Nach dem Schnitt braucht die Forsythie keine besondere Pflege. Ein lei…

Sol 26-09-13 09:51 3 0

Wer Clematis schneidet, ohne die Schnittgruppe zu kennen, riskiert, dass die Pflanze im Folgejahr kaum oder gar nicht blüht. Die Einteilung in drei Gruppen richtet sich danach, wann und an welchem Holz die Pflanze Knospen anlegt. Entscheidend ist also nicht der Artname, Http://Flughafentransfer-Goeppingen.Gmbh/Index.Php?Title=Rosenschnitt_Nach_Der_ForsythienblüTe_–_Wer_Zu_FrüH_Schneidet,_Verliert_Die_BlüTen sondern der Blühzeitpunkt und die Frage, ob die Triebe aus dem Vorjahr oder aus dem laufenden Jahr blühen.

Der erste Blick gilt dem Trieb unterhalb der Blüte. Verfolgt man ihn nach unten, stößt man auf die Blattachseln. Dort sitzen kleine, oft rötlich gefärbte Knospen, die schlafenden Augen. Genau über einem kräftigen, nach außen weisenden Auge setzt man die Schere an. Nach außen heißt: in Richtung der vom Stamm abgewandten Seite, dorthin, wo später der neue Trieb Platz hat und nicht ins Innere des Busches wächst. Ein nach innen zeigendes Auge führt zu Trieben, die sich gegenseitig bedrängen, Licht wegnehmen und Pilzkrankheiten begünstigen.

Die dritte Gruppe wächst krautig und stirbt im Winter bis zum Boden ab. Sorten wie Clematis viticella, Clematis texensis oder 'Jackmanii' blühen an den Trieben des laufenden Jahres, meist von Juli bis September. Sie werden im Spätwinter auf etwa 20 bis 30 Zentimeter über dem Boden zurückgeschnitten, und zwar auf ein kräftiges Knospenpaar. Wer hier zaghaft schneidet, erhält lange, dünne Triebe mit wenigen Blüten. Ein kräftiger Rückschnitt ist bei dieser Gruppe kein Fehler, sondern die Voraussetzung für einen dichten, reich blühenden Aufbau.

Woran man die Gruppe im Garten erkennt Zwei Beobachtungen helfen weiter, ohne Fachliteratur. Erstens: Blüten erscheinen nur an kurzen, im Vorjahr gewachsenen Seitentrieben, während die langen Haupttriebe kahl bleiben. Zweitens: Nach der ersten Blüte folgt oft eine zweite, schwächere im Spätsommer an neuen Trieben. Wer unsicher ist, lässt die Pflanze ein Jahr lang ungeschnitten und notiert, an welchen Trieben sich Blüten bilden. Diese Notiz ist zuverlässiger als jede Tabelle.

Warum der Schnitt direkt nach der Blüte so wichtig i

Ein häufiger Fehler ist der Schnitt mitten durch die Wulst. Er entsteht, wenn der Sägeschnitt zu nah am Stamm angesetzt wird oder wenn nachgesägt wird, obwohl die Wulst schon erreicht ist. Ein zweiter Fehler ist das Stehenlassen eines langen Stummels. Der trocknet zurück, die Wulst kann ihn nicht überwallen, und Pilze dringen über das tote Holz in den Stamm ein. Richtig ist der Schnitt direkt an der Wulst, ohne sie zu verletzen. Bleibt ein kurzer Rest stehen, weil der Ast unter Spannung steht, wird dieser Rest später nachgeschnitten, sobald die Spannung nachgelassen hat.

Beim Nachschärfen zählt der Winkel. Eine Klinge mit etwa 20 bis 25 Grad Schleifwinkel schneidet Holzfasern, Raumteiler ohne Sichtschutz sie zu quetschen. Zu flach geschliffen wird die Schneide instabil und knickt aus; zu steil schabt sie nur. Nach dem Schleifen wird der Grat mit einem feinen Stein abgezogen. Wer die Klinge zwischendurch mit Harz verklebt, reinigt sie mit etwas Öl, nicht mit Wasser, sonst rostet der Stahl unter der Harzschicht. Eine stumpfe Klinge erkennt man daran, dass sie beim Schneiden rutscht und weißliche Faserbüschel an der Schnittkante hinterlässt.

Nach dem Schnitt braucht die Forsythie keine besondere Pflege. Ein leichter Düngergabe im Frühjahr unterstützt den Austrieb, ist aber nicht zwingend. Wichtig ist, dass der Strauch genug Licht bekommt, denn im Schatten blüht er deutlich schwächer. Wer den Rückschnitt direkt nach der Blüte durchführt, wird im nächsten Frühling wieder einen dichten gelben Flor erleben.

Ein Ast wird nicht bündig am Stamm abgesägt, sondern an der Wulst am Astansatz. Diese Wulst ist kein Fehler des Baumes, sondern ein Speichergewebe aus Kambiumzellen, das nach einem Schnitt sofort neue Rinde und neues Holz bilden kann. Wer den Ast glatt am Stamm abschneidet und die Wulst mit entfernt, zerstört genau diese Zone. Die Folge: eine offene Wunde, die nur langsam überwallt und jahrelang eine Eintrittspforte für Pilze bleibt.

Ein häufiges Missverständnis betrifft Pflanzen im Innenraum, die im Kübel oder wintermild stehen. Sie verhalten sich nicht immer wie im Beet. Beobachten bleibt wichtiger als Einordnen. Wer die Blühzeit und das Holz notiert, kennt seine Clematis nach einer Saison und schneidet danach richtig.

Wer im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr einen Baum schneidet und danach eine dunkle, nasse Spur am Stamm sieht, hat es mit Saftfluss zu tun. Die Ursache ist meist kein „blutender" Baum, sondern eine Wunde, die zu groß, zu tief oder zur falschen Zeit gesetzt wurde. Entscheidend ist weniger, ob geschnitten wird, sondern womit. Eine stumpfe oder falsch geschliffene Klinge quetscht das Holz, statt es zu trennen, und reißt die Rinde auf. Genau an diesen ausgefransten Rändern läuft der Saft aus, und die Wunde heilt schlecht zu.

Die zweite Gruppe ist die heikelste. Großblumige Sorten wie 'Nelly Moser' oder 'The President' blühen im Mai und Juni an vorjährigen Trieben, später oft noch einmal an neuen. Sie vertragen keinen radikalen Schnitt. Sinnvoll ist ein leichter Rückschnitt im zeitigen Frühjahr: etwa ein Drittel der Triebe auf ein Drittel bis die Hälfte kürzen, abgestorbenes Holz ganz entfernen. Ein zu starker Schnitt kostet die Hauptblüte, ein Verzicht auf jeden Schnitt führt dagegen zu einer kahlen Basis mit Blüten nur oben. Der Kompromiss ist hier die eigentliche Kunst.

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