5 Regeln, damit Renovieren im Tageslicht gelingt
Wenn die Grundierung vergessen wurde, hilft kein zweiter Anstrich über die fehlerhafte Schicht. Zunächst muss die Fläche trocknen, mindestens die angegebene Zeit, eher länger. Danach wird leicht angeschliffen, entstaubt und dann doch grundiert. Erst auf dieser Grundierung hält der neue Deckanstrich. Wer stattdessen einfach nachrollt, produziert Schichtdicken, die später spannungsrisse bilden oder abblättern. Bei stark saugenden Flächen kann eine zweite, verdünnte Grundierung nötig sein, bevor die Endfarbe aufgetragen wird.
Wer eine Wand oder ein Möbelstück direkt streicht, ohne vorher zu grundieren, spart zunächst Zeit. Diese Zeit holt man sich später zurück, meist mit Schleifpapier in der Hand. Die Grundierung ist keine Marketing-Erfindung, sondern eine Haftbrücke. Sie schließt die Saugfähigkeit des Untergrunds teilweise, bindet Staub und sorgt dafür, dass die Farbe gleichmäßig aufliegt. Fehlt sie, sinkt die erste Farbschicht in den Untergrund ein, statt auf ihm zu bleiben.
Zuerst die Trocken- und Vorarbeiten. Schleifen, Spachteln, energiesparendes Wohnen Bohren und Abkleben gehören in die frühen Morgenstunden oder in den Vormittag, wenn das Licht schräg einfällt. Schräglicht zeigt Unebenheiten auf Wänden und Decken deutlicher als Mittagslicht. Ein typischer Fehler: Spachtelstellen am Nachmittag bei diffusem Licht glattziehen – am nächsten Morgen erscheinen sie als Schattenlandschaft. Wer morgens arbeitet, sieht jede Kante und kann nachbessern, bevor die Farbe kommt.
Wann eine Grundierung wirklich nötig ist Grundieren ist Pflicht bei stark saugenden Untergründen wie frischem Kalkputz, Gipskarton ohne Anstrich, Http://Historieblog.Dk alten Lehmputzwänden oder porösem Beton. Auch jede Fläche, die abkreidet oder abstaubt, braucht vorher einen Haftgrund. Nach dem Entfernen alter Tapeten bleibt oft eine Schicht Kleister und Papierresten zurück; diese muss abgewaschen und nach dem Trocknen grundiert werden. Ein weiterer Fall: unterschiedliche Materialien treffen aufeinander, etwa verputzte Stellen neben Gipskarton. Ohne Grundierung trocknet der Kleister dort ungleichmäßig und die Tapete liegt unterschiedlich an.
Ein zweiter typischer Fehler ist die falsche Grundierung. Für mineralische Untergründe gehört eine mineralische oder wasserbasierte Grundierung, für Holz eine passende Holzgrundierung, für Metall eine Haftgrundierung. Wird eine Innenwandgrundierung auf Metall verwendet, haftet sie nicht. Umgekehrt kann eine lösemittelhaltige Grundierung auf frischem, wasserbasiertem Putz unerwünschte Reaktionen auslösen. Im Zweifel an einer unauffälligen Stelle testen und die Trockenzeit abwarten, nicht nach Gefühl verkürzen.
Im Zweifel hilft ein einfacher Test: Handfläche auf die Wand legen, dann wegziehen. Bleibt Staub an der Hand, grundieren. Sprüht man Wasser auf die Fläche, und es zieht sofort ein, ist die Saugfähigkeit zu hoch. Läuft das Wasser ab, ist die Fläche zu dicht und braucht eher Anschleifen als Grundierung. Wer diese zwei Prüfungen macht, entscheidet richtig und spart sich spätere Nacharbeit.
Praktisch sinnvoll ist folgender Ablauf: Untergrund reinigen, If you adored this short article and you would certainly such as to obtain additional info pertaining to http://flughafentransfer-goeppingen.gmbh/ kindly go to our own web site. lose Teile entfernen, Unebenheiten spachteln, trocknen lassen, anschleifen, entstauben, grundieren, Trockenzeit einhalten, dann streichen. Zwischen den Farbschichten ebenfalls leicht anschleifen, wenn mehr als zwei Anstriche nötig sind. Rollen und Pinsel nach Herstellerangabe verwenden, nicht mit zu wenig Material arbeiten. Wer diese Reihenfolge einhält, braucht weniger Farbe, erhält einen gleichmäßigen Farbton und hat später beim Renovieren weniger Arbeit. Wer sie überspringt, streicht zweimal und grundiert danach trotzdem.
Zum Trocknen legt man Pinsel flach auf ein Tuch oder hängt sie mit den Borsten nach unten auf, damit kein Restwasser in den Griff läuft. Rollen stehen senkrecht auf dem Griff oder liegen auf einem Gitter, sodass Luft an den Flor kommt. Wer nasse Werkzeuge in eine geschlossene Dose oder Tüte packt, bekommt Schimmel und modrigen Geruch. Vor dem nächsten Einsatz müssen Pinsel und Rollen vollständig trocken sein; Restfeuchtigkeit verdünnt die neue Farbe und führt zu ungleichmäßigem Auftrag.
Wann Grundieren Pflicht ist und wann es reicht, direkt zu streichen Grundieren ist dann zwingend, wenn der Untergrund saugt, sandet, kreidet, stark reparaturstellennarbig ist oder einen Farbwechsel von dunkel nach hell mitmacht. Auch bei neuen Gipskartonplatten, Spachtelmasse und Holz mit offenen Poren ist die Grundierung der Normalfall. Direkt streichen kann man dagegen auf bereits gestrichenen, tragfähigen und leicht angerauten Flächen, wenn der Farbton ähnlich bleibt und die alte Beschichtung nicht abblättert. Ein Klebetest mit einem Stück Kreppband zeigt schnell, ob der Altanstrich hält: aufkleben, anziehen, abreißen. Bleiben Farbpartikel am Band, muss die Fläche erst gefestigt werden.
Der häufigste Fehler ist ein saugender Untergrund. Putz, Gipskarton, rohes Holz oder alter, kreidender Anstrich ziehen das Bindemittel aus der Farbe. Das Ergebnis: fleckige Stellen, ein „verbrannter" Look und ein Verbrauch, der deutlich über der Kalkulation liegt. Besonders bei stark verdünnten Dispersionsfarben fällt das auf, weil das Wasser schnell weg ist und Pigmente ungleichmäßig sitzen bleiben. Wer direkt streicht, muss damit rechnen, drei oder vier Anstriche zu brauchen, wo mit Grundierung zwei genügt hätten.
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