Wenn der Frühling kommt, schneidet Sommerblüher richtig

Finlay 26-09-13 09:32 2 0

Beim Schnitt selbst sollte man saubere, scharfe Werkzeuge verwenden. Ruten immer direkt am Boden abschneiden, ohne Stummel stehen zu lassen. Stummel faulen und bieten Schädlingen Unterschlupf. Zwischen den Schnitten das Werkzeug desinfizieren, besonders wenn Krankheiten im Bestand auftraten. Abgeschnittenes Material nicht auf dem Beet liegen lassen, sondern entfernen. Wer zu viele Ruten stehen lässt, erntet kleinere Früchte und fördert Grauschimmel.

Nach dem Schnitt braucht die Pflanze Zeit, nicht Pflegeprogramme. Ein leichter Austrieb zeigt nach zwei bis drei Wochen, ob der Eingriff geglückt ist. Bleiben die neuen Triebe blass und dünn, war der Schnitt zu früh oder zu tief. Wer den Moment an den Knospen abliest statt am Datum, schneidet Sommerblüher so, dass sie im Sommer tatsächlich blühen.

Die häufigsten Fehler entstehen durch Vertauschen der Bauarten. Wer mit der Amboss-Schere grüne Triebe schneidet, produziert ausgefranste Wunden, die schlecht verheilen. Wer mit der Bypass-Schere trockene Äste über dem Daumen durchtrennt, riskiert, dass das Holz seitlich ausweicht und die Klinge abrutscht. Ein weiterer Fehler: zu dicke Äste mit Gewalt schneiden. Beide Bauarten haben eine Leistungsgrenze, die vom Durchmesser und von der Hebelübersetzung abhängt. Wer darüber hinausgeht, verbiegt die Gelenkachse oder bricht die Klinge.

Wer regelmäßig Gehölze schneidet, kennt das Problem: Dieselbe Schere, die an frischem Grün sauber durchgeht, quetscht an trockenem Holz die Fasern, statt sie zu trennen. Umgekehrt rutscht eine für Totholz ausgelegte Schere an weichem, saftigem Trieb nur ab. Der Unterschied liegt im Schneidprinzip, nicht im Preis oder in der Klingenlänge. Zwei Bauarten haben sich etabliert: die Bypass-Schere mit zwei gegenläufig aneinander vorbeigleitenden Klingen und die Amboss-Schere, Umweltfreundliche Wandgestaltung bei der eine Klinge auf eine flache Gegenfläche drückt.

Die Bypass-Schere arbeitet nach dem Prinzip einer Papierschere. Beide Klingen sind geschwungen und laufen beim Schließen seitlich aneinander vorbei. Dadurch entsteht ein sauberer Schnitt, der die Leitungsbahnen im Trieb kaum verletzt. Wichtig ist die Einstellung: Die Klingen dürfen sich nicht berühren, aber auch keine Lücke lassen, in der dünne Zweige einklemmen. Eine Schraube an der Gelenkachse reguliert das Spiel. Wer hier zu fest anzieht, reibt die Klingen aufeinander und ruiniert die Schneide; wer zu locker lässt, knickt statt zu schneiden. Bypass-Scheren gehören deshalb an lebendes Holz, an Rosen, an junge Triebe und an alles, was weiterwachsen soll.

Warum die einzelne Knospe kräftiger austreibt Bleibt nur ein Auge, lenkt die Rebe ihre gesamte Kraft in diesen einen Trieb. Die Folge sind kräftige, gut belaubte Fruchttriebe mit ausgereiften Trauben. Bei mehreren Augen verteilt sich der Saft auf viele Knospen, die Triebe bleiben dünner und die Trauben kleiner. Der einäugige Zapfen eignet sich besonders für schwächer wachsende Sorten und für Lagen, in denen die Rebe ohnehin zur Verkahlung neigt. Allerdings darf man ihn nicht Jahr für Jahr an derselben Stelle anwenden, sonst wandert der Fruchtansatz immer weiter nach außen und die Rebe verholzt innerlich.

Der entscheidende Moment lässt sich an drei Merkmalen erkennen: Die Knospen schwellen an und färben sich hellgrün, die Triebspitzen werden weich und beginnen zu strecken, und an älteren Zweigen zeigen sich erste kleine Blattaugen. Erst wenn diese Zeichen sichtbar sind, ist der Saftdruck hoch genug, damit die Pflanze den Schnitt schnell verkraftet. Schneidet man zu früh, trocknen die Schnittstellen aus und die Pflanze treibt schwach aus. Schneidet man zu spät, entfernt man bereits gebildete Blütenknospen.

Der Schnitt erfolgt im Winter, wenn die Rebe vollständig in Ruhe ist. Ein kräftiger, gut ausgereifter Trieb aus dem Vorjahr wird auf ein Auge zurückgeschnitten. Der Schnitt sitzt etwa zwei bis drei Zentimeter über dem Auge, leicht schräg, damit Wasser abläuft und das Auge nicht im Nässefilm steht. Ein zu kurzer Stummel trocknet das Auge aus, Details ein zu langer Stummel fault leicht zurück. Werkzeug muss scharf und sauber sein, denn gequetschte Schnittstellen öffnen Pilzen Tür und Tor.

Für die Praxis gilt: Am besten hält man beide Scheren bereit und greift je nach Material zur passenden. Bypass für alles Grüne, Amboss für alles Tote. Zwischen den Einsätzen reinigt man die Klingen, ölt das Gelenk und schärft nur die Schneide, nicht den Amboss. If you are you looking for more info regarding die Quelle take a look at our web page. Eine stumpfe Bypass-Klinge quetscht, eine nachgeschliffene Amboss-Klinge zerstört die Auflage. Wer diese Trennung einhält, schneidet sauberer, schont die Pflanzen und muss seltener nachkaufen.

Welche Sommerblüher jetzt geschnitten werden dürfen Nicht jeder Sommerblüher darf im Frühjahr geschnitten werden. Sorten, die am mehrjährigen Holz blühen, wie Forsythie oder Flieder, gehören nicht dazu. Bei ihnen würde der Frühjahrsschnitt die gesamte Blüte kosten. Anders sieht es bei Halbsträuchern aus: Lavendel, Salbei, Santolina oder Perovskia vertragen einen kräftigen Rückschnitt, sobald der Austrieb sichtbar ist. Auch Sommerflieder, Bartblume und Hibiskus treiben zuverlässig aus dem alten Holz neu aus, Details wenn man sie jetzt zurückschneidet.

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