Acryl oder Silikon: Warum die falsche Wahl die Fuge ruiniert

Terrell Gouger 26-09-13 09:46 2 0

Ein oft unterschätztes Hausmittel ist Zitronensäure in verdünnter Form. Sie eignet sich besonders gegen Kalkablagerungen in den Fugen. Ein Teelöffel Zitronensäure auf einen halben Liter warmes Wasser reicht aus. Diese Lösung mit einem Schwamm auftragen, kurz einwirken lassen und mit einer weichen Bürste nacharbeiten. Wichtig: Zitronensäure darf nicht auf Marmor, Travertin oder anderen kalkhaltigen Oberflächen verwendet werden, da sie die Oberfläche dauerhaft mattiert. Auch bei Emaille und manchen Kunststoffen ist Vorsicht geboten. Im Zweifel immer zuerst an einer unauffälligen Stelle testen.

Achten Sie auf die offene Zeit des Klebers. Bei warmen Temperaturen oder Zugluft häutet der Kleber schnell an. Wenn die Oberfläche nicht mehr klebrig ist, darf die Fliese nicht mehr eingelegt werden. Mischen Sie nur so viel Kleber an, wie Sie in etwa dreißig Minuten verarbeiten können. Rühren Sie die Masse mit einem geeigneten Quirl langsam an, damit keine Luft eingeschlossen wird. Luftblasen im Kleber sind eine der häufigsten Ursachen für Hohlstellen, die erst nach dem Aushärten hörbar werden.

Bei der Verarbeitung zählt die Vorbereitung. Der Untergrund muss trocken, staubfrei und fettfrei sein. Silikon haftet nicht auf Acrylresten, Acryl nicht auf Silikon. Alte Fugenreste also vollständig entfernen, am besten mit einem Fugenschaber, nicht mit scharfen Messern, die den Untergrund beschädigen. Bei Silikon eine passende Kartuschenpistole verwenden und die Fuge in einem Zug abziehen. Acryl lässt sich mit einem feuchten Spachtel glätten, Silikon mit einem trockenen Werkzeug oder einem Glättmittel.

Die Bahn ziehen, nicht tupfen Beim Streichen wird die Farbe in Bahnen aufgetragen. Von oben nach unten oder von links nach rechts, je nach Raum. Wichtig ist, dass jede Bahn zügig und ohne Unterbrechung gezogen wird. Wer zu langsam arbeitet, lässt die Ansatzstelle antrocknen, und genau dort entsteht später eine sichtbare Kante. Die Rolle dabei leicht schräg halten und mit gleichmäßigem Druck führen. Am Ende der Bahn nicht abrupt stoppen, sondern sanft ausrollen, damit keine Farbwulst entsteht.

Ein knarrender oder aufgewölbter Bodenbelag am Übergang zur Wand ist selten ein Materialfehler. In den meisten Fällen wurde die Dehnungsfuge am Rand zu knapp bemessen oder ganz weggelassen. Jeder Boden – ob Laminat, Parkett, Vinyl oder Fliese – arbeitet. Er dehnt sich bei Wärme und Feuchtigkeit aus und zieht sich bei Kälte zusammen. Ohne einen freien Rand, in den er ausweichen kann, staut sich diese Bewegung in der Mitte der Fläche. Das Ergebnis sind aufgestellte Kanten, offene Stöße und Geräusche, die mit jeder Möbelrolle lauter werden.

Ein weiterer häufiger Fehler ist die Verwendung von Stahlwolle oder harten Scheuerbürsten. Diese zerkratzen die Fliesenoberfläche und die Fugen, wodurch sich Schmutz künftig noch schneller festsetzt. Besser sind weiche Bürsten, Zahnbürsten oder Mikrofasertücher. Auch die Einwirkzeit wird oft zu kurz gewählt. Viele tragen ein Mittel auf, wischen sofort nach und wundern sich, dass nichts passiert. Die Lösung braucht Zeit, um den Schmutz zu lösen – mindestens zehn Minuten, bei starken Verkrustungen auch länger. Wer ungeduldig ist, arbeitet mit mehr Druck und beschädigt die Oberfläche.

Wer in Bahnen denkt und den nassen Übergang einhält, braucht keine teuren Hilfsmittel. Entscheidend sind gleichmäßige Farbe, zügiges Arbeiten und das Wissen, dass jede Bahn erst dann endet, wenn die nächste schon begonnen hat. So entsteht eine Fläche, die auch bei schrägem Licht keine Streifen zeigt.

Typische Fehler sind zu wenig Farbe auf der Rolle, zu viele einzelne Ansätze und das Nachrollen bereits trockener Stellen. Auch das Streichen gegen das Licht ist riskant, weil Unebenheiten dann stärker auffallen. Besser mit dem Licht arbeiten und die Fläche anschließend von der Seite prüfen. Bei stark saugenden Untergründen vorher grundieren, sonst trocknet die erste Bahn zu schnell an und der nasse Übergang gelingt nicht.

Nass in nass bedeutet: Die nächste Bahn wird angesetzt, solange die vorherige noch feucht ist. Das ist der Kern der Technik. Nur so verbinden sich die Bahnen ohne sichtbare Naht. Wer wartet, Martinpreisssoftware.de bis die erste Bahn trocken ist, bekommt eine Kante, die sich nicht mehr ausgleichen lässt. Deshalb in einem Zug arbeiten und größere Flächen abschnittsweise streichen. Decken und Wände nicht in einem Durchgang, sondern in zusammenhängenden Feldern, die jeweils in einem Arbeitsgang fertig werden.

Streifen auf der Wand entstehen selten durch schlechte Farbe, sondern durch falsche Technik. Wer mit der Rolle arbeitet, muss zwei Dinge beherrschen: das Ansetzen der Bahnen und den Übergang von nass zu nass. Beides zusammen entscheidet, ob die Fläche gleichmäßig deckt oder ob sich Kanten abzeichnen, sobald das Licht seitlich einfällt.

Die Fuge wird nicht nach Gefühl gesetzt, sondern nach Herstellerangabe und Raumgröße. Als Faustregel gilt: pro laufendem Meter Bodenbreite etwa ein bis zwei Millimeter Bewegungsspielraum, mindestens aber acht bis zehn Millimeter rundum. Bei großen zusammenhängenden Flächen über zehn Meter Länge reicht ein einfacher Wandabstand http://historieblog.Dk oft nicht mehr aus. Dann sind zusätzliche Trennfugen quer zur Verlegerichtung nötig, die dieselbe Funktion erfüllen wie der Rand.

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