Wann Grundierung wirklich nötig ist – und wann sie schadet?

Samira 26-09-13 10:20 2 0

s201-1920w.jpgAm Ende wird die letzte Reihe angepasst, indem die Dielen mit einer Zugsäge oder einer Stichsäge auf Breite geschnitten werden. Dabei bleibt zur Wand hin wieder die Dehnungsfuge. Wer die letzte Diele mit Gewalt hineinpresst, hebt die gesamte Fläche an. Nach dem Verlegen werden die Abstandshalter entfernt und die Fußleisten montiert – nicht auf das Laminat drücken, sondern an der Wand befestigen. Eine Kontrolle mit der Wasserwaage über die gesamte Fläche zeigt, ob die erste Reihe tatsächlich die Richtung gehalten hat. Wenn nicht, ist ein späteres Nachjustieren nur durch komplettes Abtragen möglich.

Für die Grundausstattung reichen sieben Dinge. Ein Akkuschrauber mit zwei Gängen und einstellbarem Drehmoment deckt Bohren in Holz, Metall und Mauerwerk ab, wenn das richtige Bit eingesetzt wird. In case you have any inquiries about where as well as how to make use of Nachhaltige Renovierung, you are able to contact us at our own web-site. Ein Hammer, ein Stemmeisen und ein Cuttermesser erledigen Demontage und Zuschnitt. Dazu kommen ein Schleifklotz mit austauschbaren Papieren, wiki.drawnet.net ein Zollstock und eine Wasserwaage. Wichtig ist die Reihenfolge: Erst messen und anzeichnen, dann bohren oder schneiden – nie umgekehrt. Wer die Wasserwaage erst nach dem Dübeln benutzt, korrigiert bereits entstandenen Pfusch.

Die erste Reihe legt die Fluchtlinie für den gesamten Raum fest. Ein Millimeter Schieflage am Anfang multipliziert sich über zehn Meter zu mehreren Zentimetern – dann passen die Dielen an der gegenüberliegenden Wand nicht mehr ins Nut-Feder-System, und die Fugen öffnen sich. Deshalb wird vor dem Verlegen zuerst die Wand geprüft, an der begonnen wird, nicht die, die am bequemsten erreichbar ist.

Ein bewährtes Hausmittel, das Fugen reinigt und die Oberfläche nicht angreift, ist eine Paste aus Backpulver und Wasser. Backpulver ist ein mildes, leicht abrasives Pulver, das den Schmutz löst, ohne die Glasur von Fliesen oder die Oberfläche von Naturstein anzugreifen. Für die Anwendung drei Teile Backpulver mit einem Teil Wasser verrühren, bis eine dickflüssige Paste entsteht. Diese Paste mit einem weichen Tuch oder einer alten Zahnbürste in die Fugen einarbeiten und zehn bis fünfzehn Minuten einwirken lassen. Anschließend mit klarem, warmem Wasser abspülen. Bei stärkeren Verschmutzungen kann man statt Wasser Essigessenz verwenden, allerdings nur bei Fliesen – nicht bei Naturstein, Marmor oder Kalkstein, da Säure diese Oberflächen anätzt.

Bei frischen Farbnasen und Läufern ist Eile kein Vorteil. Solange die Farbe noch weich ist, verschmiert jeder Wischversuch das Problem. Besser: vollständig trocknen lassen, mindestens einen Tag, bei kühler und feuchter Luft länger. Erst dann lässt sich die überstehende Farbe mit einem scharfen Spachtel flach abheben. Dabei den Spachtel fast parallel zur Wand führen, nicht Pflanzen im Innenraum rechten Winkel, sonst reißt die umliegende Beschichtung mit auf.

Untergrund richtig vorbereiten Der häufigste Fehler ist ein unzureichend gereinigter Untergrund. Staub, Fett oder lose Partikel verhindern, dass der Kleber haftet. Kehren und saugen Sie die Fläche gründlich, am besten mit einem Industriestaubsauger. Anschließend grundieren Sie mit einem geeigneten Haftgrund. Die Grundierung darf nicht verdünnt werden, es sei denn, der Hersteller schreibt es vor. Lassen Sie sie vollständig trocknen. Bei Calciumsulfatestrichen ist eine zusätzliche Sperrgrundierung nötig, um Feuchtigkeit zu blockieren. Prüfen Sie auch die Saugfähigkeit: Ein Wassertropfen, der sofort einsinkt, zeigt, dass der Untergrund stark saugt. In diesem Fall ist eine zweite Grundierung sinnvoll.

Ein häufiger Fehler ist der falsche Farbton. Auch wenn die Dose vom selben Hersteller stammt, kann eine neue Charge minimal abweichen. Reste der alten Farbe aufbewahren und zuerst damit arbeiten. Ist kein Rest vorhanden, Cleverer Stauraum an einer unauffälligen Stelle testen, etwa hinter einem Möbelstück. Trocknet die Probe anders ab als die Wand, hilft nur das Streichen einer größeren Fläche bis zur nächsten Kante.

Die Frage nach der Grundierung wird meistens pauschal beantwortet: „Immer grundieren, dann hält das schon." Das ist falsch. Der Untergrund entscheidet, ob eine Grundierung überhaupt etwas bringt oder ob sie die Haftung sogar verschlechtert. Wer das vor dem ersten Pinselstrich prüft, spart Zeit, Material und Nacharbeit.

Hohlstellen unter Fliesen entstehen nicht durch Zufall, sondern durch Fehler im Untergrund, im Mörtel oder in der Verarbeitung. Im Neubau kommen mehrere Risikofaktoren zusammen: Der Estrich ist oft noch zu feucht, die Fläche ist nicht ausreichend grundiert, und der Zeitdruck führt zu unsauberem Arbeiten. Wer Hohlstellen vermeiden will, muss den Untergrund vor dem Verlegen prüfen und vorbereiten. Dazu gehört eine Feuchtigkeitsmessung mit einem geeigneten Messgerät. Liegt der Wert über der zulässigen Grenze, darf nicht verlegt werden. Auch die Ebenheit spielt eine Rolle: Unebenheiten größer als drei Millimeter auf zwei Metern Länge müssen ausgeglichen werden. Sonst liegt die Fliese nur punktuell auf, und unter ihr bleibt ein Hohlraum.

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