Kräuselband annähen oder Faltenband einziehen – was den Faltenwurf gle…

Rosella 26-09-13 09:29 2 0

Nach dem Nähen werden die Kordeln an einem Ende verknotet. Am anderen Ende zieht man sie gleichmäßig und in kleinen Schritten zusammen, nicht in einem Zug. Zwischen den Zügen wird der Stoff immer wieder glatt gestrichen und die Falten mit der Hand verteilt. So entsteht eine gleichmäßige Kräuselung über die gesamte Breite. Wer nur an einer Stelle zieht, erzeugt einen Zugpunkt, an dem sich alle Falten stauen. Die fertige Breite sollte vorher ausgemessen werden: Sie ergibt sich aus der gewünschten Endbreite plus der Stoffbreite, die für den Faltenwurf nötig ist.

Ein gleichmäßiger Faltenwurf entsteht nicht durch Ziehen, sondern durch sauberes Annähen des Kräuselbands. Wer das Band schief aufsetzt oder die Kordel zu straff anzieht, bekommt ungleiche Wellen, die sich auch durch Nachjustieren kaum korrigieren lassen. Entscheidend sind drei Dinge: die richtige Bandbreite, eine exakte Naht in der Bandmitte und ein schrittweises Raffen über die gesamte Stoffbreite.

Zuerst wird der Faden gedoppelt und am Stoff verankert, nicht am Knopf. Einen kurzen Stich auf der Rückseite, dann den Faden durch die Nadel ziehen und zweimal durch dieselbe Stelle stechen, Raumteiler ohne Sichtschutz den Stoff zu raffen. Erst danach kommt der Knopf. Wichtig ist, dass die Nadel durch das Loch geht und der Knopf nicht auf dem Stoff festgenäht wird, sondern auf einem kleinen Abstandshalter. Dafür legt man einen Zahnstocher, eine dicke Nadel oder ein Stück Streichholz zwischen Knopf und Stoff. Diesen Abstandshalter vergessen die meisten, und genau er entscheidet später darüber, ob der Knopf hält.

Ein häufiger Fehler ist das zu starke Raffen: Die Falten werden zu eng und der Stoff wirft Wellen an der Unterkante. Ebenso problematisch ist ein zu lockeres Band, das die Falten nicht hält. Nach dem Aufhängen sollte die Gardine einige Tage hängen, bevor sie endgültig ausgerichtet wird. Leichte Korrekturen sind möglich, indem man die Falten mit den Händen nachschiebt. Wer das Band sauber angenäht und die Kordeln gleichmäßig gezogen hat, braucht das jedoch kaum.

Wenn der Unterfaden Schlaufen auf der Unterseite des Stoffes bildet und der Regler für die Oberfadenspannung keine Wirkung zeigt, liegt das Problem fast immer nicht am Regler selbst. Schlaufen unten entstehen, weil der Oberfaden zu locker durch die Maschine läuft oder der Unterfaden nicht sauber durch die Spulenkapsel geführt wird. Der Regler kann dann beliebig verstellt werden, ohne dass sich etwas ändert, weil die eigentliche Ursache woanders sitzt. Zuerst wird die Maschine ausgeschaltet und der Stecker gezogen, bevor Spulenkapsel, ozodagon.Com Greifer und Fadenwege kontrolliert werden.

Schlingen auf der Unterseite des Stoffes entstehen fast immer durch ein Missverhältnis zwischen Ober- und Unterfadenspannung. Der Greifer zieht den Oberfaden nach unten, bevor die Spannung ihn freigibt, und formt daraus kleine Schlaufen. Bevor an der Spannungseinstellung gedreht wird, lohnt sich ein Blick auf die Grundlagen: Fadenweg, Spulenkapsel und Nadel müssen sauber und richtig eingesetzt sein. Erst danach ist die Spannung überhaupt sinnvoll justierbar.

Der Stiel entsteht erst nach dem letzten Stich Nun werden die Löcher im Wechsel durchstochen. Bei vier Löchern zwei gegenüberliegende Paare, bei zwei Löchern einfach hin und her. Pro Loch drei bis vier Durchgänge reichen völlig. Nicht zu straff ziehen: Der Knopf darf sich nicht in den Stoff drücken, sonst zieht sich das Gewebe zusammen und bildet Falten. Nach dem letzten Durchgang bleibt die Nadel auf der Oberseite, der Abstandshalter wird entfernt. Jetzt wickelt man den Faden zwei- bis dreimal fest um die Fadenbrücke zwischen Knopf und Stoff. Das ist der eigentliche Stiel. Er wird so stramm gewickelt, dass er nicht mehr nachgibt, aber nicht so fest, dass der Knopf schief steht.

Bei einem langen Riss lohnt es sich, ein Stück dünnen Baumwollstoff oder Vlies unterzulegen. Das stabilisiert die Stelle und verhindert, dass die Naht später ausreißt. Den Unterlegstoff in passender Farbe zuschneiden, unter den Riss legen und mit kleinen Stichen festnähen. Nicht zu viele Lagen übereinander, sonst wird die Stelle hart und drückt beim Tragen. Nach dem Nähen alle Fäden auf der Innenseite verknoten und kurz abschneiden – nicht zu kurz, sonst lösen sie sich wieder.

Nach dem Dekatieren den Stoff ausbreiten und vollständig abkühlen lassen, erst dann zuschneiden. Achtung: Der Stoff kann sich beim Dämpfen leicht verziehen, deshalb vor dem Zuschnitt die Webkante prüfen und den Fadenlauf neu ausrichten. Bei gemusterten Stoffen darauf achten, dass das Muster nach dem Dekatieren noch passt – manchmal verschiebt es sich leicht. Wer diese Schritte einhält, hat später beim Nähen weniger Überraschungen und ein Ergebnis, das auch nach mehreren Wäschen noch sitzt.

When you loved this informative article and you want to receive more information about https://resurs.mruo.ru/ generously visit our own web site. Ein eingerissener Saum ist selten ein großes Problem – solange er nicht weiterreißt. Der Riss wandert fast immer entlang der Naht, weil die frei liegenden Fäden keinen Halt mehr haben. Jeder Schritt, jede Bewegung im Stoff zieht an der offenen Stelle. Deshalb zählt nicht die perfekte Reparatur, sondern die schnelle Sicherung. Wer den Riss in den ersten Minuten stoppt, spart später das Auftrennen der gesamten Saumnaht.

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