Ein Schnitt zu viel oder drei Schnitte richtig: Warum die Rinde reißt

Josefa 26-09-13 09:38 2 0

Ein häufiger Fehler ist der Rundumschlag ohne Rücksicht auf den Zustand der Pflanze. Ein bereits geschwächtes, von Pilzen befallenes oder jahrelang vernachlässigtes Gehölz überlebt einen radikalen Rückschnitt oft nicht. Prüfen Sie vorher, If you have any inquiries with regards to exactly where and how to use Https://Verbina-Glucharkina.Ru, you can make contact with us at the internet site. ob das Holz im Inneren noch frisch und hell ist. Ein weiterer Fehler: der Schnitt in praller Sonne bei großer Hitze. Die freigelegten Stummel verbrennen dann leicht, die Rinde platzt auf. Decken Sie empfindliche Schnittstellen mit einem Wundverschluss ab, vor allem bei stark sonnenexponierten Standorten. Und düngen Sie nach dem Eingriff nicht sofort stark, sonst schießt die Pflanze in unerwünscht weiches, instabiles Holz.

Der erste Schnitt sitzt auf der Unterseite des Astes, etwa eine Handbreit vom Stamm entfernt. Die Säge wird von unten angesetzt und ein Drittel bis zur Hälfte des Astquerschnitts durchgesägt. Dieser Schnitt ist die eigentliche Sicherung: Er öffnet dem Holz eine Sollbruchstelle, bevor das Gewicht zieht. Wird er zu flach geführt, reißt die Rinde trotzdem. Wird er zu tief geführt, kann der Ast schon hier brechen und die Säge einklemmen.

600Zu den zuverlässigsten Kandidaten zählen alle Arten, die von Natur aus aus der Basis oder aus dem Wurzelstock neu austreiben. Dazu gehören Weiden, Hasel, Holunder, Hartriegel, Liguster, Forsythie, Sommerflieder, Sanddorn und viele Ziersträucher mit mehrjährigem Holz. Auch Hainbuche, Feldahorn, Esche und Eiche treiben nach einem Stockhieb meist wieder durch, wenn sie gesund sind. Bei Nadelgehölzen ist dagegen Vorsicht geboten: Fichte, Tanne, Kiefer und Douglasie bilden aus altem Holz kaum neue Knospen. Ein radikaler Rückschnitt bedeutet bei ihnen in der Regel das Ende.

Alte Sträucher verlieren mit den Jahren ihre Blühfreudigkeit. Die Triebe werden immer zahlreicher, immer dünner und immer kürzer. Wer dann zur Säge greift und alles auf den Stock setzt, riskiert viel: Manche Gehölze treiben nach einem radikalen Rückschnitt nur kümmerlich wieder aus, andere sterben ganz ab. Der schonende Weg sieht vor, über mehrere Jahre hinweg jeweils ein Drittel der ältesten Triebe zu entfernen. So bleibt der Strauch in Form, ohne dass er einen Schock erleidet.

Der dritte Schnitt ist der eigentliche Stummschnitt. Er wird erst ausgeführt, wenn der Ast entfernt ist und kein Gewicht mehr an der Schnittstelle hängt. Jetzt lässt sich sauber und ohne Klemmgefahr bis zum Astkragen sägen — dem verdickten Wulst am Stamm, aus dem der Ast austritt. Dieser Kragen bleibt stehen. Er ist kein Hindernis, sondern das Gewebe, das die Wunde überwallt. Wer ihn wegschneidet, nimmt dem Baum die Möglichkeit, die Wunde zu schließen.

Efeu an der Fassade sieht romantisch aus, kann aber Putz und Fugen ernsthaft schädigen. Das Problem ist nicht der Efeu selbst, sondern sein Gewicht und seine Haftwurzeln. Diese dringen in kleinste Risse ein, sprengen sie mit der Zeit auf und halten Feuchtigkeit fest. Wer den Bewuchs nur oben abschneidet, fördert sogar das Wachstum, weil die Pflanze neu austreibt. Entscheidend ist, den Efeu von Anfang an zu lenken, statt ihn später mühsam zu entfernen.

Der richtige Zeitpunkt entscheidet über den Erfolg Schneiden Sie laubabwerfende Gehölze am besten im Spätwinter, kurz bevor der Austrieb beginnt. Dann sind die Energiereserven in Wurzeln und Stamm gespeichert, und die Pflanze kann im Frühjahr sofort durchstarten. Ein Schnitt im Herbst ist riskant, weil offene Wunden und austretende Feuchtigkeit Frost und Pilzen Tür und Tor öffnen. Im Sommer geschnittene Sträucher treiben zwar oft noch einmal aus, gehen aber geschwächt in den Winter. Ausnahme: stark blutende Arten wie Birke, Ahorn und Walnuss schneidet man erst nach dem Laubaustrieb, sonst verlieren sie über die Schnittflächen zu viel Saft.

Wer Stauden nach der Blüte zurückschneidet, muss zwischen zwei Gruppen unterscheiden: Arten, die im Sommer oder Herbst blühen, und solche, die bereits im Frühjahr geblüht haben. Ein falscher Schnitt kostet im nächsten Jahr die Blüte, weil Knospen entfernt werden, die schon angelegt sind. Deshalb ist der Zeitpunkt wichtiger als die Technik. Wer sich unsicher ist, schneidet zunächst nur das Verblühte ab und lässt den Rest stehen.

Setzen Sie die Säge nicht zu tief an. Ein zu kurzer Stummel trocknet aus, ein zu langer Stummel fault leichter. Etwa eine Handbreit über dem Boden ist ein guter Richtwert, bei starkwüchsigen Arten dürfen es bis 30 Zentimeter sein. Arbeiten Sie mit scharfem Werkzeug und glatten Schnitten, quetschen Sie das Holz nicht. Bei mehreren Trieben lassen Sie zunächst einige stehen und entfernen den Rest Beleuchtung im Wohnzimmer Folgejahr, damit die Pflanze nicht auf einmal alles verkraften muss. Wichtig ist außerdem ein sauberer Schnitt direkt über einer schlafenden Knospe oder einem Astkranz, nicht mitten im gesunden Holz.

Typische Fehler entstehen durch Ungeduld und durch falsche Orientierung an der Temperatur. Ein warmer Tag im Februar sagt nichts über den Zustand der Knospen. Ebenso falsch ist es, nach dem ersten grünen Blatt sofort zur Schere zu greifen. Ein weiterer Fehler: den Austrieb nur an einer Stelle prüfen. An der Südseite einer Hecke öffnen sich die Knospen oft eine Woche früher als an der Nordseite. Wer nur eine Seite betrachtet, schneidet zu früh oder zu spät.

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