Wenn die Hecke Wellen schlägt: gerade Kanten mit Schnur und Stäben

Demetrius Combe… 26-10-11 08:48 3 0

Welche Gehölze den radikalen Schnitt zuverlässig vertragen Zu den verlässlichsten Kandidaten zählen viele laubabwerfende Sträucher mit starkem Regenerationsvermögen. Dazu gehören Hartriegel, Weigelie, Kolkwitzie, Forsythie, Deutzie, Spierstrauch und Bauernjasmin. Auch Haselnuss, Holunder, Weißdorn und Feldahorn treiben nach einem Schnitt auf den Stock meist kräftig neu aus. Bei diesen Arten lässt sich ein alter, vergreifter Bestand in der Regel binnen einer Vegetationsperiode wieder aufbauen. Entscheidend ist, dass der Schnitt im zeitigen Frühjahr erfolgt, kurz bevor der Austrieb beginnt.

Der Zeitpunkt ist ebenso wichtig wie die Art. Ein Schnitt auf den Stock im Herbst ist riskant, weil die Pflanze dann nicht mehr ausreichend Reserven für den Winter aufbauen kann und Schnittstellen Frostschäden erleiden. Besser ist das späte Winterende, bevor die Knospen schwellen. Nach dem Schnitt braucht das Gehölz kaum Dünger, aber ausreichend Wasser in trockenen Frühjahrsphasen. Ein zu kräftiger Düngergabe treibt zwar viele, aber instabile Triebe – die Pflanze investiert dann in Blattmasse statt in eine gesunde Neubildung.

Ein Schnitt an der Knospe ist kein kosmetischer Eingriff, sondern ein gezielter Reiz. Wird das Gewebe über einer schlafenden Knospe durchtrennt, ändert sich der Hormonhaushalt im Trieb. Die Apikalknospe produziert Auxin, das den Austrieb darunter liegender Augen hemmt. Ein sauberer Schnitt unterbricht diesen Transportweg nicht vollständig, sondern verschiebt das Gleichgewicht zugunsten der Knospe. Das Ergebnis: Sie bricht schneller und kräftiger aus.

Ein radikaler Rückschnitt bis auf den Stock – also fast bis zum Boden – ist eine drastische Maßnahme. Sie funktioniert nur bei Gehölzen, die aus dem Wurzelstock oder aus schlafenden Augen am alten Holz wieder austreiben. Wer die falsche Pflanze wählt, lässt einen kahlen Stumpf zurück, http://Zipperquick.com/Profile/evemarquard der nie wieder austreibt. Vor dem Schnitt lohnt daher eine ehrliche Bestandsaufnahme: Treibt das Gehölz aus altem Holz aus, oder nur aus jungen Trieben an den Enden?

Ein häufiger Fehler ist der Schnitt nach dem Johannistrieb. Wer erst schneidet, wenn die zweiten Blätter bereits ausgebildet sind, entfernt viel Blattmasse und zwingt die Pflanze zu einer späten, schwachen Regeneration. Besser ist es, den Hauptschnitt im frühen Austrieb zu erledigen und nur noch kleine Korrekturen später vorzunehmen. Auch das Wetter spielt eine Rolle: Bei nasskalter Witterung bleibt die Wunde länger offen, bei trockener Wärme trocknet sie schneller ab. Plane den Schnitt also nicht nach dem Kalender, sondern nach der Kombination aus Blattzustand und Wetterlage.

Ein Obstbaum reagiert auf jeden Schnitt mit einer Wunde, die er selbst verschließen muss. Die Stelle, an der ein Ast entspringt, ist dabei kein beliebiger Punkt: Hier sitzt der Astring, ein ringförmiges Gewebe aus teilungsfähigen Zellen. Wird genau dort geschnitten, kann der Baum die Wunde mit eigener Rinde überwallen. Wird daneben geschnitten, bleibt ein Stummel oder eine offene Fläche, die Jahre braucht, um zu verheilen – wenn überhaupt.

Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend. Geschnitten wird in der Vegetationsruhe, also im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr, kurz bevor der Baum austreibt. Dann ist der Astring aktiv und die Wunde kann schnell überwallen. Ein Schnitt im Herbst oder während des Austriebs führt zu langsameren Heilung und höherem Krankheitsdruck. Bei starkem Frost sollte man nicht schneiden, weil das Holz splittert und die Wunde nicht schließt.

Nach dem Austrieb zeigt sich innerhalb weniger Wochen, ob die Maßnahme geglückt ist. Bilden sich kräftige, gleichmäßig verteilte Jungtriebe, kann der Bestand Platzsparende Möbel in den Folgejahren durch Auslichten und gezieltes Einkürzen geformt werden. Bleibt der Austrieb aus, war die Pflanze schlicht nicht für den radikalen Schnitt geeignet. Wer das vorher prüft, spart sich Arbeit und ersetzt am Ende nicht den falschen Strauch, sondern hat ihn rechtzeitig richtig behandelt.

Die Schnur straff spannen, nicht durchhängen lassen Die Schnur wird zwischen den Stäben gespannt, und zwar so straff, dass sie nicht durchhängt. Eine durchhängende Schnur täuscht eine gerade Linie vor, die in der Mitte tiefer liegt. Bei langen Hecken ist eine Maurerschnur besser als Paketband, weil sie sich kaum dehnt. Die Schnur markiert die obere Schnittkante. Für die Seitenfläche spannt man eine zweite Schnur parallel zum Boden oder befestigt ein Lot an der oberen Schnur, um die Senkrechte zu prüfen. Ohne diese zweite Führung wird die Hecke oben gerade, aber die Seitenfläche bleibt schief.

Für den Schnitt selbst braucht es eine scharfe Astschere oder Säge. Alte Triebe werden nicht bündig am Boden abgetrennt, sondern in einer Höhe von etwa zehn bis zwanzig Zentimetern über dem Boden. Dieser kurze Stummel schützt die schlafenden Augen und den Wurzelhals vor Austrocknung. Ein Schnitt direkt in die Erde hinein ist ein typischer Fehler: Er beschädigt den Wurzelhals, If you are you looking for more info in regards to umweltfreundliche wandgestaltung stop by our web site. fördert Fäulnis und kann das Gehölz dauerhaft schwächen. Bei starkem Frost sollte nicht geschnitten werden, weil die offenen Wunden dann schlecht verheilen.

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