Am Ende entscheidet der Standort mit. Ein Apfelbaum an einem sonnigen,…

Woodrow 26-09-13 09:37 2 0

Ein zweiter typischer Fehler: der Schnitt mitten in der Mittagshitze oder bei praller Sonne. Die offene Wunde trocknet dann zwar schnell ab, aber die Pflanze steht unter Stress. Besser sind die frühen Morgenstunden oder ein bedeckter Tag. Ebenso falsch ist der Schnitt in den alten Holzteil hinein, weit unterhalb aller Augen. Solche Triebe treiben oft gar nicht mehr aus, und die Rose verkahlt von unten. Der Rückschnitt endet immer an einem vitalen, gut sichtbaren Auge, nicht irgendwo im blinden Holz.

Am Ende entscheidet der Standort mit. Ein Apfelbaum an einem sonnigen, luftigen Platz wächst ausgeglichener als einer im Schatten, der zum Langtrieb neigt. Wer die Wasserschosser beobachtet, erkennt früh, ob der Baum zu stark wächst, und kann mit Schnitt, Düngung und Bewässerung gegensteuern. So bleiben die Triebe kein Ärgernis, sondern ein Werkzeug, um den Baum in Form zu bringen und den Ertrag zu sichern.

Ein häufiger Fehler ist der Schnitt ins alte Holz ohne Rücksicht auf schlafende Augen. Manche Sträucher treiben aus altem Holz nur widerwillig aus. Wer unsicher ist, entfernt zunächst nur einen einzigen alten Trieb und beobachtet, wie der Strauch im folgenden Sommer reagiert. Ein weiterer Fehler besteht darin, den Rückschnitt mit dem Formschnitt zu verwechseln. Beim Verjüngungsschnitt geht es nicht um eine gleichmäßige Kugel oder Hecke, sondern um die Entfernung überalterter Substanz. Deshalb werden die jungen Triebe stehen gelassen, auch wenn sie ungleichmäßig wachsen. Sie sind das Fundament für die nächsten Jahre.

Beachten Sie auch die Wuchsstärke innerhalb des Stocks. Ein stark wachsender Stock braucht mehr Augen, ein schwacher weniger. Wer alle Stöcke gleich behandelt, produziert schnell eine ungleichmäßige Ernte. Teilen Sie den Weinberg in Zonen mit ähnlicher Wüchsigkeit ein und passen Sie die Augenzahl entsprechend an. So vermeiden Sie, dass einzelne Stöcke überlastet werden und im Folgejahr ganz ausfallen.

Zweimal tragende Sorten: zwei Ernten, zwei Schnittzeitpunk

Beim Rebschnitt entscheidet die Zahl der verbleibenden Augen über die Erntemenge des kommenden Jahres. Wer zu viele Augen stehen lässt, riskiert eine Überlastung des Stocks: Die Pflanze treibt zu viele Gescheine aus, die Beeren reifen schlechter, der Zucker bleibt niedrig, umweltfreundliche Wandgestaltung die Säure hoch. Wer zu wenige Augen anschneidet, verschenkt Ertrag. Die Kunst liegt darin, die Augen so zu dosieren, dass der Stock weder ausblutet noch verhungert.

So dosieren Sie die Augen pro Stock richtig Die Faustregel lautet: Pro Stock und Jahr bleiben je nach Sorte und Erziehungsform zwischen acht und sechzehn Augen stehen. Kräftige Sorten wie Riesling oder Silvaner vertragen mehr, empfindliche wie Spätburgunder eher weniger. Entscheidend ist die Triebkraft des Standorts: Auf mageren Böden mit wenig Wasser reduzieren Sie die Augenzahl, auf tiefgründigen Böden mit guter Wasserversorgung können Sie großzügiger anschneiden. Ein einfacher Test: Zählen Sie die Augen an einem Bogen ab und multiplizieren Sie mit der Anzahl der Bögen pro Stock. Das Ergebnis muss in dem für Ihre Sorte üblichen Rahmen liegen.

Die Kosten für einen Fachbetrieb wirken zunächst hoch, relativieren sich aber schnell, wenn man Schäden an Gebäuden, Leitungen oder Personen dagegen rechnet. Entscheidend ist nicht, ob man es sich leisten kann, Platzsparende MöBel sondern ob man die Folgen eines Fehlers tragen möchte. Wer die genannten Grenzen kennt und respektiert, handelt nicht ängstlich, sondern vernünftig. Ein Baum, der zu groß für die eigene Ausrüstung ist, Beleuchtung im Wohnzimmer ist ein klarer Fall für jemanden, der genau dafür ausgebildet wurde.

Woran man erkennt, dass die eigenen Mittel nicht mehr reichen Ein häufiger Fehler ist der Versuch, einen dicken Stamm mit einer zu kurzen Säge zu durchtrennen. Wer die Säge von beiden Seiten ansetzt und hofft, dass die Schnitte sich treffen, produziert eine unkontrollierte Bruchstelle. Ebenso problematisch: das Arbeiten ohne Rückweiche. Wer nicht weiß, wohin er im Fall des Falles ausweichen kann, steht im falschen Moment am falschen Ort. Ein weiteres Kriterium ist die Umgebung. Stehen Gebäude, Zäune oder parkende Autos im Fallbereich, ist die Sache ohnehin kein Fall für den Hobbybereich. Auch die Baumart spielt eine Rolle: Weichhölzer wie Pappel oder Weide brechen leichter aus, Harthölzer wie Eiche oder Buche verzeihen keine Fehler.

Erste Warnsignale sind Stammdurchmesser jenseits von etwa 30 Zentimetern und Höhen über acht bis zehn Metern. In diesem Bereich lässt sich ein Fällschnitt mit der Motorsäge nicht mehr kontrolliert ausführen, weil die Fallrichtung kaum vorherzusagen ist. Hinzu kommt: Je größer der Baum, desto schwerer die Krone. Ein falsch gesetzter Schnitt kann dazu führen, dass der Stamm aufplatzt, zurückschlägt oder in eine Richtung kippt, die niemand eingeplant hat. Auch das Entfernen einzelner starker Äste wird gefährlich, wenn diese über Dächern, Leitungen oder Zufahrten hängen. Hier braucht es Seiltechnik, Absturzsicherung und jemanden, der die Lasten berechnen kann.

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