5 Gründe, warum Hecken unten breiter geschnitten werden

Rachele Mares 26-09-13 10:46 2 0

Unit-32-3-Bedroom-2-Bath-22.jpgEin Formschnitt erhält eine bestehende Struktur, ein Radikalschnitt verändert sie grundlegend. Wer beide Methoden verwechselt, schneidet zum falschen Zeitpunkt und riskiert, dass die Pflanze ein Jahr oder länger nicht mehr austreibt. Die Entscheidung hängt nicht vom Kalender ab, sondern vom Zustand des Gehölzes und vom Ziel des Eingriffs.

Ein Heckenschnitt in Trapezform ist keine Frage des Geschmacks, sondern eine Frage des Lichts. Wird eine Hecke oben genauso breit oder breiter als unten geschnitten, fällt auf die unteren Triebe kaum noch direktes Sonnenlicht. Die Folge: unten verkahlt die Hecke, oben wächst sie weiter, und nach einigen Jahren steht eine grüne Wand mit brauner Basis. Wer unten breiter als oben schneidet, hält die unteren Partien im Licht und damit vital.

Nach einem zu tiefen Schnitt braucht die Pflanze vor allem eines: Ruhe und gleichmäßige Feuchtigkeit. Düngen Sie jetzt nicht, auch wenn der Impuls verständlich ist. Stickstoff würde die Pflanze zu schnellem, weichem Austrieb zwingen, der bei Kälte sofort erfriert. Gießen Sie stattdessen während längerer Trockenphasen durchdringend, aber nicht täglich. Staunässe ist gefährlicher als kurze Trockenheit, weil die geschwächten Wurzeln faulen können. Eine dünne Mulchschicht aus Laub oder Kompost hält die Bodenfeuchte stabil, ohne die Basis zu ersticken.

Die entscheidende Grenze verläuft dort, wo die grüne Benadelung endet. Solange ein Schnitt innerhalb des benadelten Bereichs bleibt, also mindestens eine Handbreit grüner Trieb stehen bleibt, ist die Pflanze regenerationsfähig. Schneidet man jedoch in den braunen, nackten Holzkörper hinein, fehlen die schlafenden Augen, aus denen neuer Austrieb entstehen könnte. Ein solcher Schnitt ist endgültig. Es gibt keinen Trick, keine Paste und keinen Dünger, die das rückgängig machen.

Typische Fehler sind das Unterschätzen der Baumhöhe, das Fehlen einer Rückweichzone und das Arbeiten ohne Helm, neubert-grosse.De Schnittschutzhose und Gehörschutz. Ebenso gefährlich: das Fällen bei Wind, Nässe oder Frost. Ein Profi legt vorher fest, wohin der Baum fallen soll, sichert den Bereich ab und hat einen Fluchtweg frei. Wer diese Punkte ignoriert, gefährdet sich und andere.

Wie man die Grenze vor dem Schnitt erkennt Vor jedem Schnitt prüft man die Zweigstruktur genau. Man biegt einen Trieb vorsichtig zur Seite und verfolgt ihn von der Spitze bis zum Stamm. Der Übergang von grüner zu brauner Zone ist oft nicht auf den ersten Blick sichtbar, weil die inneren Zweige durch die äußeren verdeckt werden. Wer unsicher ist, setzt die Schere zunächst einige Zentimeter weiter außen an und arbeitet sich schrittweise heran. Ein zweiter Blick nach dem ersten Schnitt zeigt schnell, ob noch grünes Gewebe unter der Schnittfläche liegt.

Der erste Blick gilt dem Trieb unterhalb der Blüte. Verfolgt man ihn nach unten, stößt man auf die Blattachseln. Dort sitzen kleine, Beleuchtung im Wohnzimmer oft rötlich gefärbte Knospen, die schlafenden Augen. Genau über einem kräftigen, nach außen weisenden Auge setzt man die Schere an. Nach außen heißt: in Richtung der vom Stamm abgewandten Seite, dorthin, wo später der neue Trieb Platz hat und nicht ins Innere des Busches wächst. Ein nach innen zeigendes Auge führt zu Trieben, die sich gegenseitig bedrängen, Licht wegnehmen und Pilzkrankheiten begünstigen.

Wann ein Radikalschnitt unvermeidbar wird Ein Radikalschnitt setzt tief an, oft bis ins alte Holz. Er ist nötig, wenn ein Gehölz vergreist ist, wenn die Krone zu dicht geworden ist oder wenn ein Strauch nach Jahren Raumteiler ohne Sichtschutz Pflege wieder austreiben soll. Der Zeitpunkt ist entscheidend: Laubgehölze schneidet man im Spätwinter, kurz bevor der Austrieb beginnt, nicht im Herbst. Im Herbst geschnittene Wunden heilen schlecht, und die Pflanze geht mit offenen Schnittstellen in den Frost. Immergrüne Sträucher vertragen einen Radikalschnitt besser im Frühjahr, nachdem der stärkste Frost vorbei ist.

Der Formschnitt folgt einer klaren Linie, einer Kugel, einer Hecke oder einer offenen Krone. Er entfernt nur die Triebe, die über diese Linie hinausragen. Geschnitten wird in mehreren Durchgängen, jeweils nur ein kurzes Stück, damit die Pflanze nicht in einen Schock gerät. Typischer Fehler: einen Formschnitt mit der Heckenschere in einem Zug durchziehen, ohne die Schnittstellen zu kontrollieren. Besser ist es, zuerst die groben Abweichungen mit der Astschere zu entfernen und danach mit der Schere nachzuarbeiten. Ein Formschnitt ist immer dann sinnvoll, wenn die Grundform stimmt und nur die Kontur korrigiert werden muss.

Wenn ein Schnitt in altes Holz unvermeidbar erscheint, gibt es zwei Wege. Entweder man akzeptiert die entstehende Lücke und kaschiert sie durch das Nachpflanzen einer jungen Thuja an derselben Stelle, wobei man die kahle Partie dauerhaft im Blick behält. Oder man ersetzt das gesamte Gehölz, wenn die Hecke zu stark aus der Form geraten ist. Ein radikaler Rückschnitt mit der Hoffnung auf Neuaustrieb endet fast immer in einer dauerhaft ungleichmäßigen, braun durchsetzten Wand.

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