Warum leuchtet mein Axolotl unter UV-Licht grün?

Lavonne Self 26-10-11 14:13 3 0

Zur Vorbeugung gehören ein eingefahrenes Becken mit stabiler Filterbiologie, wöchentliche Wasserwechsel von 20 bis 30 Prozent, eine Temperatur unter 20 Grad und eine abwechslungsreiche Ernährung mit Regenwürmern, die das Immunsystem stärkt. Kiemen, die nach der Behandlung nachwachsen, bleiben oft kürzer und weniger verzweigt. Das ist normal und kein Zeichen für einen neuen Ausbruch, solange die Wasserwerte stimmen.

Was auf den Speiseplan gehört und was nicht Geeignetes Futter sind lebende oder aufgetaute Regenwürmer, kleine Süßwassergarnelen, Mückenlarven und speziell für Axolotl hergestellte Pellets. Regenwürmer aus dem Garten müssen aus ungespritzten Bereichen stammen und vor dem Verfüttern kurz abgespült werden. Auf Fleisch vom Schwein, Rind oder Geflügel verzichtet man vollständig, ebenso auf Zierfischfutter mit hohem pflanzlichem Anteil. Jungtiere fressen mehrmals täglich kleine Portionen, ausgewachsene Tiere kommen mit zwei bis drei Fütterungen pro Woche aus. Die Portionsgröße orientiert sich am Kopf: Ein Stück, das etwa so groß ist wie der Kopf des Tieres, ist eine gute Richtgröße.

Ein Axolotl ist kein tropischer Zierfisch. Er stammt aus den kühlen, sauerstoffreichen Kanälen von Xochimilco bei Mexiko-Stadt, wo das Wasser das ganze Jahr über selten wärmer als 20 Grad Celsius wird. Wer ihm ein typisches Aquarium mit Heizstab einrichtet, schafft damit keine Wohlfühlzone, sondern eine Dauerbelastung. Der Körper des Axolotls ist auf kaltes Wasser eingestellt – nicht auf 24 oder 26 Grad, wie sie in vielen Zierfischbecken üblich sind.

Ein Umzug mit einem Axolotl-Aquarium ist kein reiner Wassertransport. Die Pflanzen im Becken leiden unter denselben Stressfaktoren wie die Tiere: Temperaturschwankungen, Lichtentzug und mechanische Belastung. Wer die Flora einfach im leeren Becken lässt und losschleppt, riskiert abgebrochene Stängel, zerdrückte Wurzeln und später faulende Reste, die das Wasser belasten. Deshalb sollte man die Pflanzen vor dem eigentlichen Umzug aus dem Becken nehmen und separat transportieren.

Ein verbreiteter Irrtum: GFP-Axolotl seien krank oder gentechnisch verändert im Sinne einer aktuellen Manipulation. Tatsächlich handelt es sich um eine seit vielen Generationen stabile Zuchtlinie. Das Gen wird nach den Regeln der Vererbung weitergegeben. Paart man zwei Tiere mit GFP, leuchten die Nachkommen meist ebenfalls. Ein weiterer Irrtum ist die Annahme, das Leuchten sei ein Gesundheitsindikator. Es sagt nichts über den Zustand des Tieres aus. Ein leuchtender Axolotl kann krank sein, ein nicht leuchtender völlig gesund.

Für die Zucht ist entscheidend, dass Melanoid nicht einfach dominant vererbt wird. Es handelt sich um einen rezessiven Erbgang. Wer zwei Melanoid-Tiere verpaart, erhält in der Regel ausschließlich Melanoid-Nachkommen. Wer ein Melanoid mit einem Wildtyp kreuzt, bekommt zunächst Tiere, die äußerlich dem Wildtyp ähneln, aber das Melanoid-Gen tragen können. Wer das nicht weiß, hält den Nachwuchs für einen Zuchtfehler oder für eine andere Farbform.

Wichtiger als die Optik ist die Haltung. Ein Axolotl braucht kühles Wasser, idealerweise zwischen 15 und 20 Grad Celsius, saubere Filterung und Verstecke. Zu warmes Wasser führt zu Stress, Pilzinfektionen und Appetitlosigkeit. Auch zu helles Licht ohne Rückzugsmöglichkeit schadet, unabhängig vom GFP. Wer das Leuchten nur zur Schau stellt, aber die Temperatur nicht kontrolliert, umweltfreundliche Wandgestaltung richtet mehr Schaden an als Nutzen. Prüfe deshalb zuerst die Wasserwerte und die Temperatur, bevor du über spezielle Beleuchtung nachdenkst.

Ein frisch gekaufter Axolotl frisst in den ersten Tagen oft gar nichts. Das ist kein Grund zur Panik, aber ein Grund, die Eingewöhnung bewusst zu steuern. Tiere aus dem Handel stehen unter Stress: Transport, neue Wasserwerte, fremde Geräusche, plötzlich andere Beleuchtung. Wer sofort kräftig füttert, riskiert, dass Futterreste im Becken verrotten und die Wasserqualität kippt. Besser ist es, den Axolotl zunächst zwei bis drei Tage in Ruhe zu lassen und nur die Temperatur sowie die Wasserwerte zu kontrollieren.

Wie das Leuchten sichtbar wird – und was dabei schiefgeht Um das GFP-Leuchten zu sehen, braucht es eine passende Lichtquelle. Eine gewöhnliche Aquarienbeleuchtung reicht nicht aus. Nötig ist Licht im blauen bis ultravioletten Bereich, kombiniert mit einem Filter, der genau dieses Anregungslicht zurückhält. Ohne Filter überstrahlt das blaue Licht das schwache grüne Signal, und man sieht kaum etwas. Häufige Fehler sind zu starke UV-Lampen, die das Tier stressen, oder dauerhaftes Beleuchten über Stunden. Das Leuchten ist ein kurzer Effekt, kein Dauerzustand. Wer sein Tier regelmäßig mit UV-Licht bestrahlt, riskiert Hautschäden und Augenschäden.

Ein häufiger Fehler ist, die Pflanzen tagelang in einem Eimer ohne Licht und ohne Wasserbewegung zu lagern. Das fördert Algen und lassen empfindliche Arten absterben. Besser ist es, den Umzug so zu planen, dass zwischen Entnahme und Wiedereinsetzen nicht mehr als ein bis zwei Tage liegen. Wer länger braucht, sollte die Pflanzen in einem provisorischen Behälter mit etwas Wasser, Licht und Zimmertemperatur zwischenparken.

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