Hohlsaum oder Muschelkante: Was passt zu welchem Stoff?
Zum Messen braucht es ein gut sitzendes Oberteil aus ähnlich dehnbarem Stoff oder den eigenen Grundschnitt. Das Kleidungsstück flach auf den Tisch legen, Seitennähte glatt streichen, keine Falten unter der Achsel. Die Schulternaht am äußersten Punkt markieren, dann senkrecht nach unten bis zur tiefsten Stelle der Armkugel messen. Das Maßband liegt dabei parallel zur Seitennaht und drückt den Stoff nicht ein. Bei Strick oder Jersey vorher kurz entspannen lassen, sonst fällt das Ergebnis zu klein aus.
Ein Loch in einem Lieblingsstück muss kein endgültiges Aus bedeuten. Wer sauber arbeitet, bekommt eine Reparatur hin, die aus einem Meter Entfernung niemandem auffällt. Entscheidend sind drei Dinge: wie der Flicken aufgesetzt wird, was darunter liegt und wie fein die Stiche fallen. Alles andere ist Übung.
Beim Anpassen enganliegender Ärmel gilt: Zuerst die Armlochtiefe am Oberteil korrigieren, erst danach den Ärmelkopf. Wird zuerst am Ärmel geändert, wandert die Naht und der Sitz verschlechtert sich. Eine zu große Tiefe lässt sich durch Abnähen an der Seitennaht verringern, eine zu kleine nur durch Einsetzen eines Keils oder durch Versetzen der Schulternaht nach oben. Kontrolliere nach jeder Änderung die Bewegungsfreiheit bei angehobenem Arm. Der Stoff darf nicht am Bizeps ziehen, und unter der Achsel dürfen keine waagerechten Spannfalten entstehen.
Zum Schluss prüft man das Ergebnis bei Tageslicht und aus verschiedenen Winkeln. Sitzt der Flicken glatt, ohne Beule und ohne Spannung, ist die Reparatur gelungen. Kleine Unregelmäßigkeiten verschwinden oft nach dem ersten Waschen. Wer übt, merkt schnell: Nicht die Menge der Stiche macht den Unterschied, sondern ihre Gleichmäßigkeit und die Wahl des richtigen Materials darunter.
Zunächst die Webkante beidseitig einschneiden, damit sich der Stoff beim Waschen nicht verdreht. Dann die Kanten mit einer Zickzacknaht oder Overlock versäubern, sonst franst der Stoff im Waschgang stark aus. Den Stoff lose in die Trommel legen, nicht stopfen – er braucht Platz, um sich zu bewegen. Nach dem Waschgang den Stoff noch feucht auf die Leine hängen oder flach auslegen; nicht Pflanzen im Innenraum Trockner trocknen, wenn das spätere Kleidungsstück auch nicht in den Trockner kommt. Beim Dämpfen mit dem Bügeleisen den Stoff vorher vollständig trocknen lassen und dann mit viel Dampf arbeiten, Raumteiler ohne Sichtschutz das Eisen aufzudrücken. Nach dem Trocknen den Stoff mindestens einige Stunden, besser über Nacht, entspannen lassen, bevor er auf den Tisch kommt.
Für enganliegende Ärmel zählt nicht nur die Tiefe, sondern auch die Weite des Armlochs an dieser Stelle. Ein schmaler Ärmel braucht ein Armloch, das nicht zu tief ausgeschnitten ist, sonst entsteht unter dem Arm eine Stoffmasse, die sich nicht wegnähen lässt. Als Orientierung: Die tiefste Stelle liegt bei engem Sitz meist knapp unter der Achselhöhle, oft nur ein bis zwei Zentimeter darunter. Wer hier zu großzügig wird, bekommt einen hängenden Ärmel, der trotz enger Passform am Körper unruhig wirkt.
Wer regelmäßig enge Ärmel näht, sollte die eigene Armlochtiefe einmal sauber ermitteln und auf dem Grundschnitt notieren. So lässt sich bei jedem neuen Modell prüfen, ob die Konstruktion zum eigenen Körper passt, If you liked this article and you simply would like to receive more info with regards to https://Www.Adpost4u.com/user/profile/4780598 i implore you to visit the web site. bevor der Stoff zugeschnitten wird. Ein Probeteil aus günstigem Reststoff zeigt Fehler früher als jede Rechnung und spart später das Auftrennen fertiger Nähte.
Für die eigentliche Verbindung eignen sich feine Nadel und dünner Faden, der zur Stofffarbe passt. Zu dicker Faden hinterlässt eine sichtbare Naht, zu dünner reißt bei Belastung. Gestochen wird in kleinen, gleichmäßigen Abständen, ohne den Stoff zu raffen. Ein häufiger Fehler ist, den Faden zu straff zu ziehen: Dann zieht sich der Stoff zusammen und bildet eine Falte, die mehr auffällt als das ursprüngliche Loch. Besser ist es, https://Eco-Kamchatka.ru/ den Faden locker zu führen und die Spannung erst am Ende auszugleichen.
Zuerst wird das Loch begradigt. Ausgefranste Kanten lassen sich nicht sauber vernähen, deshalb schneidet man lose Fasern vorsichtig mit einer feinen Schere zurück, ohne in den intakten Stoff zu schneiden. Bei elastischen Stoffen dehnt man das Gewebe leicht, bevor man schneidet, damit der Flicken später nicht spannt. Der Untergrund bekommt einen passenden Flecken aus ähnlichem Material – aus einem Innenfutter, einem Saumrest oder einem Stück, das farblich und in der Webart nah herankommt. Ein Stück Stoff, das dicker ist als der Originalstoff, drückt sich später durch und ist als Schatten sichtbar.
Warum das Unterlegen über das Ergebnis entscheidet Der Unterlegstoff wird unter das Loch geschoben und mit ein paar Stecknadeln fixiert. Wichtig ist, dass die Webrichtung des Flickens mit der des Kleidungsstücks übereinstimmt, sonst glänzt die Stelle anders und fällt auf. Bei glatten Stoffen legt man den Flicken so, dass die Faserrichtung parallel läuft. Nun wird der Flicken mit feinen Stichen angenäht, nicht mit einem Zickzack über die gesamte Fläche. Gearbeitet wird von der linken Seite, damit die Stiche auf der rechten Seite möglichst kurz bleiben.
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