Blattaustrieb: Wann der Schnitt das Wachstum ruiniert

Jose 26-10-11 04:44 2 0

Die Klinge wird schräg angesetzt, mit der Schneide zum Blatt hin. Die Schnittfläche zeigt vom Blatt weg, damit Wasser abläuft und nicht in die Knospe läuft. Ein gerader Schnitt quer zum Trieb ist ein typischer Fehler: Er hinterlässt eine offene Fläche, die schlecht verheilt. Ebenso falsch ist der Schnitt direkt über einem dreiblättrigen Blatt. Solche Blätter sitzen weiter unten und tragen kaum zur neuen Blüte bei.

Nach der Ernte, meist zwischen Juli und Anfang August, ist der Baum noch aktiv. Wunden beginnen sofort zu verheilen, das Kambium arbeitet, und die Schnittstellen sind bis zum Herbst weitgehend überwallt. Das ist der große Vorteil gegenüber dem Frühjahrsschnitt. Der Nachteil: Wer zu spät im Jahr schneidet, trifft auf nachlassende Wachstumsenergie, und die Triebe können vor dem Frost nicht mehr ausreifen. Ein Schnitt im September oder Oktober ist deshalb ein Fehler, der oft erst im nächsten Jahr sichtbar wird.

Ein weiterer typischer Fehler ist das Entfernen aller alten Triebe auf einmal. Die Forsythie blüht am besten an ein- bis zweijährigem Holz. Wer alle älteren Zweige radikal entfernt, nimmt der Pflanze die Basis für die nächste Blüte. Besser ist ein gestaffelter Aufbau: Ein Drittel der ältesten Triebe wird bodennah entfernt, der Rest bleibt stehen und blüht im nächsten Jahr. So bleibt der Strauch über Jahre hinweg gleichmäßig gelb, ohne dass eine Blühpause entsteht. Nach etwa drei bis vier Jahren kann dann wieder ein stärkerer Verjüngungsschnitt erfolgen.

Ein weiterer Fehler: Viele schneiden den Efeu bis auf den Boden zurück, obwohl der Stamm noch grün sein soll. Das führt dazu, dass der Efeu wieder aus dem Wurzelbereich austreibt – aber dann buschig und nicht mehr am Stamm. Wer das nicht will, muss die Wurzeln im Boden belassen und nur die oberirdischen Triebe entfernen. Nach dem Schnitt sollte man den Wurzelbereich mit einer dünnen Schicht Kompost abdecken, damit die Pflanze nicht austrocknet. Gießen ist in den ersten Wochen nach dem Schnitt wichtig, aber Staunässe vermeiden.

Zunächst gilt: Efeu am Stamm haftet mit Haftwurzeln, nicht mit Ranken. Diese Haftwurzeln sitzen direkt am Stamm und lassen sich nicht einfach abziehen, ohne die Rinde zu verletzen. Ein Schnitt ohne Kletterhilfe bedeutet daher, dass man die Triebe direkt an ihrem Austrittspunkt am Stamm kappt – nicht in der Fläche, sondern dicht am Holz. Dafür eignet sich eine scharfe Gartenschere oder ein Messer. Eine Astschere ist zu unhandlich, weil man präzise arbeiten muss.

Wer unsicher ist, beobachtet zwei bis drei Tage lang dieselbe Knospe. Veränderung zeigt sich schnell: Farbe, Größe, erste Spreizung. Erst wenn diese Bewegung einsetzt, ist der Zeitpunkt für die meisten Ziergehölze überschritten. Der ruhige Moment davor, mit festen Knospen und stabiler Wetterlage, bleibt das zuverlässigste Fenster für einen Schnitt, den die Pflanze ohne Schaden wegsteckt.

Der Blattaustrieb ist die Phase, in der ein Gehölz seine gesamte Energie in junges Gewebe schiebt. Wer jetzt schneidet, trifft eine Pflanze, die weder Reserven noch Regenerationskraft für Wunden übrig hat. Genau hier liegt der häufigste Fehler: Viele greifen zur Säge, sobald die ersten grünen Spitzen sichtbar sind, weil es nach Frühling und Aufbruch aussieht. Das Gegenteil ist richtig. Ein Schnitt mitten in den Austrieb kostet die Pflanze mehr Kraft als ein Schnitt im tiefen Winter, und die offenen Stellen bluten bei manchen Arten stark.

Der ideale Moment liegt nicht mitten im Austrieb, sondern davor oder danach. If you have any type of concerns concerning where and how you can make use of Beitrag lesen, you can call us at the web page. Entscheidend ist der Zustand der Knospen, nicht das Kalenderdatum. Solange die Knospen geschlossen und fest sind, lässt sich ein Schnitt gut verkraften. Sobald sie aufbrechen und das erste zarte Grün sichtbar wird, sollte die Säge ruhen. Ein brauchbarer Test: Knospe zwischen Daumen und Zeigefinger drücken. Fühlt sie sich hart und kompakt an, ist der Spielraum da. Gibt sie nach und zeigt Farbe, ist der Zug abgefahren.

Nicht jede Art verzeiht denselben Zeitpunkt Die zweite Falle ist die Annahme, Raumteiler ohne Sichtschutz alle Gehölze verhielten sich gleich. Früh blühende Sträucher wie Forsythie oder Flieder legen ihre Blütenknospen bereits im Vorjahr an. Ein Schnitt im Frühling direkt zum Austrieb entfernt genau die Triebe, die in wenigen Wochen blühen sollen. Spät blühende Arten wie Sommerflieder oder Hibiskus treiben am einjährigen Holz und vertragen einen Rückschnitt kurz vor wohnungstipps dem Austrieb problemlos. Wer das verwechselt, schneidet im falschen Jahr am falschen Trieb und wundert sich über ausbleibende Blüten.

Typische Fehler wiederholen sich. Zu spät schneiden, wenn das Laub bereits entfaltet ist, gehört dazu. Ebenso das Zurückschneiden ohne Rücksicht auf schlafende Augen: Wer bis ins alte Holz schneidet, riskiert, dass die Pflanze nicht mehr austreibt. Ein sauberer, schräger Schnitt knapp über einer nach außen zeigenden Knospe bleibt die Regel. Werkzeug sollte scharf und desinfiziert sein, denn unsaubere Schnitte an jungen Trieben sind Eintrittspforten für Pilze. Und wer nach dem Austrieb schneidet, entfernt Blattmasse, die die Pflanze gerade für die Photosynthese aufgebaut hat – ein Verlust, der die ganze Saison nachwirkt.class=

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