Umtopfen, bei dem die Wurzeln brechen — was die meisten falsch machen

Veronica 26-09-13 09:28 2 0

Die Wasserglas-Methode ist praktisch, wenn die Wurzeln noch sehr kurz sind. Der Ableger steht dabei mit dem unteren Ende in einem Glas mit Wasser, die Blätter bleiben oberhalb des Randes. Das Wasser wechselt man alle zwei bis drei Tage, sonst bildet sich Schleim. Nach zwei bis vier Wochen erscheinen kräftige Wurzeln, dann wird der Kindel in Erde gesetzt. Ein Nachteil: Manche Ableger verwöhnen sich im Wasser und werfen beim Umsetzen in Erde Wurzeln ab. Wer das vermeiden will, pflanzt direkt in Erde.

Das neue Gefäß wird vorbereitet, bevor der Ballen herauskommt. Es muss sauber sein, eine ausreichende Drainageöffnung haben und mindestens zwei Fingerbreit größer im Durchmesser sein als der alte Topf. Zu große Töpfe sind ein unterschätztes Problem: Die Erde bleibt feucht, Wurzeln ersticken. Auf den Boden kommen ein bis zwei Zentimeter Substrat, das leicht angedrückt wird. Die Pflanze wird so eingesetzt, dass die Wurzelkrone — die Stelle, an der Wurzeln in den Stängel übergehen — auf demselben Niveau liegt wie vorher. Tiefer setzen führt zu Stammfäule, höher setzen zu instabilem Halt und austrocknenden Wurzeln.

dsc00194-copy_1651233649.jpgEin häufiger Fehler ist das Abwischen mit trockenem Tuch. Der Staub wird dabei nur aufgewirbelt und setzt sich Minuten später wieder ab, während der Reibungswiderstand die Kutikula aufraut. Ebenfalls falsch: Blätter mit Öl, Milch oder handelsüblichen Möbelpolituren einreiben. Diese Hausmittel verstopfen die Spaltöffnungen dauerhaft und fördern Pilzbefall. Nach dem Abduschen sollte die Pflanze an einem luftigen, schattigen Platz trocknen, nicht in zugiger Kälte und nicht über der Heizung. Bei hartnäckigen Kalkrändern hilft ein in Essigwasser getauchtes Tuch, danach mit klarem Wasser nachspülen.

Achten Sie auf die ersten Warnsignale: Lang ausbleibende neue Blätter, blasse oder gelbe Blätter und lange, dünne Triebe bedeuten meist zu wenig Licht. Dann hilft es, die Pflanze näher ans Fenster zu rücken – aber nicht in die pralle Sonne. Ein häufiger Fehler ist, sofort zu düngen, obwohl der Mangel am Licht liegt. Besser ist es, den Standort schrittweise zu verbessern, etwa mit einer weißen Wand als Reflektor oder einer indirekten Lichtquelle.

Erste Anzeichen zeigen sich oft am Topfboden. Läuft nach dem Gießen kein Wasser aus dem Abzugsloch, Umweltfreundliche Wandgestaltung sondern bleibt im Untersetzer stehen, ist das ein klares Warnsignal. Auch ein muffiger Geruch aus der Erde, grüne Algen auf der Substratoberfläche oder kleine Trauermücken deuten auf dauerhaft nasse Verhältnisse hin. Die Blätter werden zunächst gelb, später braun und weich, nicht trocken und knusprig.

Beim Verfüllen wird das Substrat in kleinen Portionen um den Ballen verteilt und mit den Fingern angedrückt, nicht gestampft. Luftlöcher sind zu vermeiden, Verdichtung ebenso. Zum Schluss wird angegossen, bis Wasser unten austritt, aber nicht mehr. Danach folgt eine Phase der Zurückhaltung: kein Dünger, kein direktes Sonnenlicht, keine Zugluft. Zwei bis drei Wochen lang wird nur gegossen, wenn die oberste Substratschicht trocken ist. Wer jetzt düngt, verbrennt die frisch geschnittenen Wurzeln. Wer sofort umstellt, provoziert Blattabwurf. Der häufigste Fehler nach dem Umtopfen ist nicht zu wenig Pflege, sondern zu viel.

Ein weiterer typischer Fehler: Zu glauben, eine Drainageschicht aus Steinen reiche aus. Sie hilft nur, wenn das Gefäß ein Abflussloch hat. Ohne Loch staut sich das Wasser trotzdem, weil es nirgendwo hin kann. Die Steine nehmen etwas Volumen ein, aber die Kapillarkräfte ziehen das Wasser wieder nach oben ins Substrat. Die Wurzeln stehen dann dauerhaft Pflanzen im Innenraum Nassen. Besser ist es, den Topf mit Loch zu wählen und den Untersetzer nach dem Gießen zu leeren.

Zwei bis drei Tage vor dem Termin wird nicht mehr gegossen. Die Erde sollte leicht abtrocknen, ohne dass die Blätter schlaff werden. Ist der Ballen zu nass, zerfällt er beim Herausnehmen und reißt feine Saugwurzeln ab. Ist er zu trocken, bröselt die Erde und die Wurzeln kleben am Topfrand. Der richtige Zeitpunkt liegt dazwischen: Der Topf fühlt sich schwer an, die Oberfläche ist aber trocken. Bei stark durchwurzelten Töpfen kann man den Ballen vorsichtig mit einem schmalen Spatel vom Rand lösen, bevor man den Topf kippt. Nie am Stängel ziehen — das ist der häufigste und folgenschwerste Fehler.

Vorbeugend entscheidet nicht die Wassermenge, sondern die Häufigkeit. Lieber seltener, dafür durchdringend gießen, Platzsparende Möbel bis Wasser unten austritt, und danach den Überschuss wegschütten. Vor jedem Gießen prüfen: Steckt ein Finger zwei bis drei Zentimeter tief in der Erde und fühlt sich dort feucht an, wird nicht gegossen. Das Gießen nach Kalender ist einer der häufigsten Fehler — gerade in kühleren Monaten braucht die Pflanze deutlich weniger Wasser als im Sommer.

Auch die Topfgröße spielt eine Rolle. Ein zu großer Topf hält Wasser länger, weil die Wurzeln ihn nicht schnell genug durchziehen. Ebenso problematisch sind Übertöpfe ohne Abfluss oder dekorative Abdeckungen, die die Verdunstung verhindern. Wer diese Punkte beachtet, erkennt Staunässe früh genug und kann die Pflanze meist noch retten.

If you are you looking for more in regards to Wohnkomfort Verbessern have a look at our own site.

댓글목록

등록된 댓글이 없습니다.