Blindsaum nähen: So verschwindet die Kante fast unsichtbar

Seymour 26-09-13 09:57 3 0

Nach dem Nähen werden die Kordeln an einem Ende verknotet. Am anderen Ende zieht man sie gleichmäßig und in kleinen Schritten zusammen, nicht in einem Zug. Zwischen den Zügen wird der Stoff immer wieder glatt gestrichen und die Falten mit der Hand verteilt. So entsteht eine gleichmäßige Kräuselung über die gesamte Breite. Wer nur an einer Stelle zieht, erzeugt einen Zugpunkt, an dem sich alle Falten stauen. Die fertige Breite sollte vorher ausgemessen werden: Sie ergibt sich aus der gewünschten Endbreite plus der Stoffbreite, die für den Faltenwurf nötig ist.

Geduld ist der wichtigste Faktor. Wer das Dekatieren in einem Durchgang erzwingen will, arbeitet fast immer mit zu viel Hitze oder zu viel Feuchtigkeit. Besser ist es, den Vorgang in zwei ruhigen Durchgängen durchzuführen: erst leicht anfeuchten und glätten, dann nach dem Abkühlen noch einmal kurz und trocken nacharbeiten. Das kostet ein paar Minuten mehr, hält das Leinen aber dauerhaft glatt und frei von Flusen.

Die entscheidende Technik ist die Handhaltung. Beide Hände liegen flach auf dem Stoff, etwa zehn Zentimeter vor und hinter dem Nähfuß, und führen den Stoff nur seitlich. Nicht schieben, nicht ziehen. Der Transporteur übernimmt den Vorschub, die Hände korrigieren lediglich die Richtung. Wer den Stoff nach vorn drückt oder bremst, verzieht die Naht und riskiert gebogene Stiche. Ein häufiger Anfängerfehler ist, den Stoff mit den Fingern zu knubbeln und direkt am Nähfuß zu greifen. Dadurch bleibt kein Platz zum Ausgleichen, und jede kleine Abweichung wird sofort sichtbar.

Ein häufiger Fehler ist das Bügeln auf höchster Stufe in der Annahme, Hitze glätte die Fasern besonders gut. Das Gegenteil ist der Fall: Bei zu großer Hitze verspröden die Faserenden und brechen ab. Sie liegen dann als feiner Flaum auf der Oberfläche. Wer das Leinen nach dem Dekatieren zusätzlich bügelt, Umweltfreundliche Wandgestaltung sollte es vorher vollständig abkühlen lassen. Warmes Gewebe unter Spannung zu ziehen, ruiniert die gerade gewonnene Form.

Die Stichlänge ist keine feste Größe, sondern hängt davon ab, wie viele Stofflagen unter dem Nähfuß liegen und wie dick diese sind. Bei einer dünnen Lage verhält sich die Maschine völlig anders als bei vier Lagen Jeansstoff. Wer die Stichlänge nicht anpasst, bekommt entweder Wellen im Nahtbild, abgerissene Fäden oder eine Naht, die unter Spannung aufplatzt. Der Transporteur schiebt den Stoff in kleinen Schritten weiter, und genau diese Schritte müssen zum Material passen.

Nach dem Nähen wird der Saum nochmals gebügelt, diesmal über ein feuchtes Tuch, damit sich die Naht in den Stoff einlegt. Bei empfindlichen Stoffen kann man vorher ein Stück Einlage aufbügeln, das die Kante stabilisiert. Der Blindsaum ist keine unsichtbare Naht – aber eine, die von außen kaum auffällt und Pflanzen im Innenraum Alltag hält. Wer ihn einmal sauber eingestellt hat, spart sich das lästige Versäubern von Hand und erhält eine Kante, die auch nach mehreren Wäschen ihre Form behält.

Auch die Maschineneinstellung spielt eine Rolle. Eine zu lange Stichlänge verzeiht weniger Führungsfehler als eine mittlere. Für Übungsnähte auf Baumwollstoff sind etwa zweieinhalb Millimeter ein guter Ausgangspunkt. Der Nähfußdruck sollte zum Stoff passen: zu viel Druck presst den Stoff zusammen und erschwert das Führen, zu wenig lässt ihn verrutschen. Bei empfindlichen oder dehnbaren Stoffen ist eine dünne Nadel mit passendem Faden sinnvoll, denn eine dicke Nadel hinterlässt sichtbare Löcher und schiebt den Stoff seitlich weg.

Gerade Nähte ohne aufgezeichnete Linien entstehen nicht durch mehr Konzentration, sondern durch weniger Bewegung. Wer versucht, die Nadel mit den Augen zu führen, korrigiert ständig nach und erzeugt genau die Wellen, die er vermeiden will. Sauberes Geradstichnähen ist vor allem eine Frage der Stoffführung und der Blickrichtung. Der Blick gehört nicht auf die Nadel, sondern auf einen festen Punkt einige Zentimeter vor dem Nähfuß. Die Nadel läuft dann von selbst in der Spur, ähnlich wie ein Auto auf der Autobahn, wenn man weit vorausschaut statt auf die Motorhaube.

Warum die Nahtzugabe wichtiger ist als die Linie Ohne Hilfslinie braucht man einen verlässlichen Bezugspunkt. If you have any concerns relating to where and how you can make use of Sevtfoms.Ru, you can contact us at the webpage. Der liegt nicht auf dem Stoff, sondern an der Maschine. Die rechte Kante des Nähfußes oder eine Markierung auf der Stichplatte zeigt, wo die Naht verlaufen soll. Wer die Stoffkante an dieser Markierung entlangführt, näht automatisch gerade, weil der Abstand konstant bleibt. Das funktioniert nur, Eco-kamchatka.ru wenn die Stoffkante selbst sauber geschnitten ist. Ausgefranste oder wellige Kanten lassen sich nicht zuverlässig führen. Also erst zuschneiden, dann nähen.

Ein weiterer typischer Fehler ist zu hohes Tempo. Schnelles Nähen lässt keine Zeit zum Reagieren, und die Naht driftet unbemerkt ab. Lieber langsam beginnen und das Pedal gefühlvoll dosieren. Bei langen Nähten hilft es, in Abschnitten zu denken und nach jeweils zwanzig Zentimetern kurz anzuhalten, um die Ausrichtung zu prüfen. Das kostet kaum Zeit und verhindert, dass sich ein Fehler über die gesamte Nahtlänge fortsetzt. Wer zusätzlich die Nadel in der tiefsten Position stoppt, kann den Stoff drehen oder neu ausrichten, ohne dass sich etwas verschiebt.600

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