Wenn du keine Lust auf Reißverschluss-Nähen hast, gelingt so eine Kiss…
Bevor du zuschneidest, miss dein Kissen aus. Ein normales Sofakissen hat oft 40 x 40 cm oder 50 x 50 cm. Für den Hotelverschluss brauchst du drei Stoffstücke: ein Vorderteil und zwei Rückenteile, die sich überlappen. Die Rückenteile sollten jeweils etwa 20 cm breit sein, damit die Überlappung groß genug ist. Die Formel lautet: Vorderteil = Kissenbreite + 2 cm Nahtzugabe, Rückenteile = (Kissenbreite / 2) + 10 cm Überlappung + 2 cm Nahtzugabe. Bei einem 40 cm-Kissen sind die Rückenteile also je 32 cm breit. Die Höhe ist immer Kissenhöhe + 2 cm.
Für Anfänger empfiehlt es sich, mit einer Muschelkante auf einem festen Baumwollstoff zu beginnen, da dieser weniger zum Ausfransen neigt. Hohlsaum eignet sich eher für leinwandbindige Stoffe wie Leinen, bei denen sich Fäden sauber ziehen lassen. Bei beiden Techniken gilt: Der Faden darf nicht zu lang sein, sonst verdrillt er sich und die Stiche werden ungleichmäßig. Nach einigen Zentimetern die Arbeit wenden und prüfen, ob die Rückseite sauber ist.
Die Nahtzugabe ist ein weiterer Stolperstein. Webware franst an den Kanten aus, deshalb sollte jede Nahtzugabe versäubert werden – per Zickzack, Overlock oder eingefasst. Jersey rollt sich an den Kanten ein und franst kaum. Ein Versäubern ist oft nicht nötig, kann aber das Rollen reduzieren. Wer Jersey wie Webware behandelt und breite Saumzugaben bügelt, erzeugt unschöne Wellen. Jersey sollte man nur leicht dämpfen, nicht flach pressen.
Nach den Stichen den Faden nicht sofort abschneiden. Den Knopf anheben und den Faden mehrmals fest um die Fadenbündel zwischen Knopf und Stoff wickeln. So entsteht der Stiel, der den Knopf vom Stoff abhebt. Drei bis vier Wicklungen reichen. Zu viele Wicklungen machen den Stiel zu dick, der Knopf sitzt dann schief Pflanzen im Innenraum Knopfloch. Anschließend die Nadel auf die Unterseite führen und den Faden dort vernähen.
Der Reißverschlussfuß arbeitet mit einer verschiebbaren Nadelposition. Zuerst wird die linke Seite genäht: Nadel nach links verschieben, Fuß an der Zahnreihe entlangführen, bis kurz vor den Schieber. Dann wird die Nadel angehoben, der Fuß bleibt unten, der Schieber wird hinter die Nadel geschoben. Erst jetzt weiter nähen. Wer den Schieber vorher nicht bewegt, näht über die Zähne und bricht die Nadel. Für die zweite Seite wird der Stoff gewendet, die Nadel nach rechts versetzt und die Naht parallel geführt. Der Fuß bleibt derselbe.
Der Stiel entsteht durch mehrere lockere Stiche Den Knopf nicht fest auf den Stoff pressen. Stattdessen zwischen Knopf und Stoff einen Abstand von etwa zwei bis drei Millimetern halten. Dafür einen Zahnstocher, eine dicke Nadel oder einen gefalteten Papierstreifen unter den Knopf legen und die Stiche darüber führen. Vier bis sechs Stiche durch die gegenüberliegenden Löcher reichen für einen Zwei- oder Vierlochknopf. Bei einem Vierlochknopf entweder parallel oder über Kreuz nähen, je nachdem, wie der originale Knopf befestigt war.
If you have any thoughts concerning the place and how to use https://Resurs.mruo.ru, you can speak to us at our own web-site. Typische Fehler: den Knopf ohne Stiel annähen, den Faden nur einmal verknoten, zu dünnen Faden für schweren Stoff verwenden oder die Nadel durch den Stoff statt durch das Knopfloch stechen. Auch das Annähen mit doppeltem Faden ist nicht automatisch besser, weil er sich leichter verheddert und dicke Knoten bildet. Wer diese Punkte beachtet, hat einen Knopf, der auch nach vielen Wäschen und täglichem Zuknöpfen sitzt.
Der Fuß ist kein Universalfuß. Bei einem verdeckten Reißverschluss, der in einem Bruch verschwindet, braucht es einen speziellen verdeckten Fuß, dessen Rille die Spirale führt. Ein normaler Reißverschlussfuß kann das nicht leisten, weil er keine seitliche Führung für die Zähnchen hat. Wer hier mit dem falschen Fuß arbeitet, merkt es daran, dass der Stoff beim Schließen über die Zähnchen springt oder der Verschluss nach dem Wenden sichtbar bleibt.
Wer beide Techniken beherrscht, kann sie kombinieren: Ein Hohlsaum als Zierstreifen und eine Muschelkante als Abschluss ergeben ein sauberes Ergebnis. Entscheidend ist die richtige Vorbereitung, gleichmäßige Stiche und Geduld. Mit etwas Übung entstehen haltbare, handgearbeitete Kanten, die auch nach vielen Wäschen ihre Form behalten.
Das Projekt selbst gibt die Richtung vor. Für Hemden, Blusen, Kleider mit fester Form und Taschen ist Webware die richtige Wahl. Für T-Shirts, Leggings, Bündchen und alles, was sich mitbewegen soll, ist Jersey gesetzt. Ein weiterer typischer Fehler: Jersey für enge Kleidungsstücke mit Webware zu verwechseln. Ein Jerseykleid braucht Dehnbarkeit an den Nähten, sonst platzen sie beim Anziehen. Umgekehrt wird eine Webware-Jacke mit Jersey-Nahtzugaben schnell labberig.
Für Webware ist eine normale Universalnadel mit spitzer Spitze meist ausreichend. Bei feinen, dicht gewebten Stoffen wie Popeline oder Batist lohnt sich eine dünnere Nadel, etwa Stärke 60 bis 70. Für robuste Webware wie Canvas oder Jeans braucht es eine Nadel mit verstärkter Spitze, damit sie nicht abbricht. Jersey hingegen verlangt nach einer Kugelspitze, die zwischen die Maschen schlüpft, ohne die Fäden zu durchtrennen. Eine spitze Nadel hinterlässt in Jersey schnell Laufmaschen oder kleine Löcher, die nach dem Waschen größer werden.
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