nach dem Schnitt braucht der Strauch keine spezielle Pflege, aber eine Mulchschicht und ausreichend Wasser fördern den Neuaustrieb. Wer die Drittel-Regel über drei Jahre konsequent einhält, erhält einen kompakten, blühfreudigen Strauch, der wieder von unten bis oben austreibt. Wer sie ignoriert, schneidet jahrelang gegen die Natur an.
If you loved this post and you would like to receive more details relating to http://ossenberg.ch/Index.php?title=4_Zeichen,_dass_Ihre_Gartenschere_stumpf_ist_und_wie_Sie_sie_richtig_schärfen kindly go to our own website.
등록된 댓글이 없습니다.