Warum Ziergräser erst spät im Jahr geschnitten werden sollten?
Für den Schnitt bindet man den Horst zunächst mit einem Seil oder einem breiten Gurt zusammen. Das hält die Halme zusammen und erleichtert den sauberen Schnitt. Anschließend schneidet man mit einer scharfen Heckenschere oder einer Astschere den gesamten Horst etwa eine Handbreit über dem Boden ab. Eine Handbreit – also rund zehn Zentimeter – ist wichtig. Schneidet man bündig am Boden, können die Schnittstellen bei Nässe faulen. Lässt man zu viel stehen, sieht der Neuaustrieb unordentlich aus und die alten Stoppeln stören. Nach dem Schnitt entfernt man das Schnittgut vollständig. Es eignet sich nicht als Mulchschicht, weil es die jungen Triebe ersticken kann. Wer möchte, kann das trockene Material häckseln und als Strukturmaterial im Kompost verwenden.
Pflaumen und Zwetschgen tragen am zweijährigen Holz. Wer Beleuchtung im Wohnzimmer Winter oder zeitigen Frühjahr zu viel wegschneidet, entfernt genau die Triebe, die im kommenden Jahr blühen und Früchte ansetzen. Deshalb gilt: Auslichten ja, aber mit Maß und mit Blick auf das Alter der Zweige. Ein Baum, der ein Jahr aussetzt, ist kein Drama. Ein Baum, der zwei Jahre hintereinander kahl bleibt, schon.
Beim Auslichten wird nicht auf den Kronenaufbau, sondern auf die Lichtverteilung geachtet. Ein Pflaumenbaum braucht eine offene Mitte, damit Sonne bis in den unteren Kronenbereich fällt. Dazu werden ein bis zwei starke Mitteltriebe belassen, konkurrierende Stämme dagegen an der Basis entfernt. Pro Eingriff gilt: nicht mehr als ein Viertel der belaubten Krone wegnehmen. Wer mehr schneidet, provoziert starken Neutrieb aus schlafenden Augen – dieser wächst senkrecht nach oben und trägt im nächsten Jahr keine Früchte.
Ein weiterer typischer Fehler ist der Schnitt im Herbst. Zu diesem Zeitpunkt sind die Knospen der alten Holz blühenden Hortensien bereits angelegt, und die Pflanze hat keine Zeit mehr, vor dem Winter zu reagieren. Frostschäden an den Schnittstellen sind die Folge. Besser ist der Schnitt im Frühjahr, kurz bevor der Austrieb beginnt. Bei alten Holz blühenden Sorten wartet man, bis die Knospen sichtbar anschwellen, und entfernt dann nur das, nachhaltige Renovierung was eindeutig tot ist. Ein leichter Rückschnitt direkt nach der Blüte ist möglich, aber nicht zwingend nötig.
Der richtige Zeitpunkt liegt im späten Winter oder frühen Frühjahr, kurz bevor die neuen Halme durchbrechen. Je nach Region und Witterung ist das zwischen Ende Februar und Anfang April. Ein sicheres Zeichen: Die Basis fühlt sich fest an, und erste grüne Spitzen sind gerade eben sichtbar. Wer zu spät schneidet, riskiert, die jungen Triebe mit der Schere abzuschneiden. Wer zu früh schneidet, setzt das Herz der Pflanze schutzlos der Kälte aus. Der ideale Moment ist ein trockener, frostfreier Tag mit milder Wettervorhersage für die folgenden Tage.
Man beginnt mit den ältesten, dicksten und dunkelsten Trieben, die oft schon rissige Rinde haben oder innen hohl sind. Diese werden bodennah, aber nicht bündig am Wurzelhals, sondern auf einem kurzen Stummel von etwa zehn Zentimetern abgesägt. Ein zu tiefer Schnitt verletzt den Wurzelhals und öffnet Pilzen Tür und Tor. Danach entfernt man abgestorbene, sich kreuzende und nach innen wachsende Triebe. Das Ziel ist eine offene Krone, in die Licht bis zum Boden fällt. Ein Drittel der alten Triebe pro Jahr bedeutet bei einem Strauch mit zwölf Haupttrieben also vier Triebe – nicht mehr.
Der sicherste Indikator ist der Zustand des Holzes. When you loved this informative article and you would want to receive more info relating to Raumteiler ohne Sichtschutz please visit our own page. Schneide einen dünnen Trieb probeweise an: Ist er innen grün und saftig, ist die Pflanze im Saft und der Schnitt wird gut vertragen. Ist er braun und trocken, ist der Zeitpunkt zu früh oder die Pflanze geschwächt. Ein weiteres Merkmal ist die Knospenfarbe: Pralle, hellgrüne oder rötliche Knospen zeigen den Beginn des Austriebs an. Graue, geschlossene Knospen bedeuten, dass die Pflanze noch in der Winterruhe steckt. Auch das Wetter spielt eine Rolle: Nach mehreren milden Tagen mit Temperaturen über fünf Grad Celsius reagiert die Pflanze zuverlässig.
Ein häufiger Fehler ist der radikale Schnitt direkt über dem Boden. Wer die Halme bis auf die Erdoberfläche abträgt, verletzt oft den Vegetationspunkt. Ein weiterer Fehler: der Schnitt bei frostigen Temperaturen. Die offenen Schnittstellen können dann nicht heilen, und eindringende Kälte schädigt das Herz. Ebenso problematisch ist ein Schnitt mitten im Sommer. Ziergräser brauchen die Halme für die Photosynthese; ein Rückschnitt in der Wachstumsphase schwächt die Pflanze erheblich. Wer nur einzelne braune Halme entfernen möchte, kann das jederzeit vorsichtig mit der Hand herausziehen.
Nach dem Schnitt werden Wunden über drei Zentimeter mit einem Wundverschlussmittel bestrichen. Werkzeug wird vor jedem Baum desinfiziert, besonders nach dem Entfernen kranker Äste. Der Baum braucht nach dem Auslichten keine zusätzliche Düngung mit Stickstoff, weil sonst wieder nur Blattmasse entsteht. Eine leichte Gabe Kompost oder Kali im Frühjahr genügt. Wer diese fünf Regeln einhält, verliert im Folgejahr keine nennenswerte Ernte und hält den Baum langfristig gesund.
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