Wenn Äpfel platzen: Wasserschosser richtig behandeln

Graciela 26-10-11 16:54 2 0

Vor dem ersten Schnitt verschafft man sich einen Überblick. Man zählt die Bodentriebe, die direkt aus der Erde kommen, und unterscheidet helles, glattes Jung- von dunklem, rissigem Altholz. Als Faustregel gilt: Ein gesunder Strauch hat etwa acht bis zwölf kräftige Gerüsttriebe in verschiedenen Altersstufen. Alles darüber nimmt sich gegenseitig das Licht. Zunächst entfernt man alle Triebe, die flach über dem Boden kriechen, sich kreuzen oder in die Strauchmitte wachsen.

Die Praxis zeigt zwei sinnvolle Wege. Der erste: Entfernen, solange der Trieb noch jung und weich ist. Ein Riss mit der Hand oder ein Schnitt direkt am Ansatz, ohne Stummel, verhindert, dass neue Augen austreiben. Der zweite: Umleiten, wenn der Trieb an einer Stelle steht, wo ein neuer Leitast gebraucht wird. Dazu wird er auf eine flachere, nach außen zeigende Knospe abgeleitet oder waagerecht gebunden. Ein senkrechter Trieb bleibt dagegen ein Energieräuber und sollte nicht gefördert werden.

Wo die Schere tatsächlich ansetzt – und wo nic

Ein weiterer typischer Fehler ist das Entfernen aller alten Triebe auf einmal. Die Forsythie blüht am besten an ein- bis zweijährigem Holz. Wer alle älteren Zweige radikal entfernt, nimmt der Pflanze die Basis für die nächste Blüte. Besser ist ein gestaffelter Aufbau: Ein Drittel der ältesten Triebe wird bodennah entfernt, der Rest bleibt stehen und blüht im nächsten Jahr. So bleibt der Strauch über Jahre hinweg gleichmäßig gelb, ohne dass eine Blühpause entsteht. Nach etwa drei bis vier Jahren kann dann wieder ein stärkerer Verjüngungsschnitt erfolgen.

Der entscheidende Vorteil liegt in der Wundreaktion. Ein Kirschbaum, der im Saft steht, bildet um die Schnittstelle eine Barriereschicht aus, die das Eindringen von Erregern blockiert. Im Winter fehlt diese aktive Abwehr, weil der Baum ruht. Deshalb gilt: Je näher der Schnitt an der Ernte liegt, desto geringer das Risiko. Allerdings sollte man nicht sofort nach dem Pflücken schneiden, sondern dem Baum zwei bis drei Wochen Pause gönnen. In dieser Zeit zieht er Nährstoffe aus den Blättern zurück und erholt sich von der Fruchtbildung.

Diese Triebe wachsen sehr schnell, oft über einen Meter in einer Saison, und bleiben dabei weich und unverholzt. Sie tragen kaum Blütenknospen und verbrauchen viel Energie, die sonst in Früchte und Fruchtholz fließen würde. Wer sie einfach stehen lässt, bekommt eine dichte Krone, in der Licht und Luft fehlen. Die Folge sind kleinere Früchte, Platzsparende Möbel mehr Krankheitsdruck und ein Baum, der von außen grün aussieht, innen aber kahl bleibt.

Ein häufiger Fehler ist der zu tiefe Schnitt ins alte Holz. Er entfernt schlafende Augen, die für den Neuaustrieb wichtig sind. Ein anderer Fehler: das Ausputzen bei praller Mittagssonne. Die offenen Schnittstellen trocknen aus, und die Rose reagiert mit Welke. Besser sind die frühen Morgenstunden oder ein bewölkter Tag. Desinfizierte Scheren verhindern die Übertragung von Pilzsporen von einer Rose zur nächsten.

Ein ruhiger, regelmäßiger Schnitt, der Licht in die Krone lässt und das Gleichgewicht zwischen Wachstum und Frucht hält, verhindert die meisten Wasserschosser von vornherein. Wer sie trotzdem bekommt, sollte sie als Signal lesen und nicht als Feind: Der Baum zeigt damit, dass er zu stark wächst oder falsch geschnitten wurde. Wer das erkennt und entsprechend reagiert, hält den Apfelbaum gesund und die Ernte zuverlässig.

Was mit Wasserschossern im Laufe der Zeit passiert Ein Wasserschoss verändert mit den Jahren seinen Charakter. Solange er jung ist, wächst er steil und weich. Wird er nicht geschnitten, verholzt er, wird dicker und kann zu einem starken Konkurrenztrieb für die eigentliche Krone werden. Manche solcher Triebe entwickeln später selbst Fruchtholz, wenn sie durch das Gewicht der Äste oder durch Schnittmaßnahmen in eine flachere Position kommen. Aus einem reinen Wasserschoss kann so ein brauchbarer Kronenast werden, wenn er am richtigen Ort steht und in die richtige Richtung gelenkt wird.

Typische Fehler sind ein Schnitt im Winter, der wieder starke Wasserschosser provoziert, und das Belassen langer Stummel, aus denen mehrere neue Triebe austreiben. Ebenso falsch ist es, alle Wasserschosser auf einmal zu entfernen, besonders bei alten Bäumen. Der Baum reagiert mit noch mehr Notrieben. Besser ist es, über zwei oder drei Jahre verteilt zu arbeiten und immer nur einen Teil zu entfernen. Wer den Baum zusätzlich zu stark düngt, besonders mit Stickstoff, heizt das Wachstum weiter an, statt es zu bremsen.

Wasserschosser sind senkrecht nach oben wachsende Triebe, die meist aus schlafenden Augen an der Oberseite starker Äste oder am Stamm austreiben. Sie entstehen, In the event you cherished this post in addition to you would want to receive more information with regards to Zipperquick.com kindly visit our own webpage. wenn der Baum stark wächst, zu stark geschnitten wurde oder wenn nach einem Rückschnitt viel Licht und Nährstoffe an schlafende Augen gelangen. Besonders häufig treten sie an jungen Bäumen, an veredelten Sorten mit starkwüchsiger Unterlage und nach einem radikalen Verjüngungsschnitt auf. Auch ein zu hoher Stickstoffvorrat im Boden fördert dieses Wachstum.

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