5 Handgriffe, mit denen schiefe Altbauwände gerade werden

Marian Blackall 26-09-13 09:38 2 0

Wer eine Wand oder eine Holzfläche direkt überstreicht, ohne vorher zu grundieren, spart zunächst Zeit und Material. Genau dort liegt das Problem. Der Untergrund saugt das Bindemittel der Farbe ungleichmäßig auf, und die oberste Schicht trocknet zwar optisch gleichmäßig, haftet aber nur oberflächlich. Die Folgen zeigen sich selten sofort, sondern erst nach Wochen oder nach dem ersten Reinigungsversuch.

Ein Farbnasen an der frischen Wand ist kein Grund, die ganze Fläche neu zu streichen. Meist lässt sich der Fehler mit wenigen Handgriffen korrigieren, Raumteiler ohne Sichtschutz dass später ein Farbunterschied sichtbar bleibt. Entscheidend ist, wie trocken die Farbe ist und um welche Art von Untergrund es sich handelt.

Wer sich die Grundierung dennoch sparen will, sollte zumindest prüfen, ob der Untergrund überhaupt saugt. Ein einfacher Test: einige Tropfen Wasser auf die Fläche geben und beobachten, ob sie sofort einziehen. Bleibt der Tropfen stehen, ist der Untergrund gesättigt und ein Direktanstrich kann funktionieren. Zieht das Wasser schnell ein, ist Grundieren Pflicht. Diese kurze Prüfung kostet weniger Zeit als jede spätere Nachbesserung.

Bevor die ganze Wand gestrichen wird, lohnt sich eine Probefläche an einer weniger sichtbaren Stelle. Trocknen lassen, bei Tageslicht und bei Kunstlicht prüfen. Erst wenn der Ton passt, wird die Korrektur großflächig ausgeführt. So bleibt der Aufwand gering und das Ergebnis sauber.

Bei Porenbeton und Hohlblockstein hilft ein Dübel mit großer Spreizfläche, der sich über mehrere Stege verteilt. Ein normaler Dübel findet in den weichen Stegen kaum Widerstand und dreht durch. Wer unsicher ist, bohrt probeweise ein kleines Loch und prüft den Ausbruch: Körniger, sandiger Staub deutet auf weichen Stein, feiner heller Staub auf Gipskarton, rötlicher Staub auf Ziegel.

Warum die Zahnung und das Ansetzen über die Haftung entscheid

Der erste Schritt ist eine Bestandsaufnahme mit der Schnur. Eine Maurerschnur wird über die gesamte Wandlänge gespannt, an beiden Enden mit Nägeln oder Schraubzwingen fixiert und leicht vorgespannt. So lässt sich die Abweichung über die Fläche ablesen: Senkrecht zur Schnur mit dem Zollstock gemessen, zeigt sich, wo die Wand am weitesten vorspringt und wo sie zurückweicht. Wichtig ist, an mehreren Höhen zu messen – oben, mittig, unten –, denn schiefe Wände kippen oft zusätzlich.

Am Ende entscheidet nicht die perfekte Ebene, sondern die optische Wirkung im Raum. Eine Wand, die um einige Millimeter korrigiert wurde, wirkt bereits deutlich ruhiger. Bei größeren Abweichungen ist eine Vorsatzschale aus Trockenbau oft die ehrlichere Lösung als meterdicke Spachtelschichten. Wer die Schnur als Kontrollmittel ernst nimmt und in dünnen Lagen arbeitet, vermeidet die typischen Fehler: zu dicker Auftrag, fehlende Grundierung, unkontrollierte Ecken.

Die Korrektur ist aufwendig. Der einzige zuverlässige Weg ist, den gesamten Anstrich wieder abzutragen, den Untergrund zu reinigen, zu schleifen und dann vollständig neu aufzubauen – diesmal mit passender Grundierung. Bei stark saugenden Flächen genügt oft eine Tiefengrundierung, bei Holz ein geeigneter Voranstrich, bei Metall ein Haftgrund. Wichtig ist, die angegebene Trockenzeit der Grundierung abzuwarten, bevor die Deckfarbe folgt. Ein häufiger Fehler ist, die Grundierung nur dünn aufzutragen, weil man glaubt, sie sei weniger wichtig als die Endbeschichtung.

If you have any queries concerning exactly where and how to use Pflanzen im Innenraum, you can get hold of us at the web page. Besonders kritisch sind stark saugende Untergründe wie Kalkputz, Gipskarton, rohes Holz oder alte, kreidende Dispersionsanstriche. Bei diesen saugt die erste Farbschicht regelrecht in den Untergrund ein. Das führt zu einem sogenannten Brennen: Die Farbe wirkt fleckig, die Pigmente bleiben ungleichmäßig sitzen, und die Deckkraft ist deutlich schlechter als angegeben. Ein zweiter Anstrich hilft nur bedingt, weil die Haftung zum Untergrund bereits geschwächt ist.

Was auf einem ungrundierten Untergrund tatsächlich passiert Ohne Grundierung fehlt die Verbindungsschicht zwischen Untergrund und Deckfarbe. Die Farbe kann nicht mechanisch verkrallen, weil der Staub oder die poröse Oberfläche keine feste Basis bietet. Typische Fehlerbilder sind Abblättern an Kanten, Blasenbildung an feuchten Stellen sowie ein kreidiger Abrieb, wenn man mit der Hand darüberstreicht. Bei Holz dringt die Farbe tief in die Fasern ein, das Holz quillt auf, und die Oberfläche wird rau. Bei Metall wiederum führt die fehlende Grundierung schnell zu Rostunterwanderung, weil die Farbe keine Sperrschicht bildet.

Bei tiefer sitzenden Verfärbungen hilft nur mechanisches Abtragen. Ein Fugenkratzer oder ein schmaler Spachtel eignet sich, um die oberste Schicht des Mörtels vorsichtig abzunehmen. Arbeite dabei immer in Richtung der Fuge und mit wenig Druck, damit die Fliesenkanten keinen Schaden nehmen. Anschließend den losen Staub absaugen und die Fuge mit Wasser benetzen. So vorbereitet, nimmt der neue Fugenmörtel oder eine Versiegelung besser haft.

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