Warum ordnet eine einzige farbige Wand den ganzen Raum?

Geraldine McLar… 26-09-17 19:13 2 0

Ein häufiger Fehler ist die Tiefe der Fächer. Regale mit 40 Zentimetern Tiefe sehen stabil aus, aber ein Kind verliert Bücher in der hinteren Ecke und kommt nicht mehr heran. Besser sind 25 bis 30 Zentimeter. Steht das Regal dann noch an einer Wand, die nicht im Weg ist, kann das Kind von beiden Seiten greifen. Achten Sie außerdem darauf, dass die Fächer nicht zu hoch sind: Bei mehr als 35 Zentimetern stapeln Kinder Bücher übereinander, statt sie nebeneinander zu stellen, und finden nichts wieder.

Beginnen Sie mit dem Bett, denn es nimmt meist die größte Fläche ein und bestimmt die Raumaufteilung. Danach folgt der Stauraum: Schrank und Regale sollten in Reichweite der Stelle liegen, an der sich das Kind anzieht. Erst dann kommt der Arbeitsplatz, falls das Alter ihn erfordert – mit Tageslicht von links bei rechtshändigen Kindern, ohne dass der Bildschirm Fensterlicht spiegelt. Spiel- und Bewegungsfläche bleibt zum Schluss übrig; planen Sie sie bewusst ein, sonst wird sie von Möbeln verdrängt.

Für Kinderzimmer mit häufigem Motivwechsel ist Vlies die praktischste Wahl. Wer auf abwaschbare Oberflächen achtet und den Untergrund richtig vorbereitet, kann die Tapete in wenigen Minuten entfernen. Das spart Zeit, Nerven und vermeidet Schäden an der Wand.

Die handwerkliche Ausführung entscheidet mit. Kanten sauber abkleben, Ecken mit einem kleinen Pinsel vorstreichen und zwei dünne Schichten statt einer dicken auftragen. Bei stark saugenden Untergründen zuerst grundieren. Wer sich die Decke mit einbezieht, sollte sparsam sein: Eine farbige Decke zieht den Raum optisch nach unten. Bleibt die Decke weiß, wirkt die Wand höher und der Raum geordneter.

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Ein Raum mit vier weißen Wänden wirkt oft beliebig. Möbel, Bilder und Teppiche scheinen nirgends verankert. Eine einzige farbige Wand ändert das grundlegend: Sie gibt dem Zimmer einen Bezugspunkt, an dem sich alles andere ausrichtet. Der Effekt ist keine Geschmacksfrage, sondern resultiert aus der Art, wie das Auge Räume liest. Zuerst sucht es nach Kontrast, dann nach einer Fläche, die Tiefe vorgibt. Eine farbige Wand übernimmt beides gleichzeitig.

Erst die Funktion, dann der Farbton Bevor eine Farbe ausgewählt wird, lohnt es sich, die Fläche zu prüfen. Große Möbelstücke, Heizkörper, zum Beitrag Türen und Fensterlaibungen liegen oft auf der Wunschwand und zerschneiden die Farbfläche. Eine Wand mit vielen Unterbrechungen verliert ihre Wirkung als ruhiger Hintergrund. Ebenso wichtig: Die Farbe muss mit dem Boden und den festen Materialien im Raum harmonieren. Ein kühler Grauton neben warmem Eichenparkett erzeugt Spannung, ein warmes Terrakotta neben kühlem Beton ebenfalls. Wer unsicher ist, testet den Ton auf einem großen Karton und beobachtet ihn bei Tageslicht und abends bei Lampenlicht.

Ein Teppich im Kinderzimmer soll warmhalten, Stürze abfedern und beim Spielen nicht zur Rutschbahn werden. Die drei Größen, die dabei wirklich zählen, sind nicht Zentimeter auf dem Etikett, sondern: wie viel Bodenfläche der Teppich abdeckt, wie hoch der Flor ist und wie gut die Unterseite auf glattem Boden haftet. Wer diese drei Punkte in dieser Reihenfolge klärt, kauft seltener zweimal.

Typische Fehler lassen sich vermeiden. Zu dunkle Farben auf kleinen Flächen wirken schnell wie ein Loch, besonders in Räumen mit wenig Tageslicht. Zu grelle Töne auf der falschen Wand überstrahlen alles andere. Ein häufiger Fehler ist außerdem, die farbige Wand mit ebenso kräftigen Accessoires zu kombinieren. Besser: Die Farbe einmal setzen und den Rest bewusst zurücknehmen. Kissen, Vorhänge und Bilder in gedeckten Tönen lassen die Wand wirken, statt mit ihr zu konkurrieren.

Für den späteren Wechsel lohnt es sich, schon beim ersten Tapezieren mitzudenken. Wer absehen kann, dass in zwei oder drei Jahren ein anderes Motiv gewünscht ist, sollte auf eine glatte Vliestapete setzen und auf Dispersionsfarben darunter verzichten. Dispersionsfarbe kann die Haftung des Kleisters beeinträchtigen und beim Abziehen der Tapete mit abplatzen. Besser ist eine Grundierung oder ein spezieller Tapetengrund. Auch das Anbringen von Wandstickern oder Postern mit doppelseitigem Klebeband hinterlässt auf abwaschbaren Oberflächen oft Rückstände, die sich nur schwer entfernen lassen.

Vliestapeten haben sich im Kinderzimmer durchgesetzt, weil sie sich trocken wieder abziehen lassen. Das ist der entscheidende Vorteil gegenüber Papiertapeten, die beim Ablösen oft reißen und Rückstände hinterlassen. Der Grund liegt im Material: Vlies besteht aus Cellulosefasern und Bindemitteln, Energiesparendes Wohnen die formstabil bleiben und nicht aufquellen. Beim Tapezieren wird der Kleister nur auf die Wand aufgetragen, nicht auf die Tapete. Dadurch kann die Bahn nach dem Trocknen einfach an einer Ecke angehoben und bahnenweise abgezogen werden. Wer später ein neues Motiv möchte, spart sich das mühsame Einweichen und Schaben.

Die entscheidende Frage ist nicht, welche Farbe gefällt, sondern welche Wand die Aufgabe übernehmen soll. Drei Wände kommen infrage: die Wand hinter dem Bett, hinter dem Sofa oder gegenüber der Tür. Die Wand hinter dem Bett oder Sofa stabilisiert die Hauptzone und lässt den Rest des Raumes ruhiger erscheinen. Die Wand gegenüber der Tür wirkt wie ein Empfang: Sie zieht den Blick beim Eintreten an und ordnet den Raum von der Schwelle aus. Wird die falsche Wand gewählt, etwa eine kurze Wand neben einem Durchgang, entsteht Unruhe statt Ordnung.

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