Unabhängig von der Bauart gilt: Der Raumteiler darf keine Fluchtwege v…

Reva 26-09-17 18:37 2 0

Wer die Leiste später doch versetzen möchte, sollte sie nicht ruckartig abziehen. Klebepads lassen sich mit einem Fön vorsichtig erwärmen, dann lösen sie sich meist ohne Tapetenschaden. Reste nie mit einem Schaber abkratzen, sondern mit den Fingern abrollen. Bei Klettsystemen genügt ein beherzter Zug am oberen Rand. Nach dem Entfernen bleibt oft ein leichter Kleberfilm. Dieser lässt sich mit einem Radiergummi oder einem feuchten Tuch entfernen, nicht mit aggressiven Lösungsmitteln, die den Untergrund angreifen. Für Wände, die für Klebesysteme ungeeignet sind, bleibt als Alternative nur eine freistehende Staffelei oder ein Regal mit Bilderhalterung.

Ein Regal als Raumteiler ist beliebt, weil es Stauraum und Trennung verbindet. Es muss jedoch an der Wand oder am Boden gegen Kippen gesichert werden, sonst wird es zur Gefahr, sobald ein Kind daran hochklettert. Schwere Bücher gehören in die unteren Fächer, leichte Sachen nach oben. Rückseitig offene Regale sind günstig, weil Licht durchfällt, aber sie zeigen auch jede Unordnung. Geschlossene Rückwände schaffen Ruhe, verdunkeln aber den dahinterliegenden Bereich. Wer ein Regal frei im Raum stellt, sollte auf beiden Seiten Zugriff einplanen, sonst wird eine Seite zum toten Winkel.

Unabhängig von der Bauart gilt: Der Raumteiler darf keine Fluchtwege verstellen. Zwischen Teiler und Tür sollten mindestens 60 Zentimeter frei bleiben, besser 80. Scharfe Kanten, wackelige Verbindungen und offene Kabel sind häufige Fehler. Ebenso unterschätzt wird die Beleuchtung: Hinter einem hohen Teiler wird es dunkel, also braucht die abgetrennte Zone eine eigene Lichtquelle. Wer diese Punkte vor dem Aufbau prüft, spart sich den zweiten Umbau.

Auf glattem Boden – Parkett, Laminat, Fliesen – ist die Unterseite entscheidender als die Oberseite. Ein Teppich ohne Rutschschutz wandert bei jedem Sprung. Zwei Lösungen haben sich bewährt: entweder ein Teppich mit gummiertem oder latexiertem Rücken, der direkt aufliegt, oder eine separate Antirutschmatte unter einem Teppich mit glatter Unterseite. Die Matte muss etwas kleiner sein als der Teppich, sonst steht sie an den Rändern hervor und wird zur Stolperfalle. Antirutschpads auf Basis von Kunststoffgranulat funktionieren nur, wenn sie sauber aufliegen; Staub und Wollflusen setzen die Haftung schnell herab. Wer eine Matte verwendet, sollte sie alle paar Wochen abnehmen, den Boden wischen und die Matte an der Luft trocknen lassen, sonst bildet sich unter ihr Feuchtigkeit.

Die häufigsten Unfälle passieren nicht beim Spielen, sondern beim nächtlichen Aufstehen und beim Toben auf der oberen Liegefläche. Deshalb muss das obere Bett eine durchgehende Absturzsicherung haben, die mindestens bis zur Matratzenoberkante plus zwanzig Zentimeter reicht. Der Spalt zwischen Umrandung und Matratze darf nicht größer als ein Finger sein, sonst kann ein Kind mit dem Kopf oder Arm hängen bleiben. Prüfe außerdem, ob die Matratze exakt in den Rahmen passt. Eine zu kleine Matratze rutscht und erzeugt gefährliche Lücken.

Auch die Bodenfreiheit ändert sich. Ein Bett, das vorher auf vier Punkten stand, steht nach dem Umbau unter Umständen auf sechs. Steht einer dieser Füße auf einem unebenen Untergrund, kippelt das gesamte Gestell. Wer keinen festen Bodenbelag hat, sollte die Füße nach dem Umbau mit dünnen Unterlegplatten ausgleichen. Das ist keine Bastellösung, sondern verhindert, dass sich die Verbindung dauerhaft lockert.

Beim Aufhängen selbst zählt die Verteilung. Schwere oder große Werke gehören in die Mitte, leichte und kleine an die Ränder. Ein zu dichter Abstand Beleuchtung im Wohnzimmer lässt die Leiste voll wirken, ein zu großer Abstand zerreißt die Optik. Kleine Kinder greifen gern nach den unteren Bildern. Deshalb sollten empfindliche oder frisch gebastelte Kunstwerke nicht in Reichweite der Kleinsten hängen. Ein weiterer typischer Fehler: Rahmen mit scharfen Kanten direkt an die Wand drücken. Sie verkratzen die Oberfläche und hinterlassen Spuren, die sich später nicht mehr entfernen lassen. Filzgleiter oder kleine Abstandshalter an der Rückseite schaffen hier Abhilfe.

Eine Bilderleiste im Kinderzimmer löst ein alltägliches Problem: Kinder werden schneller älter als die Wanddekoration. Statt bei jedem neuen Lieblingsmotiv neue Nagellöcher zu hinterlassen, trägt eine stabile Leiste die Kunstwerke. Entscheidend ist, dass sie ohne Bohren hält und der Wechsel der Bilder nicht zur Kraftprobe wird. Wer beides falsch angeht, riskiert abgerissene Tapeten oder eine Leiste, die beim ersten Stoß herunterfällt.

So bleibt der Wechsel der Kunstwerke kinderleicht Für den schnellen Austausch eignen sich Leisten mit einer durchgehenden Schiene oder mit Klemmvorrichtungen. Bewährt hat sich ein System aus kleinen Haken, die in eine Nut greifen und sich mit einem Handgriff verschieben lassen. Wichtig ist, dass die Haken nicht zu schwer belastet werden. Ein DIN-A4-Bild in einem leichten Rahmen ist unproblematisch, ein dickes Holzbrett mit Glas dagegen nicht. Als Faustregel gilt: Das Gesamtgewicht aller Bilder sollte die vom Hersteller angegebene Grenze nicht überschreiten. Wer diese Grenze ignoriert, erlebt, wie die Leiste langsam aus der Wand wandert.

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